10.07.2026, 12:47
Liebe Unterstützerin,
lieber Unterstützer,
ich stoppe die Petition auf Bitten des Gesamtelternbeirates Aller Schulen der Stadt Ditzingen.
Grund hierfür ist, dass die Aussage des Caritas-Verbandes (namentlich Herr Julian Bach) bezüglich der Pläne einer Budgetkürzung im Bereich der Schulsozialarbeit durch die Stadt Ditzingen zwar korrekt ist, aber leider nicht den gesamten Sachverhalt darstellt.
Zu Eurer Info habe ich das Schreiben des Vorsitzenden des GEB, Herrn Mario Desens nachfolgend aufgeführt.
Mein Fazit ist, dass unsere Reaktionen auf die Sparpläne auch bei dem Gemeinderat angekommen sind und dort nicht einfach ignoriert wurden. Sollten sich die Sparbemühungen jedoch auch die Qualität und Quantität der den Kindern zur Verfügung stehenden Sozialarbeiter:innen negativ beeinflussen, werden wir wieder entsprechend reagieren.
Es freut mich, dass Ihr diese Petition so stark unterstützt habt und ich hoffe, dass Ihr die Entscheidung verstehen könnt.
Oliver Witt
Zitat:
Sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,
als Vorsitzender des Gesamtelternbeirat der Ditzinger Schulen möchte ich mich zu der aktuell entstandenen öffentlichen Diskussion rund um die Schulsozialarbeit an den Ditzinger Schulen äußern.
Zunächst möchte ich betonen, dass die Schulsozialarbeit aus Sicht der Eltern einen unverzichtbaren Bestandteil des schulischen Lebens darstellt. Die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter leisten täglich einen wichtigen Beitrag für unsere Kinder und Jugendlichen. Sie unterstützen bei Konflikten, persönlichen Herausforderungen, Präventionsarbeit und schaffen wichtige zusätzliche Ansprechmöglichkeiten innerhalb des Schulalltags.
Im Juni wurde ich in meiner Funktion als Vorsitzender des Gesamtelternbeirates der Ditzinger Schulen in einem Gespräch mit der Schulleitung des Gymnasiums Ditzingen darüber informiert, dass im Rahmen der Haushaltsplanungen der Stadt Ditzingen Einsparungen im Bereich der Schulsozialarbeit vorgesehen sein könnten. Da die Schulsozialarbeit aus Sicht der Elternschaft einen unverzichtbaren Beitrag für die Unterstützung unserer Kinder und Jugendlichen leistet, habe ich im Anschluss das Gespräch mit dem Träger der Schulsozialarbeit, der Caritas, gesucht, um die möglichen Auswirkungen besser einschätzen zu können.
Im weiteren Verlauf wurden die gewonnenen Informationen in den Elternbeiräten der Ditzinger Schulen thematisiert. Dabei entstand die gemeinsame Sorge, dass mögliche Einsparungen zu einer Reduzierung der für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung stehenden Schulsozialarbeit führen könnten. Aus dieser Sorge heraus entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit eine breite Diskussion, die auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurde.
Nach dem inzwischen erfolgten Austausch mit Vertretern der Stadt Ditzingen hat sich jedoch gezeigt, dass bislang noch keine Gespräche zwischen den Vertragspartnern – der Stadt Ditzingen und der Caritas – stattgefunden haben. Nach meinem heutigen Kenntnisstand handelt es sich aktuell um Planungsüberlegungen im Rahmen der Haushaltskonsolidierung. Konkrete Entscheidungen über Umfang, Ausgestaltung oder Auswirkungen auf die Schulsozialarbeit wurden demnach noch nicht getroffen.
Vor diesem Hintergrund mochte ich als Vorsitzender des Gesamtelternbeirats die entstandene Situation einordnen. Die öffentliche Diskussion hat sich schneller entwickelt, als es dem tatsächlichen Verhandlungsstand entsprach. Sollten dadurch Missverständnisse entstanden oder bei Mitgliedern des Gemeinderats der Eindruck entstanden sein, bereits feststehende Kürzungen stünden unmittelbar bevor, bedauere ich dies ausdrücklich.
Ich begrüße daher ausdrücklich den nun begonnenen Dialog zwischen den Beteiligten und vertraue darauf, dass gemeinsam tragfähige Lösungen gefunden werden können.
Für die bisherige offene Kommunikation bedank ich mich und stehe für einen konstruktiven Austausch jederzeit gerne zur Verfügung.
Mario Desens