20.05.2026, 12:27
Mark Apartheid and Genocide as our opinion.
Neuer Petitionstext:
Es ist längst Zeit, dass wir die Notwendigkeit einsehen, Komplizenschaft mit Genozid, Apartheid und Besatzung an unseren Institutionen zu beenden. Deshalb fordern wir als Unterstützer:innen des offenen Briefs den akademischen Boykott Israels. DieserIsraels Schuld ist unserer Meinung nach hinreichend belegt: Der Vorwurf der Apartheid wird von mehreren Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International, Human Rights Watch sowie von der israelischen Menschenrechtsorganisation B'Tselem erhoben. Amnesty, HRW und B'Tselem bewerten Israels Vorgehen im Gazastreifen überdies als Genozid — ebenso entschied eine unabhängige UN-Kommission. Israels anhaltende Besatzung von palästinensischem Gebiet wurde außerdem in einer advisory opinion des internationalen Gerichtshofs als völkerrechtswidrig eingestuft. Der von uns geforderte akademische Boykott soll nach den Richtlinien der PACBI-Kampagne (Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel) erfolgen, welche sichwelche sich selbst im Einklang mit internationalem Recht sieht und daher grundsätzlich Boykotte von Personen aufgrund ihrer Meinung oder Identität (wie Staatsangehörigkeit, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht oder Religion) ablehnt. Der akademische Boykott richtet sich ausschließlich gegen die Mitschuld an Israels Verbrechen von Genozid, Apartheid und Besatzung – nicht gegen Individuen. Individuen.
Die Ruhr-Universität soll sich den zahlreichen Hochschulen in Europa anschließen – beispielsweise den Universitäten Gent und Lüttich in Belgien, der Erasmus-Universität Rotterdam in den Niederlanden, der Universität Stavanger in Norwegen, sowie einem Zusammenschluss 76 spanischer Universitäten, die bei der Conference of University Rectors (CRUE) vertreten sind und zahlreichen anderen Universitäten europa- und weltweit – die aufgrund der andauernden Katastrophe in Gaza die institutionelle Kooperation mit Israel vollständig oder in Teilen beendet haben.
- Wir fordern in diesem Sinne die Einstellung aller Zusammenarbeit mit Rüstungsindustrie, militärischen Akteuren und akademischen Institutionen, die an israelischer Apartheid, Genozid und Besatzung direkt oder indirekt profitieren.
- Wir fordern das Rektorat auf, die unter 1. beschriebenen Verbindungen der Universität Bochum ab sofort zu überprüfen, offenzulegen und gegebenenfalls einzustellen.
- Wir fordern den akademischen Senat auf, mit einem bindenden Beschluss diese Erwartung eindeutig an das Rektorat zu stellen.
- Wir fordern die Universitätsleitung auf, in einem öffentlichen Gespräch mit uns über Repressionen, Komplizenschaft und Boykott zu sprechen – nicht wieder hinter geschlossenen Türen. Dieses Gespräch soll noch vor der Prüfungsphase und der vorlesungsfreien Zeit am 25.06. öffentlich stattfinden. Die Universitätsleitung soll dafür Sorge tragen, dass Studierende und Hochschulpersonal sich dafür Zeit nehmen können und das Gespräch auf ihren digitalen Kanälen sowie in analoger Form auf dem Campus bewerben.
- Wir fordern die Universitätsleitung auf, unsere und wissenschaftliche Veranstaltungen anderer im Israel-Palästina Kontext stattfinden zu lassen, sofern diese
nicht imnicht im Sinne der Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus nachweislich antisemitisch sind. sind. - Wir fordern die Universitätsleitung auf, Kooperationen mit Universitäten und Hochschulen in Palästina anzustreben, den Wiederaufbau solcher und die akademische Lehre in Gaza zu fördern, sowie palästinensischen Studierenden im Exil Stipendien zu
gewährleisten. gewährleisten.
So wie wir heute auf die moralische Haltung der Universitäten zurückblicken, die das südafrikanische Apartheidsystem wirksam boykottierten, so wollen wir auch künftig auf unsereauf unsere Universität zurückblicken können, wenn Palästina befreit ist. Deshalb fordern wir das Rektorat auf, Haltung zu zeigen und sich dem Boykott israelischer mitschuldiger Universitäten anzuschließen.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 21 (16 in Bochum)
19.05.2026, 05:38
We added sources to back-up our claims. The claims about PGW come from internal communication and they cannot be linked to via a URL. We can provide E-Mails if the factual correctness in in doubt.
Neuer Petitionstext:
Es ist längst Zeit, dass wir die Notwendigkeit einsehen, Komplizenschaft mit Genozid, Apartheid und Besatzung an unseren Institutionen zu beenden. Deshalb fordern wir als Unterstützer:innen des offenen Briefs den akademischen Boykott Israels. Dieser soll nach den Richtlinien der PACBI-Kampagne (Palestinian Campaign for the Academic and Cultural Boycott of Israel) erfolgen, welche imwelche sich selbst im Einklang mit internationalem Recht stehtsieht und daher grundsätzlich Boykotte von Personen aufgrund ihrer Meinung oder Identität (wie Staatsangehörigkeit, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht oder Religion) ablehnt. Der akademische Boykott richtet sich ausschließlich gegen die Mitschuld an Israels Verbrechen von Genozid, Apartheid und Besatzung – nicht gegen Individuen.
Die Ruhr-Universität soll sich den zahlreichen Hochschulen in Europa anschließen – beispielsweise den Universitäten Gent und Lüttich in Belgien, der Erasmus-Universität Rotterdam in den Niederlanden, der Universität Stavanger in Norwegen, sowie einem Zusammenschluss 76 spanischer Universitäten, die bei der Conference of University Rectors (CRUE) vertreten sind und zahlreichen anderen Universitäten europa- und weltweit – die aufgrund der andauernden Katastrophe in Gaza die institutionelle Kooperation mit Israel vollständig oder in Teilen beendet haben.
- Wir fordern in diesem Sinne die Einstellung aller Zusammenarbeit mit Rüstungsindustrie, militärischen Akteuren und akademischen Institutionen, die an israelischer Apartheid, Genozid und Besatzung direkt oder indirekt profitieren.
- Wir fordern das Rektorat auf, die unter 1. beschriebenen Verbindungen der Universität Bochum ab sofort zu überprüfen, offenzulegen und gegebenenfalls einzustellen.
- Wir fordern den akademischen Senat auf, mit einem bindenden Beschluss diese Erwartung eindeutig an das Rektorat zu stellen.
- Wir fordern die Universitätsleitung auf, in einem öffentlichen Gespräch mit uns über Repressionen, Komplizenschaft und Boykott zu sprechen – nicht wieder hinter geschlossenen Türen. Dieses Gespräch soll noch vor der Prüfungsphase und der vorlesungsfreien Zeit am 25.06. öffentlich stattfinden. Die Universitätsleitung soll dafür Sorge tragen, dass Studierende und Hochschulpersonal sich dafür Zeit nehmen können und das Gespräch auf ihren digitalen Kanälen sowie in analoger Form auf dem Campus bewerben.
- Wir fordern die Universitätsleitung auf, unsere und wissenschaftliche Veranstaltungen anderer im Israel-Palästina Kontext stattfinden zu lassen, sofern diese nicht im Sinne der Jerusalemer Erklärung zum Antisemitismus nachweislich antisemitisch sind.
- Wir fordern die Universitätsleitung auf, Kooperationen mit Universitäten und Hochschulen in Palästina anzustreben, den Wiederaufbau solcher und die akademische Lehre in Gaza zu fördern, sowie palästinensischen Studierenden im Exil Stipendien zu gewährleisten.
So wie wir heute auf die moralische Haltung der Universitäten zurückblicken, die das südafrikanische Apartheidsystem wirksam boykottierten, so wollen wir auch künftig auf unsere Universität zurückblicken können, wenn Palästina befreit ist. Deshalb fordern wir das Rektorat auf, Haltung zu zeigen und sich dem Boykott israelischer mitschuldiger Universitäten anzuschließen.
Neue Begründung: Als studentische Gruppe und hochschulpolitische Liste an der Universität setzen wir uns für wissenschaftlichen Austausch und Aufklärung über das Leben und das Leid der arabisch-palästinensischen Bevölkerung in Westasien ein. Wir wollen am Campus mit den Studierenden und dem Universitätspersonal über den Boykott israelischer akademischer Institutionen, die mitschuldig an Genozid, Apartheid und Besatzung sind, sprechen.
Dies wurde uns jedoch von der Leitung der Ruhr-Universität untersagt – gleich zweifach. Erst wurde im April die Genehmigung der „Israeli-Apartheid-Week“ (IAW) kurzfristig zurückgezogen und nun wurde für die „Palästina-Gedenkwoche“ (PGW) überhaupt keine Genehmigung erteilt – obwohl diese nach den Bedingungen gestaltet wurde, auf die wir uns im Gespräch am 22.04. mit Prorektorin Isolde Karle und Prorektor Achim Keudell geeinigt hatten.
Die PGW sollte in der Woche vom 15.05. stattfinden, dem internationalen Nakba-Gedenktag (arabisch: „Katastrophe“), an dem weltweit an die gewaltsame Vertreibung von weit über 700.000 Palästinenser:innen während und nach der Staatsgründung Israels 1948 erinnert wird. Die Veranstaltungen wurden größtenteils aus der IAW übernommen und somit im Zuge der Anmeldung im April nach ausführlicher Beschreibung bereits genehmigt. Das Rektorat hat uns im Gespräch und schriftlich versichert, die Rücknahme der Genehmigung sei allein aufgrund der Einbettung in eine größere Kampagne erfolgt und stelle keine Einschätzung zu den einzelnen Veranstaltungen dar. Die Neuanmeldung dieser Events wurde abgelehnt, da die offiziell 21-tägige Anmeldefrist nicht eingehalten wurde – dies ist bei vorherigen Anmeldungen nie ein Problem gewesen. Als wir dem Rektorat diese Punkte darlegten, antwortete uns die Rechtsabteilung ohne weitere Begründung, es würde bei der Nichtgenehmigung bleiben.
Wir finden es fatal, dass die Universitätsleitung erneut die Meinungs- und akademische Freiheit angreift. Es zeigt sich, dass Gespräche hinter verschlossenen Türen nicht zu bindenden Absprachen führen und sich die Universitätsleitung lieber hinter Bürokratie versteckt, als klar Stellung gegenüber Völkermord und Vertreibung zu beziehen. Diesen Diskurs nicht einmal am Campus zuzulassen, zeugt von einem kruden Verständnis von wissenschaftlicher Verantwortung – gerade hier in Deutschland. Die Entscheidungen des Rektorats führen uns erneut vor Augen, dass das Bewusstsein für das Vorgehen Israels und für akademische Verantwortung in diesem Kontext komplett fehlt.
Wenn akademische Freiheit beschworen wird, um Boykott zu delegitimieren, werden die realen Konsequenzen ignoriert, nämlich dass eben jene Freiheit den Palästinenser:innen systematisch genommen wird: Das israelische Militär hat alle Universitätsgebäude im Gazastreifen in Trümmer gelegt. Ein halbes Jahr nach Beginn der militärischen Offensive, hatte Israel bereits mehr als 5.479 Studierende, 261 Lehrer:innen und 95 Professor:innen getötet. Im April 2024 warnten UN-Expert:innen erstmals vor einem sich entfaltenden „Scholastizid" – der vorsätzlichen und vollständigen Zerstörung des Bildungssystems in Gaza. Anordnungen des internationalen Gerichtshofs und der UN,Gerichtshofs, welche die palästinensische Zivilbevölkerung schützen sollten und Israel dazu verpflichteten, humanitäre Hilfe zuzulassen, wurden nicht umgesetzt. Bis heute führt Israel trotz angeblicher Waffenruhe die Angriffe fort.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 20 (15 in Bochum)