17.04.2026, 02:14
Der Stadtrats-Beschluss zur Gründung der Stiftung "Kongresshalle Nürnberg am ehemaligen Reichsparteitags-Gelände" war wieder einmal eine Nacht-und-Nebel-Aktion, bei der die Mitglieder des noch amtierenden Stadtrats offenbar unter Druck abgestimmt haben. Die Einwände der Historiker, dass die Kongresshalle keine beliebig nutzbare Immobilie für einen Erweiterungsbau der Oper sei und der NS-Bau nicht mit der Kunstprodukltion in Ermöglichungsräumen für Therapie-Zwecke umcodiert werden dürfe, wurden erst gar nicht debattiert. Nach dem Beschluss bleiben Risiken und offene Fragen, denn der Beitritt vom Bund und Freistaat ist nicht sicher. Eine Stiftung löst das Problem nicht automatisch – sie strukturiert es nur.
Vor allem muss die Stiftung also nicht nur Kultur organisieren, sondern auch verantwortungsvoll mit dem historischen Erbe umgehen. Der einstimmige Beschluss offenbart, dass sowohl die Linken als auch die AfD diesen Beschluss unterstützt haben.