Environment

Keine LNG-Terminals in Deutschland

Petition is directed to
Ministerpräsident Stephan-Peter Weil
1.381 Supporters 645 in Lower Saxony
13% from 5.000 for quorum
  1. Launched 02/07/2020
  2. Time remaining 5 months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Wir fordern Herrn Ministerpräsident Stephan Weil und die niedersächsische Landesregierung auf, das LNG-Terminal in Wilhelmshaven zu verhindern und keine direkten bzw. indirekten Landesmittel zur Verfügung zu stellen. Wir wollen keine Vermarktung von Fracking-Gas über das Wilhelmshavener LNG-Terminal. (LNG = Flüssigerdgas)

In Deutschland sind drei stationäre LNG-Terminals geplant: in Stade, Brunbüttel und Wilhelmshaven. Der Bau von deutschen LNG-Terminals samt Anschlusspipelines wird zurzeit von der Mehrheit der Politik vorangetrieben, um die wirtschaftlichen Beziehungen mit den USA nicht zu gefährden und eventuelle Strafzölle auf Autos zu verhindern.

In Wilhelmshaven möchte Uniper ein stationäres schwimmendes LNG-Anlandungsterminal bauen. Dafür soll die Vynova Löschbrücke in Richtung Jadefahrwasser um 100 m verlängert werden. Das LNG-Terminal wird mit einer Regasifizierungsanlage ausgestattet. Über eine neugebaute Pipeline, die ca. 30 Kilometer lang werden soll, wird das Erdgas an die Erdgasleitung 'Netra' angeschlossen. Die Errichtungskosten liegen zwischen 500 – 850 Millionen Euro, diese werden zum Teil direkt auf den Gaskunden umgeschlagen und der Rest wird von der Bundesregierung gefördert.

www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Projektinformation/Energiewende/191203_DUH_Lage_Terminal_Wilhelmshaven_final.pdf

Warum kein LNG-Terminal in Wilhelmshaven:

# LNG ist als fossiler Energieträger nicht mit dem Klimaziel 2035 vereinbar.

# LNG ist keine Brückentechnologie, deshalb ist die Laufzeit des Terminals im Verhältnis zu seiner Nachhaltigkeit nicht gegeben.

# Die vorhandenen LNG-Terminals des europäischen Binnenmarktes sind nur zu maximal 25% ausgelastet.

# Freisetzung von Methan in die Umwelt bei der Förderung und auf dem gesamten Transportweg.

# Gefährdung des artenreichen Biotops-Jade durch die Baumaßnahmen. (Quelle: Die Jade – Flusslandschaft am Jadebusen, ISBN 978-3-7308-1075- 0)

# Einbuße sozioökonomischer Strukturen für Naherholung und Tourismus. (z.B. Naherholungsgebiete um Hooksiel)

# Es behindert und erschwert den Ausbau einer Entwicklungszone am Nationalpark (Biosphärenreservat)

# Die extensive Fischerei und Muschelbauern werden massiv eingeschränkt

# Verhindert die potenzielle Wiederansiedlung von Rote Liste-Arten (z.B. Sabelaria) (www.bfn.de/lrt/0316-typ1170.html)

# Baumaßnahmen der Pipeline bringen Grundwassersenkungen und Bodenverdichtungen mit sich. Dies bedeutet Bodenverluste für Landwirte und Privatpersonen, sowie Eingriffe in geschützten Naturräumen.

Die Bürgerinitiative Klima-Allianz-NordSeeküste kurz „KANS“ (bi-kans.de/) ist gegen die LNG-Terminals in Wilhelmshaven, Stade und Brunsbüttel. Wir brauchen keinen Ausbau von fossilen Energieträgern und wir wollen kein Fracking-Gas über die LNG-Terminals bekommen.

Wir wollen, dass die erneuerbaren Energien gefördert und ausgebaut werden (z.B. eine bessere Auslastung und Nutzung der vorhandenen Windkraft). Außerdem möchten wir keinen unnötigen Landschaftsverbrauch und keine Schädigung der touristischen Strukturen vor Ort.

Durch den Bau des Jade-Weser-Ports sind viele Naherholungsgebiete weggefallen. Dadurch wurden Freizeitflächen (z.B. Strand, Campingplatz) verkleinert und verlagert. So werden die vorhandenen Flächen von immer mehr Leuten genutzt, durch diese intensive Nutzung ist die Vereinbarkeit von Naturschutz und Naturnutzung im Nationalpark nicht mehr gewährleistet. www.bfn.de/themen/tourismus-sport/tourismus/schutzgebiete.html

Der Aufbau einer neuen Struktur für fossiles LNG wird sich bei Einhaltung der Klimaziele als überflüssig erweisen. Nach Auffassung energiewirtschaftlicher Institute besteht kein Bedarf für deutsche LNG-Terminals; der künftige Erdgasbedarf wird ohnehin immens überschätzt (DIW, Prof. Kemfert). Auch die Bundesnetzagentur sieht keinen weiteren Bedarf an zusätzlicher Einspeisung von Erdgas ins deutsche Erdgasnetz. Auch wenn die Niederlande ab 2030 kein Erdgas mehr fördern wollen, sind die vorhandenen europäischen LNGTerminals nur zu maximal 25% ausgelastet. Das bestehende Rotterdamer Gate Terminal hatte im Zeitraum Januar 2012 – März 2019 eine Auslastungsquote von 7%. Dabei zeigen uns zum Beispiel auch Firmen wie die Salzgitter AG, dass man mit 95% grünen Wasserstoff und 5% Erdgas, auf einen Großteil an fossilen Energieträgern bei der Eisenschmelze verzichten kann. (Hierbei ist zu berücksichtigen, dass bei der Produktion und bei dem An- und Abtransport, umweltschädigende Emissionen entstehen können.)

Reason

Wir sind gegen die Steuerverschwendung. Es droht auf Basis der Energiecharta wie schon in anderen Fällen die Zahlung von Entschädigungen, wenn aus dem LNG-Import aus Klimaschutzgründen bald schon wieder ausgestiegen werden muss. Dies geht zu Lasten des Verbrauchers. Es wäre sinnvoller die Investitionen in regenerative Energien zu stecken, um die Energiewende für jeden Bürger sozialverträglich zu gestalten.

Die Förderung und der Transport von Fracking-Gas schadet Klima und Umwelt in besonderem Maße. Angefangen mit der Umweltzerstörung bei der Gewinnung in Kanada und den USA, bis hin zu der starken Klimaschädigung durch direktes Entweichen von Methan in die Atmosphäre bei Gewinnung und Transport. Dieses ist besonders schädlich, da beim Fracking 3x mehr Methan entweicht, als bei normal geförderten Erdgas (4%). Erdgas ist in seiner Klimabilanz 87x schädlicher als CO2. Außerdem entspricht der zusätzliche energetische Aufwand für Kühlung und Transport 25 % des Heizwertes des transportierten Erdgases!

Vor Ort leiden Landwirte und Grundbesitzer unter den Baumaßnahmen der Pipeline durch Grundwassersenkungen, Landverluste und Bodenverdichtungen.

Die Naturschutzflächen sowie das Weidegrünland sind wertvolle Habitate für Bodenbrüter und Zugvögel, aber auch für einige geschützte Singvogelarten sind die naturbelassenen Flächen sehr wichtig. Auf der Route der geplanten Pipeline liegen wertvolle Feuchtbiotope und Entwässerungsgräben, diese werden benötigt von Amphibien (z.B. Bergmolche, Grasfrosch) und Fledermäuse, die diese Gebiete zum Jagen brauchen.

Das Naherholungsgebiet rund um Hooksiel, das sowohl von den Bürgern der Stadt Wilhelmshaven und der umliegenden Gemeinden, als auch vom Tourismus genutzt wird, verliert an Raum und Attraktivität. Das UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer soll den Besuchern möglichst ungestörten Genuss einer intakten und unverbauten Natur bieten. Alles was dies einschränkt, gefährdet Arbeitsplätze in der Region. Ebenso ist die extensive Nutzung durch Fischerei und Muschelfischer gefährdet, deren Fang eng mit einem artenreichen intaktem Meeresbusen zusammenhängt.

www.nwzonline.de/friesland/wirtschaft/jungmuscheln-fuer-kulturen-sindkaum-zu-finden_a_1,0,491390623.html www.muschelfischer.de/fr_oeko.htm

Die Jade hebt sich durch ihre spezielle Geologie und Hydrographie von allen anderen Meeresbuchten und Flussmündungen ab. Hier finden sich einzigartige tiefe Rinnensysteme, die aus Schill-, Grob- und Kiesgründen bestehen.

www.bfn.de/themen/meeresnaturschutz/marine-biotoptypen/biotoptypennach-30-bnatschg/kies-grobsand-und-schillgruende.html www.bfn.de/themen/meeresnaturschutz/downloads/marine-biotoptypen.htm

Diese bieten einer der größten Artengemeinschaft Siedlungsfläche, die wiederum Nahrungsgrundlage für Fische bilden. Die stetig steigenden Beobachtungen von Schweinswalen müssen auch in Zusammenhang mit dem Fischreichtum gesehen werden. Ihre fachlich geführten Beobachtungen bereichern die Attraktivität unserer Küstenregion und steigern somit die Akzeptanz der Schutzkonzepte des UNESCO Weltnaturerbes. www.schweinswaltage.de/

Diesen positiven Trend darf man aus Verantwortung für künftige Generationen nicht aufs Spiel setzen. Der Bau eines LNG-Terminals würde die Verantwortung unserer Generation in Frage stellen.

Quellen:

www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Projektinformation/Energiewende/Ziehm_DUH_Gutachten_FSRU_Wilhelmshaven_191203.pdf

www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Projektinformation/Fracking/191121_Schreiben_BNetzA_Ablehnung_Freistellung.pdf

www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Projektinformation/Energiewende/DUH_Gutachten_LNG_Terminal_final.pdf

www.geo.de/natur/oekologie/2906-rtkl-erdgasfoerderung-frackingdas-sollten-sie-wissen

www.bundniedersachsen.de/fileadmin/niedersachsen/publikationen/pressemitteilungen/2019/Stellungnahme_Klimabuendnis.pdf

www.iasspotsdam.de/sites/default/files/files/working_paper_2017_klimakosten_erdgas.pdf

www.iass-potsdam.de/de/news/hohe-emissionen-bei-schiefergasfracking-zu-erwarten

www.handelsblatt.com/today/opinion/burning-issue-germanydoesnt-need-trumps-gas/23583328.html?ticket=ST-2138813-YELcw5SK14fzTC2j3D3I-ap6

www.presseportal.de/pm/6347/4096690

Thank you for your support, Bürgerinitiative "Klima-Allianz-NordSeeküste" from Niedersachsen - Wilhelmshaven
Question to the initiator

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Viele Details ausführlich erklärt : https://www.youtube.com/watch?v=Cf2kAA4Ys2c

No CONTRA argument yet.

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  • Klaus Kuhnke Osnabrück

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    LNG ist fossil. Fracking zerstört die Umwelt. Klimaschutz bedeutet Energiewende, Energiewende bedeutet Erneuerbare statt fossiler Energie.

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