03.09.2026, 06:01
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
entgegen der automatischen Information von openPetition habe ich die fast 2.000 Unterschriften für den Erhalt der Lenneper Erdbeerfelder bereits vor einiger Zeit bei den Verantwortlichen der Stadt eingereicht. Leider sind unsere Argumente dort bislang weitgehend auf taube Ohren gestoßen.
Seitdem ist allerdings einiges passiert.
Die Stadtverwaltung hat die Planungen für ein mögliches Gewerbegebiet – unterstützt von einer Mehrheit aus SPD, CDU, FDP und Grünen – weiter vorangetrieben. Im Frühjahr wurden erste konkrete Planungen und Schaubilder in der Bezirksvertretung Lennep vorgestellt. Diese haben unsere Zweifel nicht ausgeräumt – im Gegenteil: Sie zeigen aus unserer Sicht, wie unrealistisch, teuer und problematisch das Vorhaben ist. Für die nächste Sitzung habe ich deshalb bereits einen umfangreichen Fragenkatalog eingereicht.
Gleichzeitig ist aber auch der Widerstand gegen das Gewerbegebiet deutlich gewachsen.
Viele Anwohnerinnen und Anwohner engagieren sich mittlerweile für den Erhalt der Flächen, und auch die Remscheider Umweltverbände und -initiativen haben sich gegen die Planungen zusammengeschlossen. Es gab Demonstrationen und Aktionen, Fernseh- und Zeitungsberichte und zahlreiche Gespräche. Das Thema ist inzwischen weit über Lennep hinaus bekannt.
Auch politisch gibt es weiterhin Widerstand. Die Linke sowie die Wählergemeinschaft echt.Remscheid stellen sich gegen die Bebauung der Erdbeerfelder.
Und je konkreter die Planungen werden, desto deutlicher werden auch ihre Schwächen: Die schwierige Topographie und die gestiegenen Bau- und Erschließungskosten machen das Vorhaben für die Stadt teuer und wirtschaftlich immer fragwürdiger. Gleichzeitig zeigen Firmenerweiterungen wie bei Steinhaus und KNDS, dass die Reaktivierung und Weiterentwicklung bereits genutzter Gewerbe- und Industrieflächen in Remscheid durchaus möglich ist. Umso mehr muss die Frage erlaubt sein, ob tatsächlich weitere wertvolle Grünflächen für neue Gewerbegebiete auf der grünen Wiese geopfert werden müssen.
Der vergangene Hitzesommer hat uns zudem noch einmal eindringlich vor Augen geführt, welchen Wert Grün-, Natur- und Freiflächen gerade in einer dicht besiedelten Stadt haben. In Zeiten zunehmender Hitze, Trockenheit und Starkregen sollten wir solche Flächen schützen, statt sie leichtfertig zu versiegeln.
Und inzwischen gibt es auch bei bisherigen politischen Unterstützern des Projekts erste Bedenken. Das zeigt: Unser Protest wirkt – und die Entscheidung ist noch nicht gefallen!
Deshalb dürfen wir jetzt nicht lockerlassen. Wir müssen weiter informieren, Öffentlichkeit schaffen und den Druck auf Politik und Verwaltung erhöhen. Fast 2.000 Menschen haben mit ihrer Unterschrift bereits ein starkes Zeichen gesetzt. Gemeinsam mit den Anwohnenden, Umweltverbänden und allen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern können wir dafür sorgen, dass die Planungen noch einmal grundsätzlich überdacht werden.
Die Erdbeerfelder sind noch nicht verloren. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass diese wertvollen Flächen erhalten bleiben!
23.04.2026, 20:11
Liebe Unterstützende,
der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.
Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
Ihr openPetition-Team
12.02.2025, 07:47
Die Petition zum Erhalt der Lenneper Erdbeerfelder hat das erforderliche Quorum erreicht! Fast 2000 Menschen haben ihre Stimme abgegeben – diese Forderung nach einem Umdenken darf nicht ignoriert werden.
1300 Remscheiderinnen und Remscheider sowie zahlreiche Unterstützende aus den Nachbarstädten und Exil-Remscheider haben sich der Petition angeschlossen. Zudem sind einige weitere Unterschriften auf Papier noch nicht erfasst. Diese deutliche Beteiligung zeigt, dass das Thema die Menschen bewegt.
Nun werden die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung um Stellungnahme gebeten.
Doch ich fordere die Verantwortlichen nicht nur zur Stellungnahme auf, sondern auch dazu, die Pläne kritisch zu überdenken und vor allem endlich für Transparenz zu sorgen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und sie mitreden und mitbestimmen zu lassen!
Denn Fakt ist: Viele Menschen wissen überhaupt noch gar nichts von den Plänen und wenn, dann nur Bruchstücke. Besonders die Anwohnenden fühlen sich übergangen. Zu Recht!
Denn die bereits getätigten Ankäufe von Teilflächen des geplanten Gewerbegebiets liefen komplett an der Öffentlichkeit vorbei. Ohne Einbeziehung der Menschen vor Ort wurden bereits Fakten geschaffen. Von der vergangenes Jahr in der BV-Lennep bekräftigten Absicht einen Bürgerdialog zu starten, ist noch nichts umgesetzt worden.
Dass es auch anders geht, zeigen die Proteste gegen die Pläne zur Kölner Straße und die Schließung der Zufahrt zur A1-Raststätte Remscheid und Eschbach-Talsperre für PKW.
Bei der Kölner Straße reichten ein Dutzend Unterschriften von Gewerbetreibenden, um die Pläne pausieren zu lassen und Politik und Verwaltung zum Nachdenken und zu Änderungen zu bewegen. Die Petition zur Öffnung der Zufahrt veranlasste die Stadtspitze sogar zu Gesprächen nach Berlin zu reisen – zu Recht und mit Erfolg.
Nun müssen die gleichen Maßstäbe auch bei den Protesten zu den geplanten Gewerbegebieten angewendet werden!
Fast 2000 Stimmen darf man nicht ignorieren! Die Gegnerinnen und Gegner haben das Recht informiert und miteinbezogen zu werden! Es reicht dabei nicht, bloße Absichten und Sachstände zu verkünden. Es braucht die Bereitschaft Veränderungen vorzunehmen oder das Projekt im Zweifel auch ganz zu stoppen.
Ob Umwelt-, Natur-, oder Klimaschutz. Ob infrastrukturelle und verkehrliche Überlastung des Stadtteils, angesichts der vielen geplanten Großprojekte. Ob Leerstand und Konjunkturflaute. Ob Erhalt von wertvollen landwirtschaftlichen Flächen oder beliebten Ausflugszielen. Es gibt viele gute Gründe gegen die Errichtung eines solchen Gewerbegebiets, wie anhand der über 800 Kommentare zur Petition deutlich wird! Diese müssen nun endlich ernst genommen werden!
Ein besonderer Dank gilt Greenpeace Remscheid und den lokalen Gruppen und Personen des BUND, NABU und RBN für die Initiative und großartige Unterstützung der Petition sowie ihren generellen Einsatz für den Umwelt- und Naturschutz!
06.11.2024, 08:48
Hallo Zusammen,
die Stadt drückt in Puncto "Erdbeerfelder" aufs Tempo! Auf der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt, wurde die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans für einen Teil der Flächen in der Vorberatung beschlossen.
Außerdem stehen bereits morgen im Hauptausschuss im Nicht-Öffentlichen Teil weitere Flächenkäufe auf der Tagesordnung. Es sollen nun abseits der Öffentlichkeit Fakten geschaffen werden. Ich hoffe die Entscheidung kann verschoben werden.
Am Freitag möchte der WDR vor Ort über das Thema berichten und sucht noch Menschen für ein Interview, die von den Plänen betroffen sind. Wer dazu Lust hat, kann sich gerne bei mir melden.
Liebe Grüße
Colin