• Beschluss des Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

    13.12.2017 02:31 Uhr

    Auszug aus dem Bericht des Petitionsausschusses (Land) Nr. 24 vom 1. Dezember 2017

    Der Ausschuss bittet, folgende Eingabe für erledigt zu erklären:



    Eingabe Nr.: L 19/82

    Gegenstand:
    Erhalt des Instituts für niederdeutsche Sprache

    Begründung:
    Der Petent setzt sich für den Erhalt des Instituts für niederdeutsche Sprache ein. Er trägt
    vor, die niederdeutsche Sprache müsse gerettet und gepflegt werden. Sie stelle ein
    wichtiges norddeutsches Kulturgut dar und werde in Theatervereinen, Kursen und Gruppen
    gepflegt. Die Schließung des Instituts, im Hinblick auf den Zuzug von Menschen aus
    anderen Kulturregionen, käme einer Entwurzelung der Ur-Bevölkerung Norddeutschlands
    gleich.

    Die Petition wird von 35 Mitzeichnerinnen und Mitzeichnern unterstützt. Außerdem liegt eine
    Vielzahl schriftlicher Unterstützungsunterschriften vor.

    Der Petitionsausschuss hat zu der Petition eine Stellungnahme des Senators für Kultur
    eingeholt. Außerdem hatte der Petent die Möglichkeit, sein Anliegen im Rahmen der
    öffentlichen Beratung der Petition mündlich zu erläutern. Unter Berücksichtigung dessen
    stellt sich das Ergebnis der parlamentarischen Überprüfung zusammengefasst wie folgt
    dar:

    Das Land Bremen ist gemeinsam mit den Ländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein und
    Hamburg darin einig, dass die Stärkung des Niederdeutschen ein überaus wichtiges
    Anliegen in Norddeutschland ist. Deshalb hat man sich nach intensiver fachlicher
    Erörterung einvernehmlich verständigt, den Schutz und die Förderung der niederdeutschen
    Sprache inhaltlich, strukturell und organisatorisch auf eine neue länderübergreifende und
    koordinierende Grundlage zu stellen. Ziel ist es, eine von den vier Ländern gemeinsam
    getragene Koordinierungsstelle für die niederdeutsche Sprache mit Sitz in Bremen in
    Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH zu etablieren. Die Koordinierungsstelle soll
    „Länderzentrum für Niederdeutsch“ heißen und zum 1. Januar 2018 ihre Tätigkeit
    aufnehmen. Damit haben sich die Petitionen erledigt.

    Begründung (PDF)

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