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Änderungen an der Petition
6 days ago -
Pressemitteilung
6 days agoIch bin 23 Jahre alt und setze mich seit etwa 6 Jahren für umweltfreundliche Mobilität ein.
Wir haben hier in Neusäß mit der Linie 500/501 eine gut funktionierende Buslinie. Diese Linie bietet bisher ein gutes Grundangebot für Fahrten innerhalb von Neusäß oder nach Augsburg rein.
Durch die kommenden Einschränkungen in Form der Abschaffung des Sonntags- und Abendverkehrs, wird diese Linie deutlich unattraktiver.Ein gutes ÖPNV-Angebot zeichnet sich dadurch aus, dass die Linien im einem attraktiven und überhaupt in einem Takt fahren. Außerdem müssen auch zu Randzeiten Fahrtmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Wenn man weiß man kommt bereits am frühem Abend nicht mehr heim und müsste sich zeitlich stark beschränken, dann ist der ÖPNV das genaue Gegenteil von attraktiv.
Beim ÖPNV gilt immer das Prinzip: Die Fahrgäste kommen erst, wenn das Angebot gut ist.
Unser Busnetz im Augsburger Land hat das Problem, es ist zu sternförmig auf die Stadt Augsburg ausgerichtet. Fahrten zwischen zwei benachbarten Orten sind häufig nicht möglich, ein On Demand Angebot ist hierfür ein guter Schritt in die richtige Richtung. Um dieses zu finanzieren, kürzt man aber bei den gut funktionierenden starken Linien. Das ist ein großer Fehler, es muss beides geben.Es muss unbedingt mehr Geld von Freistaat und Bund für den ÖPNV geben, aber auch Vor Ort in den Kommunen darf man sich nicht davor drücken, mehr zur Finanzierung beizutragen.
Für wirklich ländliche Regionen ist ein On Demand Angebot, wie im AVV das AktiVVo ein gutes Angebot.
Allerdings macht dieses bereits von Anfang an keinen Sinn, wenn man am Wochenende spätestens um 18 Uhr und unter der Woche um 21 Uhr zu Hause sein muss. Es muss auch nach diesen Uhrzeiten noch ein ÖPNV Angebot geben.ÖPNV wird in Deutschland und Bayern ja häufig mehr wie ein nettes Gutzle gesehen und nicht wie grundlegend wichtige Infrastruktur. Genauso wird es auch finanziert. Dass man so, vorallem auf dem Land, keine attraktiven Verbindungen finanzieren kann, ist klar. (Das wäre nur mit einem größeren Umdenken möglich)
Es ist mir allerdings vollkommen unverständlich, warum man hier bei uns nun überhaupt auf die Idee kommen konnte, eine gut genutzte Buslinie (500/501) so einzuschränken, dass am Ende womöglich nur die mitfahren werden, die keine andere Wahl haben.Außerdem möchte ich mit der Petition warnen, wenn sich nichts ändert und wir uns nicht für den ÖPNV einsetzen, dann wird in den nächsten Jahren auf anderen Buslinien weiter gekürzt.
Ich benutze die Linie 500/501 täglich - auch an Wochenenden, und eine derartig drastische Änderung würde vieles für mich schwieriger machen. Bereits jetzt ist es mit dem 2-Stunden-Takt am Sonntag schwierig, in die Stadt zu kommen und die Busse sind fast immer voll, weil viele auf die wenigen Busse angewiesen sind. Die Busse von einem ganzen Tag nur mit AktiVVo zu ersetzen, halte ich nicht für sinnvoll und generell ist es einfach ein Schritt in die falsche Richtung, wenn das Ziel doch eigentlich sein sollte, ÖPNV für alle zugänglich zu machen.