• Petition in Zeichnung - Neues zum Juister Bahnhof

    at 30 Jul 2019 22:48

    Liebe UnterstützerInnen der Petition zum Juister Bahnhof,

    es gibt viel Neues zu berichten — und damit das übersichtlich bleibt, haben wir eine Webseite aufgebaut. Sie ist unter juister-bahnhof.de zu finden. Es reicht fast schon, dort einfach ein wenig zu stöbern, aber ich will die wichtigsten fünf Punkte hier in aller Kürze für Sie zusammenfassen — von ernsthaften Dingen bis zu entspannenden:

    1. Der Juister Bürgermeister Dr. Tjark Goerges hat sich Ende Mai in einer Stellungnahme zu den Abrissplänen geäussert. Für ihn ist der Abriss offenbar alternativlos. Belastbare Gründe nennt er dafür allerdings nicht. Sie können sein Schreiben (und die des Juisters Reiner Behrends) unter dem Menüpunkt „Nachlesen“ auf der oben genannten Webseite finden.

    2. Wenige Wochen nach Goerges' Stellungnahme liess die Frisia verlauten, dass der Juister Bahnhof wohl erhalten bleiben wird. Der Hintergrund ist eine nicht zugesagte Förderung des geplanten Neubaus durch das Land Niedersachsen. Den Zeitungsartikel der Ostfriesen-Zeitung lesen Sie online — auch unter „Nachlesen“.

    3. Es geht tatsächlich um Millionen — und nicht um wenige. Auch auf Juist formieren sich Insulaner, die den alten Bahnhof gerne durch einen grossen Funktionsbau ersetzt haben möchten. Deshalb nehme ich beruhigende Aussagen der Bahnhofsgegner nicht besonders ernst. Der Abriss ist sicher nicht vom Tisch.

    4. Das liest sich alles beunruhigend, oder? Deshalb habe ich dazu einen Kommentar geschrieben, zu finden unter der Überschrift „Umdenken?“. Die Klickzahlen für diesen Artikel sind immens: mehr als 1.000 in 24 Stunden.

    5. Wer nach so viel Ernsthaftigkeit ein wenig Entspannung benötigt, die oder der sollte den Menüpunkt „Geschichten“ aufsuchen. Das könnte sich lohnen: Es sind Juister Bahnhofsgeschichten!

    Alles Weitere finden Sie von selbst unter juister-bahnhof.de

    Die Petition läuft noch vier Wochen und alle UnterstützerInnen hoffen nochmal auf einen zusätzlichen Schub. Wenn Sie also helfen wollen: Verbreiten Sie das Anliegen und den Link zur Petition für den Erhalt des historischen Juister Bahnhofs.

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung,

    Ihr Frank Jermann

  • Freundeskreis Juister Bahnhof gegründet

    at 16 Jul 2019 20:36

    Nach all den Monaten hat sich nun ein „Freundeskreis Juister Bahnhof“ etabliert — eine Gruppe von engagierten Menschen, die sich aktiv (!) für den Erhalt des historischen Juister Bahnhofs einsetzen. Es ist beeindruckend, dass und wie sich Menschen aus der ganzen Republik dafür stark machen, damit dieses Wahrzeichen und ortsbildprägende Gebäude der Insel Juist erhalten bleibt.

    Eine der Aufgaben des Freundeskreises ist es, auf einer eigenen Website zu dokumentieren und zu informieren. Schauen Sie mal vorbei unter:

    juister-bahnhof.de/

    Es ist dem Einsatz einiger Mitglieder dieses Freundeskreises zu verdanken, dass die Petition noch einmal richtig Schwung bekommen hat. Wenn Sie konkrete Ideen und Kapazitäten zur Umsetzung haben, dann sind Sie herzlich eingeladen, sich im Freundeskreis zu engagieren. Melden Sie sich über die Kontaktseite auf juister-bahnhof.de.

    Die Petition läuft noch zirka einen Monat — nutzen wir die letzten Tage!

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung,

    Frank Jermann

  • Kein Denkmal!?

    at 12 Jun 2019 14:47

    Es sickerte in den letzten Tagen durch: Der Juister Bahnhof wird nicht unter Denkmalschutz gestellt. Eine schriftliche Begründung der Behörde ist bisher nicht bekannt. Bekannt wurde lediglich, dass der Bahnhof zu sehr verändert wurde, um einen Denkmalstatus zu rechtfertigen.

    Diesem Punkt muss man zustimmen: Der Bahnhof ist tatsächlich verändert worden — und zwar nicht zu seinem Vorteil. Der hässliche Anbau an der Westseite ist nur ein Beispiel. Auch der Eingangsbereich wurde mit einer rein zweckmässigen Front ohne Gespür für Altes oder gar die ehemalige Funktionalität verunstaltet — das vergleichende Bild in diesem Beitrag belegt dies.

    Nun, es wird sicher niemanden geben, der diese Entscheidung der Denkmalbehörde anfechten wird — falls das überhaupt möglich ist. Für die Frisia und die Befürworter des Abrisses sind es also gute Nachrichten, die da so langsam von der Behörde an die Öffentlichkeit durchsickern.

    Allerdings muss man — aus heutiger Sicht und hinsichtlich des Denkmalstatus' bedauerlicherweise zu spät — festhalten, dass die Grundlage für die jetzige Situation bereits vor langer Zeit geschaffen wurde. Man hat den Bahnhof seit seiner Schliessung weder pfleglich noch angemessen behandelt. Und mit „man“ meine ich sowohl die Eigentümerin als auch die Gemeinde.

    Dass eine Vernachlässigung eines Bauwerks irgendwann die Grundlage für einen Abriss werden kann, das ist generell nichts Neues: Immer wieder versuchen Eigentümer, sich auf diese Art ihrer angeblichen „Lasten“ zu entledigen. Wenn dann der Bürgermeister Tjark Goerges noch faktenlos schwadroniert, dass „nur ein Neubau Sinn macht“, dann ahnt man, wem es worum geht und wo die Allianzen liegen.

    Letztlich ist die Ablehnung des Denkmalamts, den Bahnhof unter Denkmalschutz zu stellen, ein Mahnmal dafür, was passiert, wenn wir nicht aufpassen. Die Geschicke der Insel Juist und die alten Bauten den wirtschaftlich Interessierten zu überlassen, das führt zu all den unpassenden (um das Wort „hässlich“ zu vermeiden) Neubauten, die auf Juist immer mehr für Unbill sorgen.

    Es wird den Juistern auf die Füsse fallen, was sie da seit Jahren aufgrund eines zweifelhaften „Fortschritts“ verscherbeln: ihre Identität.

    Wir haben noch zwei Monate Zeit, uns für die Petition zum Erhalt des Bahnhofs einzusetzen. Machen wir das jetzt — denn es wird bereits kolportiert, dass der Bahnhof im Herbst abgerissen werden wird. Was weg ist, ist weg. Und im nächsten Jahr wird es aller Voraussicht nach zu spät sein, um den Bahnhof zumindest in der jetzigen Form zu erhalten.

    Machen Sie also bitte nochmal mit und bewerben Sie diese Petition noch heute — am Besten gleich und jetzt.

    Vielen Dank,

    Frank Jermann

  • Tag des offenen Denkmals

    at 19 Mar 2019 23:00

    Am 8. September 2019 ist wieder der Tag des offenen Denkmals. Dieser besondere Tag, der europaweit begangen wird, steht dieses Jahr unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“.

    Ob dann der Abriss des alten Juister Bahnhofs bereits beschlossen sein wird? Ob das historische Gebäude einem „modernen“ weichen muss?

    Immer wieder war es in der Geschichte so, dass Altes dem Modernen weichen musste. Diese Binsenweisheit wird auch in der Diskussion um den Juister Bahnhof gerne mal herausgekramt.

    Allerdings muss man auch feststellen, dass der Abriss alter Bauten in vielen Fällen später bedauert wurde. Die Einsicht kam in diesen Fällen zu spät. Auch auf Juist gibt's diese Fälle — aber besonders offen geht man auf der Insel mit dem Verlust und dem, was „gewonnen“ wurde, nicht um.

    Man muss klar erkennen, dass es ohne den Erhalt alter Bauten keinen Tag des offenen Denkmals geben könnte. Wäre das denn ein Verlust? Ja, ganz sicher, denn ohne die Kenntnis unserer und das Bewusstsein um unsere Vergangenheit, müssten wir immer wieder bei Null anfangen — anstatt aus der Erfahrung zu lernen.

    Unser kulturelles und gesellschaftliches Erbe ist also wichtig. Es stünde der Gemeinde Juist gut an, diesen Gedanken aufzugreifen und zu leben.

    Ein guter Schritt dazu wäre es, den Rest des historischen Juister Bahnhofs zu erhalten.Ein richtig toller Schritt wäre es, sich um den Status eines Kulturdenkmals für den Bahnhof zu bemühen.

    Um darauf hin zu wirken, müssen wir aber vermutlich diese Petition noch ein ganzes Stück beeindruckender gestalten. Deshalb meine Bitte: Überlegen Sie noch einmal, wen Sie vielleicht als UnterstützerIn anschreiben könnten. Die 1000er-Grenze an UnterzeichnerInnen sollten wir nicht erst Ende April erreichen, finde ich.

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung von

    Frank Jermann

  • Artikel in „moderneREGIONAL“

    at 31 Jan 2019 17:07

    Das Online-Magazin moderneREGIONAL kümmert sich um um die Baukunst des 20. Jahrhunderts. Jetzt erschien dort ein Artikel über den abrissgefährdeten Juister Bahnhof mit Verweis auf die Petition.

    „Für Generationen von Urlaubern hatte die Sehnsucht ein Ziel: den Bahnhof der ostfriesischen Insel Juist. Die Züge sind schon seit über 30 Jahren verschwunden, doch die Erinnerung und der Bahnhof sind geblieben. So ist es kaum verwunderlich, dass sich der 1938 eingeweihte Bau mit dem markanten Uhrenturm als äußerst identitätsstiftend erwiesen hat, und das deutschlandweit!“

    Lesen Sie den ganzen Artikel:

    www.moderne-regional.de/rettet-den-inselbahnhof/

  • Artikel zur bauhistorischen Bedeutung des Juister Bahnhofs

    at 16 Jan 2019 11:31

    In einer dankenswerterweise aufgesetzten Webseite zum historischen Juister Bahnhof wurde ein Gastbeitrag zur bauhistorischen Bedeutung des Bahnhofsgebäudes veröffentlicht. Was Ulrich Gietzen dort zusammengetragen hat, ist lesenswert — und bestätigt, dass der Bahnhof erhalten bleiben muss.

    www.rettet-den-juister-bahnhof.de/bauhistorische-bedeutung/?fbclid=IwAR1Mbs8H77bUcGK919Eg4HW0miFVnApblwZ5KKdS4sPf6To6MJCKt9r4DWQ

  • Petition bei Facebook

    at 30 Oct 2018 22:55

    Natürlich hinterlässt die Petition zum Erhalt dess historischen Bahnhofs auch Spuren in den sozialen Netzwerken. Bei Facebook wurde hierzu vor einiger Zeit eine geschlossene Gruppe gegründet.

    Dort kann man sich an Diskussionen zum Thema beteiligen und manch interessante Hintergrundinformation mitbekommen. Auch einige Juister beteiligen sich.

    Hier ist der Link: www.facebook.com/groups/227258117970447/

    Um sich für die Gruppe anzumelden muss man natürlich einen Facebook-Account haben.

  • Änderungen an der Petition

    at 28 Aug 2018 12:17

    Formatierung


    Neuer Petitionstext: **Der historische Juister Bahnhof muss erhalten bleiben.**
    Er ist das letzte Relikt der über hundertjährigen Geschichte der abgeschafften Inselbahn. Hunderttausende BesucherInnen setzten hier den ersten Fuß auf die Insel. Das heute 82-jährige Gebäude ist ortsbildprägend und ein wesentlicher Bestandteil der Inselgeschichte. Eine nochmalige Veränderung des Bahnhofs wäre ein schwerwiegender Verlust seiner Identität. Ein Abriss wäre ein **unwiederbringlicher** *unwiederbringlicher* Verlust.
    Das Ortsbild von Juist darf nicht noch weiter in eine beliebige Austauschbarkeit abgleiten. Vielmehr muss der besondere Charakter der Insel bewahrt werden. Deshalb fordern wir die Gemeinde Juist auf, den Erhalt des Bahnhofs sicherzustellen.


    Neue Begründung: *A. Warum lohnt es, den historischen Bahnhof zu erhalten?*
    Nun, er ist einzigartig für Juist, denn das Gebäude ist das letzte Zeugnis der bedauerlicherweise aufgegebenen Inselbahn im Dorf. Mit dem Verzicht auf diese Bahn ging nicht nur ein historisches „Stück Juist“ verloren, der Ersatz war die nüchterne und banale Hafenanlage.
    *B. Und nun soll möglicherweise der Bahnhof sein Gesicht verlieren oder ganz verschwinden?*
    Es wäre tatsächlich kein Einzelfall: Auf Juist gehen immer mehr typische Bauten verloren. Statt historischen Charme zu pflegen werden immer mehr gesichtslose und austauschbare Gebäude errichtet. Damit verspielt Juist seit Jahren seine Einzigartigkeit. Dem wollen wir entgegen treten und die Entscheider ermutigen, einen verantwortungsvollen Umgang mit unserem historischen Erbe zu pflegen – zum Nutzen der Juister und der Besucher.
    *C. Zählen wirklich nur wirtschaftliche Aspekte?*
    Teuer, unrentabel und sogar baufällig sei das Gebäude, so heißt es in mancher Diskussion. Wirtschaftliche Gründe werden vorgetragen. An keiner Stelle ist von der gesellschaftlichen Relevanz die Rede, die unser Grundgesetz ausdrücklich vorsieht: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“
    Darf man ein historisches Gebäude mit einer herausragenden Bedeutung für die Geschichte einer Gemeinde diesem Grundsatz entziehen und lediglich die Rentabilität betrachten? Natürlich darf man das nicht – und es liegt zweifellos in der Verantwortung der Eigentümerin und der Gemeinde, sich für den Erhalt dieses Bahnhofs und die Bewahrung des historischen Erbes einzusetzen.
    „Argumentationen“, wie sie bereits jetzt zu hören sind, dass sich der Erhalt des Gebäudes nicht lohne, da eine Instandsetzung und Ertüchtigung für heutige Ansprüche „zu teuer“ seien, sind erfahrungsgemäß oft vorgeschobene Schutzbehauptungen. Fakt ist, dass bei einer **realistischen** *realistischen* Berechnung der Erhalt eines alten Gebäudes in sehr vielen Fällen günstiger kommt, als ein Abriss und Neubau. Dafür ist besonders die Nachhaltigkeit zu betrachten.
    *D. Nachhaltigkeit – ist das nicht im Sinne der Beteiligten?*
    Wenn der Gedanke der Nachhaltigkeit **nicht** *nicht* außer Acht gelassen wird, werden sich völlig andere Ergebnisse bei der Berechnung der Kosten des Erhalts gegenüber einem möglichen Abriss und Neubau ergeben. Die Triebfeder für gegenteilige Behauptungen ist nur allzu häufig die Vorstellung, dass man auf einer grünen Wiese einen viel praktischeren Neubau errichten könnte.
    Juists Bürgermeister Tjark Görges liess verlauten, dass der Grund für die Überlegungen zur Veränderung oder zum Abriss „der Wunsch des Nationalparkhauses sich zu vergrößern“ sei. Das ist kaum zu glauben, denn Nachhaltigkeit sollte dem Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ein ureigenstes Anliegen sein. Die Gemeinde Juist wirbt ebenfalls mächtig und gerne mit dem Schlagwort der Nachhaltigkeit. Nehmen wir sie beim Wort!
    Ist es also nachhaltig, wenn man ein bestehendes Gebäude abreißt und ersetzt? Was ist mit der Energie, die bereits in dem bestehenden Gebäude steckt? Was ist mit der Energie für den Abriss, der Entsorgung des Bauschutts? Ist es vernünftig in einer Zeit, in der der weitaus größte Teil unserer Abfälle Bauschutt ist, ohne Not weiteren Bauschutt zu produzieren?
    Nein, weder unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit noch unter finanziellen Gründen ist einem Abriss des Bahnhofs zuzustimmen. Deshalb lehnen wir einen Abriss ab.
    *E. Dann doch lieber an- und umbauen?*
    Auch eine Umgestaltung der Gebäudehülle hätte negative Auswirkungen auf das Bauwerk, dem damit immer mehr der Eindruck seiner **eigentlichen** *eigentlichen* Bestimmung genommen würde. Wenn wir die kulturellen und gesellschaftlichen Spuren unserer Vorfahren beseitigen, dann verlieren wir etwas sehr Wichtiges: unsere Identität.
    **So exponierte Bauwerke wie der Juister Bahnhof sind es wert, erhalten zu bleiben, damit auch weitere Generationen Zeugnisse haben von dem was war.**
    Die Entwicklung Juists zu einem Reiseziel von mindestens nationaler Bedeutung war eng verknüpft mit dem Bahnverkehr auf der Insel für mehr als 120 Jahre. Das Verwischen von so gut wie allen Spuren dieser Epoche kann nicht gut geheißen werden.


Help us to strengthen citizen participation. We want your petition to get attention and stay independent.

Donate now