• Änderungen an der Petition

    at 21 Jul 2020 21:54

    Es wurde ein Zitat geändert, da dieser bei der Einstellung nicht Komplett übernommen wurde.


    Neuer Petitionstext: Wir fordern Herrn Ministerpräsident Stephan Weil und die niedersächsische
    Landesregierung auf, das LNG-Terminal in Wilhelmshaven zu verhindern und keine
    direkten bzw. indirekten Landesmittel zur Verfügung zu stellen. **Wir wollen keine
    Vermarktung von Fracking-Gas über das Wilhelmshavener LNG-Terminal.** (LNG =
    Flüssigerdgas)
    In Deutschland sind drei stationäre LNG-Terminals geplant: in Stade, Brunbüttel
    und Wilhelmshaven. Der Bau von deutschen LNG-Terminals samt
    Anschlusspipelines wird zurzeit von der Mehrheit der Politik vorangetrieben, um die
    wirtschaftlichen Beziehungen mit den USA nicht zu gefährden und eventuelle
    Strafzölle auf Autos zu verhindern.
    In Wilhelmshaven möchte Uniper ein stationäres schwimmendes LNG-Anlandungsterminal bauen. Dafür soll die Vynova Löschbrücke in Richtung
    Jadefahrwasser um 100 m verlängert werden. Das LNG-Terminal wird mit einer
    Regasifizierungsanlage ausgestattet. Über eine neugebaute Pipeline, die ca. 30
    Kilometer lang werden soll, wird das Erdgas an die Erdgasleitung 'Netra'
    angeschlossen. Die Errichtungskosten liegen zwischen 500 – 850 Millionen Euro,
    diese werden zum Teil direkt auf den Gaskunden umgeschlagen und der Rest wird
    von der Bundesregierung gefördert.
    www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Projektinformation/Energiewende/191203_DUH_Lage_Terminal_Wilhelmshaven_final.pdf
    **Warum kein LNG-Terminal in Wilhelmshaven:**
    **#** LNG ist als fossiler Energieträger nicht mit dem Klimaziel 2035 vereinbar.
    **#** LNG ist keine Brückentechnologie, deshalb ist die Laufzeit des Terminals im
    Verhältnis zu seiner Nachhaltigkeit nicht gegeben.
    **#** Die vorhandenen LNG-Terminals des europäischen Binnenmarktes sind nur
    zu maximal 25% ausgelastet.
    **#** Freisetzung von Methan in die Umwelt bei der Förderung und auf dem
    gesamten Transportweg.
    **#** Gefährdung des artenreichen Biotops-Jade durch die Baumaßnahmen.
    (Quelle: Die Jade – Flusslandschaft am Jadebusen, ISBN 978-3-7308-1075-
    0)
    **#** Einbuße sozioökonomischer Strukturen für Naherholung und Tourismus. (z.B.
    Naherholungsgebiete um Hooksiel)
    **#** Es behindert und erschwert den Ausbau einer Entwicklungszone am
    Nationalpark (Biosphärenreservat)
    **#** Die extensive Fischerei und Muschelbauern werden massiv eingeschränkt
    **#** Verhindert die potenzielle Wiederansiedlung von Rote Liste-Arten (z.B.
    Sabelaria)
    (www.bfn.de/lrt/0316-typ1170.html)
    **#** Baumaßnahmen der Pipeline bringen Grundwassersenkungen und
    Bodenverdichtungen mit sich. Dies bedeutet Bodenverluste für Landwirte und
    Privatpersonen, sowie Eingriffe in geschützten Naturräumen.
    Die **Bürgerinitiative Klima-Allianz-NordSeeküste** kurz **„KANS“** (bi-kans.de/) ist
    gegen die LNG-Terminals in Wilhelmshaven, Stade und Brunsbüttel. Wir brauchen
    keinen Ausbau von fossilen Energieträgern und wir wollen kein Fracking-Gas über
    die LNG-Terminals bekommen.
    Wir wollen, dass die erneuerbaren Energien gefördert und ausgebaut werden (z.B.
    eine bessere Auslastung und Nutzung der vorhandenen Windkraft). Außerdem
    möchten wir keinen unnötigen Landschaftsverbrauch und keine Schädigung der
    touristischen Strukturen vor Ort.
    Durch den Bau des Jade-Weser-Ports sind viele Naherholungsgebiete weggefallen.
    Dadurch wurden Freizeitflächen (z.B. Strand, Campingplatz) verkleinert und
    verlagert. So werden die vorhandenen Flächen von immer mehr Leuten genutzt,
    durch diese intensive Nutzung ist die Vereinbarkeit von Naturschutz und
    Naturnutzung im Nationalpark nicht mehr gewährleistet.
    www.bfn.de/themen/tourismus-sport/tourismus/schutzgebiete.html
    Der Aufbau einer neuen Struktur für fossiles LNG wird sich bei Einhaltung der
    Klimaziele als überflüssig erweisen. Nach Auffassung energiewirtschaftlicher
    Institute besteht kein Bedarf für deutsche LNG-Terminals (ewi-research, Köln, Dr.
    Hecking);
    LNG-Terminals; der künftige Erdgasbedarf wird ohnehin immens überschätzt (DIW, Prof.
    Kemfert). Auch die Bundesnetzagentur sieht keinen weiteren Bedarf an zusätzlicher
    Einspeisung von Erdgas ins deutsche Erdgasnetz. Auch wenn die Niederlande ab
    2030 kein Erdgas mehr fördern wollen, sind die vorhandenen europäischen LNGTerminals nur zu maximal 25% ausgelastet. Das bestehende Rotterdamer Gate
    Terminal hatte im Zeitraum Januar 2012 – März 2019 eine Auslastungsquote von
    7%. Dabei zeigen uns zum Beispiel auch Firmen wie die Salzgitter AG, dass man
    mit 95% grünen Wasserstoff und 5% Erdgas, auf einen Großteil an fossilen
    Energieträgern bei der Eisenschmelze verzichten kann. (Hierbei ist zu berücksichtigen, dass bei der Produktion und bei dem An- und Abtransport, umweltschädigende Emissionen entstehen können.)

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 910 (451 in Niedersachsen)

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