Noch 2 Tage

Gleichstellungsarbeit in Glückstadt muss wieder hauptamtlich werden!

Petition richtet sich an
Stadtvertretung Glückstadt, Bürgermeister Rolf Apfeld

572 Unterschriften

100 %
375 von 310 für Quorum in Glückstadt Glückstadt

572 Unterschriften

100 %
375 von 310 für Quorum in Glückstadt Glückstadt
  1. Gestartet November 2025
  2. Sammlung noch 2 Tage
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten



11.03.2026, 04:44

Liebe Unterstützende!

Morgen, am 12.03.2026 ist es soweit: Die Stadtvertretung beschließt über den Antrag der Grünen und der SPD, die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten wieder in die Hauptamtlichkeit zu überführen. Gleichzeitig wollen sie eine Stellungnahme zu unserer Petition verabschieden, die uns dann zugeleitet wird und die ich hier veröffentlichen werde.

Wie Euch sicherlich nicht entgangen ist, wenn Ihr die veröffentlichten Stellungnahmen der StadtvertreterInnen gelesen habt, gibt es in der Fraktion der CDU bisher nur Schweigen, trotz nochmaliger Aufforderung durch OpenPetition. Aus meiner Sicht zeigt dies die Wertigkeit, die diese Fraktion sowohl der Petition und ihrem Anliegen, als auch den mangelnden Respekt gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, die die Petition unterschrieben haben, entgegenbringt.

Aufmerksamen LeserInnen wird ebenfalls nicht entgangen sein, dass die Herren der FDP es der Mühe nicht wert befanden, eine eigene Stellungnahme zu formulieren und sich den Text der BfG einfach nur kopiert haben. Aus meiner Sicht ebenfalls ein Armutszeugnis, das deutlich zeigt, dass sie an einem wirklichen Dialog mit uns BürgerInnen und Bürgern nicht interessiert sind, sondern eher Schulterschluss demonstrieren.

Es steht zu erwarten, dass die Stadtvertretung bei der Ehrenamtlichkeit bleiben wird. Sie wird zudem das Argument nutzen, dass die Aufwandsentschädigung für die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten um 75% angehoben wurde, wie das Land SH es durch die generelle Anhebungsmöglichkeit der Ehrenamtspauschalen auf den Weg gebracht hat. Gleichzeitig planen die StadtvertreterInnen natürlich auch sich selbst die Aufwandsentschädigungen und Sitzungsgelder zu erhöhen und haben sogar neue Kostenstellen eingeführt, die das Stadtsäckel insgesamt mit 66.100 Euro* mehr belasten würden, wenn hier der Beschluss (ebenfalls am 12.3.) durchgeht. Da es sich um einen Antrag aller Fraktionen handelt, ist davon auszugehen.

Ihr seht, das Argument, für eine Hauptamtlichkeit der Gleichstellung sei kein Geld da, ist durch dieses Vorgehen von der Stadtvertretung selbst entkräftet worden. Dafür dürfen wir ihnen eigentlich dankbar sein.

Wir werden bei der Sitzung der Stadtvertretung anwesend sein und unser Anliegen so auch als Personen sichtbar machen. Ich plane auch noch einmal das Wort zu erheben und freue mich über jede und jeden, die/der mir den Rücken stärkt. JedeR von Euch kann dazukommen und im Rahmen der Bürgerfragestunde selbst Fragen, Beschwerden, Anregungen vorbringen! Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

Ich freue mich, Euch dort zu sehen!
Cynthia Philebrunn

(*entspricht einer realen Erhöhung von 80,61% der Ausgaben im Bereich 'Gemeindeorgane')




16.01.2026, 03:15

Liebe Unterzeichnende und Interessenten der Petition,

es gibt eine deutliche Bewegung durch unsere Petition. Am letzten Freitag haben wir die Petition dem Bürgermeister R. Apfeld und dem Bürgervorsteher L. Kasten übergeben.

Zu diesem Zeitpunkt waren es 548 Stimmen. Stand heute 560.

98 Menschen haben die Möglichkeit genutzt durch Kommentare ihren Standpunkt zu verdeutlichen, Argumente für eine Hauptamtlichkeit dazulassen.

Vielen herzlichen Dank Euch allen für Euer Engagement und die Bereitschaft, Euch unseren Stadtvertretern gegenüber sichtbar zu machen! Wir sind viele, die in so kurzer Zeit zusammengekommen sind und wir werden immer noch mehr.

Was wir angestoßen haben ist eine Diskussion in der Stadtvertretung, die sich nun mit dem Thema erneut auseinandersetzen muss. Ein gemeinsamer Antrag der GRÜNEN und der SPD über Wiedereinsetzung der Hauptamtlichkeit liegt seit Dezember vor, ist jedoch vertagt worden, damit die Fraktionen zunächst beraten können.

OpenPetition hat die StadtvertreterInnen zur Stellungnahme aufgefordert. Die bisher eingegangenen Stimmen könnt Ihr hier nachlesen: www.openpetition.de/petition/stellungnahme/gleichstellungsarbeit-in-glueckstadt-muss-wieder-hauptamtlich-werden

Ich nehme die ablehnenden Stimmen zum Anlass, mit einigen bei StadtvertreterInnen bestehenden Missverständnissen erneut aufzuräumen, v. a. in Bezug auf die Ansicht, es hätte bisher kein Mangel festgestellt werden können, Beschwerden seien nicht bekannt.

Seit Mai 2024 ist die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Glückstadt unbesetzt. Trotz wiederholter Nachfragen (über Monate, sowohl in den Fachausschüssen als auch in Sitzungen der Stadtvertretung) von Bürgerinnen sowie mehrerer Hinweise in Sitzungen der Stadtvertretung erfolgte über Monate hinweg weder eine zeitnahe Ausschreibung noch eine Übergangslösung, die eine kontinuierliche Wahrnehmung der gesetzlich vorgesehenen Aufgaben ermöglicht hätte.

Erst im Dezember 2024 entschloss sich die Stadtvertretung, die Stelle künftig ehrenamtlich zu besetzen. Diese Entscheidung ging mit einer weiteren zeitlichen Verzögerung einher: Die erste Ausschreibung erfolgte erst im Juni 2025. Drei Ausschreibungen blieben erfolglos; zwei Bewerbungen wurden zurückgezogen. In dieser gesamten Zeit bestand faktisch keine funktionsfähige Gleichstellungsarbeit in der Stadt.

Nach dem Landesgleichstellungsgesetz Schleswig-Holstein ist die Bestellung einer Gleichstellungsbeauftragten für Kommunen verpflichtend. Diese Verpflichtung beschränkt sich nicht auf die formale Existenz einer Stelle, sondern verlangt eine tatsächliche, kontinuierliche und wirksame Aufgabenerfüllung. Gleichstellungsarbeit ist dabei ausdrücklich als präventive und querschnittliche Aufgabe ausgestaltet und nicht davon abhängig, ob akute Beschwerden vorliegen oder geltend gemacht werden.

Die Argumentation einzelner Mitglieder der Stadtvertretung, es habe „keinen akuten oder konkreten Bedarf“ gegeben und niemand habe sich über das Fehlen einer Gleichstellungsbeauftragten beschwert, ist rechtlich nicht tragfähig. Der gesetzliche Auftrag entsteht kraft Gesetzes und ist nicht von subjektiven Bedarfseinschätzungen oder Beschwerdelagen abhängig. Im Übrigen wird diese Behauptung durch die inzwischen 550 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Petition – davon 373 aus Glückstadt – auch faktisch widerlegt.

Besonders problematisch ist die strukturelle Schwächung der Stelle durch die Herabstufung zur Ehrenamtsfunktion, ohne dass eine dokumentierte Aufgaben- oder Bedarfsanalyse vorgelegt wurde.
Organisations- oder Haushaltsentscheidungen dürfen nicht dazu führen, dass eine gesetzliche Pflichtaufgabe faktisch entleert oder dauerhaft nicht wahrgenommen wird. Eine Kommune ist rechtlich nicht befugt, durch Verzögerung, Umdefinition oder organisatorische Entscheidungen die Funktionsfähigkeit einer Pflichtstelle auszuhöhlen.

In der Gesamtschau ergibt sich der Eindruck einer fortgesetzten strukturellen Nichtwahrnehmung einer gesetzlichen Aufgabe. Dies ist keine bloße politische Schwerpunktsetzung, sondern berührt die Einhaltung geltenden Rechts. Die Petition zielt daher nicht auf eine inhaltliche Bewertung von Gleichstellungspolitik, sondern auf die rechtmäßige Erfüllung einer gesetzlichen Pflicht durch die Stadt Glückstadt.

Entgegen der Vorstellung mancher StadtvertreterInnen, dass eine Gleichstellungsstelle bloße Symbolpolitik sei, weisen wird ausdrücklich darauf hin, dass sie eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtfunktion zur präventiven, unabhängigen und kontinuierlichen Wahrnehmung kommunaler Aufgaben und weder relativiert noch strukturell entleert werden darf.

Die Unterzeichnenden erwarten, dass die Stadtvertretung dieser Verantwortung gerecht wird und die Voraussetzungen für eine funktionsfähige und dauerhaft besetzte Gleichstellungsbeauftragtenstelle schafft.

Herzliche und weiterhin zuversichtliche Grüße
Cynthia Philebrunn


08.01.2026, 03:40

Ich wünsche Euch ein frohes Neues Jahr, liebe Interessierte und Mitzeichnende!

539 Stimmen!

Ein ganz großes Dankeschön an alle, die unser gemeinsames Anliegen unterstützen!

Wir sind mit unserer Petition ein gutes Stück weitergekommen. Das Quorum wurde kurz vor Weihnachten erreicht und vor zwei Tagen sind unsere StadtvertreterInnen von OpenPetition zur Stellungsnahme eingeladen worden. Die ersten Stellungnahmen sind auch direkt eingetroffen, was mich sehr freut. Wir dürfen gespannt sein, wie sich dieser Bereich zur Transparenz des Meinungsbildes unserer gewählten PolitikerInnen entwickeln wird.

Schon in Kürze werden wir einen nächsten Schritt gehen:

Am 09.01.2026 werden wir dem Bürgermeister und voraussichtlich auch dem Bürgervorsteher die bis dahin gesammelten Stimmen unter Beisein der Presse übergeben. Das ist jedoch nicht das Ende der Sammelphase! Wir bleiben dran. Es lohnt sich also, die Petition weiterhin zu teilen, damit die Politik davon Kenntnis nimmt, dass weiter Energie in der Sache ist.

Die Politik wird sich, Dank Eurer Unterstützung, erneut des Themas annehmen müssen.

Grüne und SPD haben in der letzten Sitzung des Hauptausschusses den Antrag gestellt, die Hauptamtlichkeit wiederherzustellen. Der Antrag wurde vertagt, da die Fraktionen aufgrund unserer Petition neu beraten wollen.

Am 12.01.2026 treffen sich Fraktionsvorsitzende und Bürgermeister.
Am 14.01.2026 ist wieder Sitzung der Stadtvertretung (mit Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner)

Vorher jedoch ist am Sonntag, den 11.01.2026 von 11 bis 13 Uhr das Neujahrstreffen auf dem Marktplatz. Bürgermeister und StadtvertreterInnen werden dort anwesend sein und stehen für Gespräche zur Verfügung. Eine gute Gelegenheit, unser Anliegen hier auch noch einmal persönlich zu übermitteln und Fragen zu stellen. Ich lade Euch herzlich dazu ein, hier auch persönlich in Kontakt zu gehen. Wir, vom Arbeitskreis Gleichstellungsbeauftragte, werden auf jeden Fall dort sein!

In den nächsten Tagen werde ich hier unter den Neuigkeiten einige der häufigsten Irrtümer über Gleichstellungsarbeit, wie wir sie von PolitikerInnen aus Glückstadt im Laufe der letzten anderthalb Jahre gehört haben, unter die Lupe nehmen. Vielleicht können wir damit auch die ein oder andere Lücke in Verständnis, was Gleichstellungsarbeit bedeutet, was eben aber auch nicht, schließen.

Für heute schließe ich die Neuigkeiten mit einen Vorwort des Amtsdirektors Hrn. Sommerkorn zum 10. Tätigkeitsbericht der hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten des Amts Hohe-Elb-Geest:

"Vor zehn Jahren…
… nahm N. St. als erste hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte im Amt Hohe Elbgeest Ihre Tätigkeit auf. Eine bewusste Entscheidung des Amtes Hohe Elbgeest zur Hauptamtlichkeit, denn: Auf dem Weg in eine nicht nur geschlechtergerechtere Gesellschaft kommt den Gemeinden eine wichtige Vorbildfunktion zu. Sie müssen den Wandel vorleben und die Bedingungen dafür schaffen, dass Gleichberechtigung im Alltag gelebt werden kann. Dies ist in ehrenamtlicher Funktion kaum leistbar.

In den vergangenen zehn Jahren sind die Arbeits- und Lebensbedingungen immer dynamischer geworden, der Veränderungsdruck auch auf die Amtsverwaltung und auf die Gemeinden nimmt stetig zu. Hierdurch hat sich auch der Anspruch an die Gleichstellungsarbeit stark verändert. Sie ist mehr als nur die Chancengleichheit von Frauen gegenüber Männern. Sie ist auch mehr als eine gesetzliche Verpflichtung oder eine moralische bzw. ethische Notwendigkeit: Die Gleichstellung steht ganzheitlich für die zunehmende Vielfalt und Toleranz in unserer schnelllebigen Gesellschaft.
..."


06.01.2026, 06:14

openPetition hat heute von den gewählten Vertretern im Parlament Stadtvertretung eine persönliche Stellungnahme angefordert.
Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
www.openpetition.de/petition/stellungnahme/gleichstellungsarbeit-in-glueckstadt-muss-wieder-hauptamtlich-werden

Warum fragen wir das Parlament?

Jedem Mitglied des Parlaments wird hiermit die Möglichkeit gegeben, sich direkt an seine Bürger und Bürgerinnen zu wenden. Aufgrund der relevanten Anzahl an engagierten und betroffenen Bürgern aus einer Region, steht das jeweilige Parlament als repräsentative Instanz in einer politischen Verantwortung und kann durch Stellungnahme zu einem offenen Entscheidungsfindungsprozess beitragen.
Öffentliche Stellungnahmen des Parlaments ergänzen das geordnete Verfahren der Petitionsausschüsse der Länder und des Bundestags. Sie sind ein Bekenntnis zu einem transparenten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Bürgern.

Was können Sie tun?

Bleiben Sie auf dem Laufenden, verfolgen Sie in den nächsten Tagen die eintreffenden Stellungnahmen.
Sie haben die Möglichkeit, einen der gewählten Vertreter zu kontaktieren? Sprechen Sie ihn oder sie auf die vorhandene oder noch fehlende Stellungnahme an.
Unterstützen Sie unsere gemeinnützige Organisation, um den Bürger-Politik-Dialog langfristig zu verbessern. openPetition finanziert sich überwiegend aus Kleinspenden unserer Nutzer.


28.11.2025, 08:03

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition!

Diese Woche hat unsere Petition ein gutes Stück weiter gebracht. Im Rahmen der Live-Veranstaltung zu den Orange Days am 25.11.2025 vor der Glückstädter Kirche sind viele Unterschriften auf Papierlisten zusammengekommen. Stand heute haben wir damit zwei Drittel des Quorums erreicht. Insgesamt sind wir bei 322 Gesamtstimmen, ein wirklich toller Erfolg bisher. Damit wir diesen frischen Wind weiter nutzen, liegen nun auch Unterschriftenlisten an den folgenden Orten in Glückstadt aus:

Bücherstube (Am Fleth 30)
Familienzentrum und Familienbildungsstätte (Am Burggraben 1)
Königskoppel (Molenkiekergang 2)
Tabakbörse (Große Kremper Straße 17)
Sozialkaufhaus (Königsberger Straße 25a)

Bitte gebt diese Info gern weiter und teilt auch die Online-Petition weiterhin, damit wir das Quorum schnellstmöglich erreichen und unsere StadtvertreterInnen zur persönlichen Stellungsnahme auffordern können.

Danke für Euer Engagement!



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