Region: Augsburg
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Keine Kürzungen auf den Buslinien 500/501/506/641 etc. im Landkreis Augsburg

Petition is addressed to
Landrat Martin Sailer

573 Signatures

23 %
484 from 2,100 for quorum in Augsburg Augsburg

573 Signatures

23 %
484 from 2,100 for quorum in Augsburg Augsburg
  1. Launched 23/06/2026
  2. Time remaining > 5 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
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News


07/05/2026, 13:37

Weitere Links und Erklärungen zu den Ausschreibungsunterlagen ergänzt. Forderungen konkretisiert und erweitert.


Neuer Petitionstext:

Der Landkreis Augsburg kürzt den ÖPNV ab Ende 2026 und den folgenden Jahren massiv.

Kurz gesagt für Neusäß:
Nach 21 Uhr Mo-Do und nach 18 Uhr am Wochenende wird uns außer dem Regionalzug gar kein ÖPNV Angebot mehr zur Verfügung stehen. Außerdem werden einzelne Linien komplett gestrichen.

Kurz gesagt für Leitershofen/Deuringen:
Es wird Mo-Fr nach 21 Uhr und am Wochenende bereits ab 18 Uhr!!! gar kein ÖPNV Angebot mehr zur Verfügung stehen.

Kurz gesagt für Steppach:
Es ist mit massiven Kürzungen zu rechnen.

Kurz gesagt für Westheim/Schlipsheim/Hainhofen:
Es droht die komplette Abhängung und ausschließliche Bedienung durch das AktiVVo was am Wochenende nur von 8-18 Uhr zur Verfügung steht. (genaueres noch nicht bekannt)


Ein katastrophales Beispiel bei der Linie 500/501 (Augsburg-Neusäß-Aystetten-Welden), wird die komplette Abschaffung des Sonntagsverkehrs sein. Außerdem werden von Mo-Do die Busse ab 21 Uhr komplett gestrichen, am Samstag sogar schon ab 18 Uhr.
Außerdem soll im Abschnitt Augsburg-Aystetten der 15 Min Takt zur Hauptverkehrszeit auf einen 30 Min Takt reduziert werden. Der momentane 30 Min Takt am Vormittag soll auf einen ein Stundentakt gekürzt werden. Am Samstag und an Werktagen vormittags wird außerdem Ottmarshausen und der Schmutterpark gar nicht mehr bedient. Das alles wird zum Dezember 2026 in Kraft treten.

Es werden auch einzelne Linien komplett gestrichen:

  • Die Linie 503 (Augsburg-Westheim-Hainhofen-Schlipsheim) droht komplett gestrichen zu werden.
  • Bei der Linie 512 (Steppach-Neusäß-Täfertingen-Gersthofen) bleiben nur die Schülerfahrten.
  • Bei der Linie 641 (Pfersee-Leitershofen-Stadtbergen-Deuringen-Steppach-A West) wird der Abschnitt Pfersee-Deuringen auf einen Stundentakt reduziert und der Wochenendverkehr komplett gestrichen.


Auf der Linie 506 (Augsburg-Steppach-Biburg-Horgau-Zusmarshausen) und auch vielen weiteren Buslinien ist vermutlich ähnliches geplant. Allerdings werden diese Informationen bisher unter Verschluss gehalten.

Als neue Alternative wird uns zwar das On-Demand-Angebot AktiVVo zur Verfügung stehen, welches es bereits im Süden und im Holzwinkel des Landkreises gibt. Diese wird die Städte Neusäß, Stadtbergen und Gersthofen abdecken und kann ähnlich wie das swaxi über eine App gebucht werden, aber zum normalen AVV-Tarif.
Allerdings sind die Bedienzeiten bei uns deutlich knapper als im Süden geplant. Das AktiVVo wird Mo-Fr nur bis 21 Uhr zur Verfügung stehen. Am Wochenende nur von 8 - 18 Uhr. Außerdem muss dieser in der Regel eine Stunde vorher angefordert werden.

Mit diesen Kürzungen bleibt der Landkreis Augsburg deutlich hinter seinen eigenen Zielen und auch denen des Nahverkehrsplans zurück.

Ich bitte die Mitglieder des Kreistags, Herr Landrat Martin Sailer, Herr Bürgermeister Richard Greiner, Herr Bürgermeister Paulus Metz und die Stadträte von Neusäß und Stadtbergen:

  • Der Landkreis sollte die Bedienzeiten desaller geplanten AktiVVoAktiVVos täglich mindestens bis Mitternacht ausweiten. Sowie am Wochenende bereits um 6 Uhr beginnen. (vgl. Landkreissüden)
  • Der Landkreis sollte von einer Streichung des Sonntagsverkehrs absehen.
  • Der 30-Min-Takt auf den Linien 500 und 506 sollte auf das Samstag und Sonntag ausgeweitet werden
  • Der Abendverkehr auf den starken Linien 500, 501, 506 sollte bestehen bleiben und auf einen Halbstundentakt verdichtet werden.
  • Prüfung ob durch Brechung der Linie 500 an geeigneten Umstiegspunkten (bspw. an der Uniklinik) derdiese TaktZiele beibehalten oder sogar verbesserterreicht werden könnte.können
  • Bereitstellung von umfangreichen und frühzeitigen Informationen zu künftigen Bedienkonzepte an Fahrgäste und Bürger




Nähere Infos, sowie der künftige Fahrplan sind hier nachzulesen:
www.avv-augsburg.de/der-avv/ausschreibungen/linienbuendel-holzwinkel (500/501)
-> zum Verständnis die Linien 500 und 501 werden zur Linie 500 zusammengelegt
www.avv-augsburg.de/der-avv/ausschreibungen/linienbuendel-wertach-02 (ab Dezember 2027: 512, 641)
www.avv-augsburg.de/der-avv/ausschreibungen/aktivvo-nordwest-1 (Neusäß/Stadtbergen usw.)
www.avv-augsburg.de/der-avv/ausschreibungen/aktivvo-nordwest (Holzwinkel, Zusmarshausen, nördlicher Landkreis usw.)
Das Linienbündel Zusam (503, 506, 507, 601 usw.) soll zum Dezember 2028 neu vergeben werden. Informationen zu dieser Ausschreibung sind allerdings bisher noch nicht veröffentlicht.



Neue Begründung:

Ich rechne damit, dass man nach diesen drastischen Kürzungen die Nachfrage auf der Linie 500 etc. überhaupt nicht mehr bewältigen kann. Da nicht mehr Gelenkbusse als heute zum Einsatz kommen werden, ist mit stark überfüllten Bussen zu rechnen. Senioren, Eltern mit Kinderwagen und Gehbehinderte werden Schwierigkeiten haben einen Platz zu finden bzw. kommen erst gar nicht hinein. Außerdem geht dies stark auf Kosten der Flexibilität und spontane Fahrten werden erschwert.

Alle diese Maßnahmen werden einen Teufelskreis nach sich ziehen, der uns (die Fahrgäste) nachhaltig vom ÖPNV wegtreibt und die Mobilität für viele stark erschweren bzw. verteuern wird.
Es muss z. B. auf teurere Fahrdienste (Taxi, Uber, …) ausgewichen werden.
Wie kommt ein Schichtarbeiter so noch in die Arbeit? Und wie kommt man vom Wochenendausflug nach Hause?
Bitte denken Sie auch an Menschen, die sich kein Auto leisten können oder aus gesundheitlichen Gründen kein Auto oder Fahrrad fahren können, diese müssten teils aufs Taxi umsteigen. Für viele Menschen ist das kostenmäßig nicht darstellbar,stemmbar, diese werden von ihrer Mobilität abgehängt.


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 435 (360 in Landkreis Augsburg)


07/05/2026, 13:24

Ich bin 23 Jahre alt und setze mich seit etwa 6 Jahren für umweltfreundliche Mobilität ein.

Wir haben hier in Neusäß mit der Linie 500/501 eine gut funktionierende Buslinie. Diese Linie bietet bisher ein gutes Grundangebot für Fahrten innerhalb von Neusäß oder nach Augsburg rein.
Durch die kommenden Einschränkungen in Form der Abschaffung des Sonntags- und Abendverkehrs, wird diese Linie deutlich unattraktiver.

Ein gutes ÖPNV-Angebot zeichnet sich dadurch aus, dass die Linien im einem attraktiven und überhaupt in einem Takt fahren. Außerdem müssen auch zu Randzeiten Fahrtmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wenn man weiß man kommt bereits am frühem Abend nicht mehr heim und müsste sich zeitlich stark beschränken, dann ist der ÖPNV das genaue Gegenteil von attraktiv.
Beim ÖPNV gilt immer das Prinzip: Die Fahrgäste kommen erst, wenn das Angebot gut ist.
Unser Busnetz im Augsburger Land hat das Problem, es ist zu sternförmig auf die Stadt Augsburg ausgerichtet. Fahrten zwischen zwei benachbarten Orten sind häufig nicht möglich, ein On Demand Angebot ist hierfür ein guter Schritt in die richtige Richtung. Um dieses zu finanzieren, kürzt man aber bei den gut funktionierenden starken Linien. Das ist ein großer Fehler, es muss beides geben.

Es muss unbedingt mehr Geld von Freistaat und Bund für den ÖPNV geben, aber auch Vor Ort in den Kommunen darf man sich nicht davor drücken, mehr zur Finanzierung beizutragen.

Für wirklich ländliche Regionen ist ein On Demand Angebot, wie im AVV das AktiVVo ein gutes Angebot. 
Allerdings macht dieses bereits von Anfang an keinen Sinn, wenn man am Wochenende spätestens um 18 Uhr und unter der Woche um 21 Uhr zu Hause sein muss. Es muss auch nach diesen Uhrzeiten noch ein ÖPNV Angebot geben.

ÖPNV wird in Deutschland und Bayern ja häufig mehr wie ein nettes Gutzle gesehen und nicht wie grundlegend wichtige Infrastruktur. Genauso wird es auch finanziert. Dass man so, vorallem auf dem Land, keine attraktiven Verbindungen finanzieren kann, ist klar. (Das wäre nur mit einem größeren Umdenken möglich) 
Es ist mir allerdings vollkommen unverständlich, warum man hier bei uns nun überhaupt auf die Idee kommen konnte, eine gut genutzte Buslinie (500/501) so einzuschränken, dass am Ende womöglich nur die mitfahren werden, die keine andere Wahl haben.

Außerdem möchte ich mit der Petition warnen, wenn sich nichts ändert und wir uns nicht für den ÖPNV einsetzen, dann wird in den nächsten Jahren auf anderen Buslinien weiter gekürzt.


06/26/2026, 13:26

Liebe Unterstützende meiner Petition,

unser Anliegen muss in die politische Diskussion kommen.
Sprechen Sie also gerne Ihre Gemeinderäte, ihren Bürgermeister oder die Kreisräte an.

Bei einigen Linien sind die kommenden Einschränkungen noch nicht bekannt z. B. 503, 506, weitere Linien im Holzwinkel. Bitte Sie ihre Kommunalpolitiker Informationen beim Landkreis bzw. beim AVV einzuholen. Damit wir nicht am Ende vor vollendeten Tatsachen stehen und die Ausschreibung der Verkehrsverträge schon gestartet wurde.
Auch bei den Linien, bei welchen die Einschränkungen schon feststehen, ist dies wichtig, damit es noch zu Verbesserungen kommen kann.

Insbesondere die alternativlose Abschaffung der Abendverkehre stellt hier eine vollständige Abkopplung von jeglicher Teilhabe, vor allem für die schwächeren Menschen der Gesellschaft dar.
Es muss der Politik bewusst sein, was dieser Sparkurs für massive Einschränkungen in unserer aller Mobilität bringt.

Falls sie weitere Informationen benötigen können Sie sich gerne bei mir melden.
Ich danke Ihnen allen für die Unterstützung für unseren ÖPNV.


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