Region: Remscheid

Lenneper Erdbeerfelder erhalten – Flächenversieglung stoppen!

Petition richtet sich an:
Rat der Stadt Remscheid

1.944 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

1.944 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

  1. Gestartet Oktober 2024
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Rat der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid plant auf den sogenannten „Erdbeerfeldern“ an der Borner Straße ein großes Gewerbegebiet zu errichten!
Die gesamte Fläche befindet sich im Landschaftsschutzgebiet und grenzt an ökologisch wertvolle Quellgebiete, welche unter Naturschutz stehen. Die Bebauung der Erdbeerfelder wäre nicht nur ökologisch fatal, sondern würde auch ein Verlust wertvoller landwirtschaftlicher Fläche und eines beliebten Ausflugsziels der Region bedeuten!

  • Daher fordern wir sowohl die Verwaltung als auch den Rat der Stadt Remscheid auf, das Vorhaben zu stoppen und auf das geplante Gewerbegebiet zu verzichten!
  • Der Bedarf an Gewerbeflächen soll zukünftig nicht mehr über die Erschließung von naturnahen oder landwirtschaftlichen Flächen, sondern über konsequentes Recyceln und Aufbereiten von Gewerbe- und Industriebrachen und -lücken erfolgen!

Begründung

Eine Gewerbeansiedlung und entsprechende Flächenversieglung hätten fatale Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt sowie die Wasserqualität und -abführung in der Umgebung. Durch den felsigen Untergrund kann das Wasser langsam über die gesetzlich geschützten Quellen in die Panzertalsperre fließen. Bei einer Versiegelung drohen sich Hochwasserereignisse wie 2021 zu verschärfen. Außerdem bindet die seltene Ackerhochfläche CO2 und sorgt durch Verdunstung für Kühlung.
Durch das Vorhaben droht dem Stadtteil darüber hinaus eine verkehrliche Überlastung – besonders im Zusammenhang mit dem geplanten Outlet-Center und dem ebenfalls im Bezirk Lennep geplanten Gewerbegebiet „Gleisdreieck“. Schon jetzt gibt es zu Stoßzeiten häufig Probleme mit Stau auf den für das Gewerbegebiet wichtigen Verkehrsknotenpunkten in Richtung Autobahn (z.B. Trecknase). Die zusätzliche Verkehrsbelastung würde nicht nur zu noch häufigeren Staus führen, sondern auch die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner drastisch verschlechtern. Lärmbelastung, Luftverschmutzung und zunehmende Unfälle wären die Folgen.
Es ist Irrsinn in Zeiten des Klimawandels Naturflächen für Gewerbeansiedlungen langfristig zu zerstören, während im Stadtgebiet befindliche Gewerbegebiete nicht ausgelastet sind und Lücken aufweisen, wie beispielsweise am Lenneper Bahnhof.
Statt Lennep zu überlasten, sollten die für das Gewerbegebiet „Erdbeerfelder“ eingeplanten finanziellen und personellen Ressourcen genutzt werden, um die Daseinsvorsorge (bezahlbarer Wohnraum, Kitas usw.) in Lennep zu verbessern und den Stadtteil für Fachkräfte attraktiver zu gestalten.
Unterstützen Sie die Petition, um unsere wertvollen Grünflächen zu erhalten und die Anwohnerinnen und Anwohner Lenneps zu entlasten! Noch dieses Jahr wollen die Verwaltung und Politik die Grundweichen für ihr Projekt stellen. Die Zeit drängt, doch noch ist es möglich das Projekt zu beenden und die Erdbeerfelder zu retten!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Colin Cyrus, Remscheid
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 24.10.2024
Sammlung endet: 23.04.2025
Region: Remscheid
Kategorie: Umwelt

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    entgegen der automatischen Information von openPetition habe ich die fast 2.000 Unterschriften für den Erhalt der Lenneper Erdbeerfelder bereits vor einiger Zeit bei den Verantwortlichen der Stadt eingereicht. Leider sind unsere Argumente dort bislang weitgehend auf taube Ohren gestoßen.
    Seitdem ist allerdings einiges passiert.

    Die Stadtverwaltung hat die Planungen für ein mögliches Gewerbegebiet – unterstützt von einer Mehrheit aus SPD, CDU, FDP und Grünen – weiter vorangetrieben. Im Frühjahr wurden erste konkrete Planungen und Schaubilder in der Bezirksvertretung Lennep vorgestellt. Diese haben unsere Zweifel nicht ausgeräumt – im Gegenteil: Sie zeigen aus unserer Sicht, wie unrealistisch, teuer und problematisch das Vorhaben ist. Für die nächste Sitzung habe ich deshalb bereits einen umfangreichen Fragenkatalog eingereicht.

    Gleichzeitig ist aber auch der Widerstand gegen das Gewerbegebiet deutlich gewachsen.
    Viele Anwohnerinnen und Anwohner engagieren sich mittlerweile für den Erhalt der Flächen, und auch die Remscheider Umweltverbände und -initiativen haben sich gegen die Planungen zusammengeschlossen. Es gab Demonstrationen und Aktionen, Fernseh- und Zeitungsberichte und zahlreiche Gespräche. Das Thema ist inzwischen weit über Lennep hinaus bekannt.
    Auch politisch gibt es weiterhin Widerstand. Die Linke sowie die Wählergemeinschaft echt.Remscheid stellen sich gegen die Bebauung der Erdbeerfelder.

    Und je konkreter die Planungen werden, desto deutlicher werden auch ihre Schwächen: Die schwierige Topographie und die gestiegenen Bau- und Erschließungskosten machen das Vorhaben für die Stadt teuer und wirtschaftlich immer fragwürdiger. Gleichzeitig zeigen Firmenerweiterungen wie bei Steinhaus und KNDS, dass die Reaktivierung und Weiterentwicklung bereits genutzter Gewerbe- und Industrieflächen in Remscheid durchaus möglich ist. Umso mehr muss die Frage erlaubt sein, ob tatsächlich weitere wertvolle Grünflächen für neue Gewerbegebiete auf der grünen Wiese geopfert werden müssen.
    Der vergangene Hitzesommer hat uns zudem noch einmal eindringlich vor Augen geführt, welchen Wert Grün-, Natur- und Freiflächen gerade in einer dicht besiedelten Stadt haben. In Zeiten zunehmender Hitze, Trockenheit und Starkregen sollten wir solche Flächen schützen, statt sie leichtfertig zu versiegeln.
    Und inzwischen gibt es auch bei bisherigen politischen Unterstützern des Projekts erste Bedenken. Das zeigt: Unser Protest wirkt – und die Entscheidung ist noch nicht gefallen!

    Deshalb dürfen wir jetzt nicht lockerlassen. Wir müssen weiter informieren, Öffentlichkeit schaffen und den Druck auf Politik und Verwaltung erhöhen. Fast 2.000 Menschen haben mit ihrer Unterschrift bereits ein starkes Zeichen gesetzt. Gemeinsam mit den Anwohnenden, Umweltverbänden und allen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern können wir dafür sorgen, dass die Planungen noch einmal grundsätzlich überdacht werden.

    Die Erdbeerfelder sind noch nicht verloren. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass diese wertvollen Flächen erhalten bleiben!

  • Liebe Unterstützende,
    der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 12 Monate nach Ende der Unterschriftensammlung keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass die Petition nicht eingereicht oder übergeben wurde.

    Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
    Ihr openPetition-Team

Die Wirtschaft stagniert. Viele bergische Unternehmen sehen sich gezwungen, Arbeitsplätze und Produktionskapazitäten abzubauen. Und die Politik dieser Stadt denkt darüber nach, ein neues Gewerbegebiet zu bauen? Das ist genauso rückwärtsgewandt wie der Bau eines Verkaufsdorfes, das heute niemand mehr braucht.

Noch kein CONTRA Argument.

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