Region: Lehrte

Mehr Sicherheit am Bahnhof Lehrte – Videoüberwachung zurück!

Petition richtet sich an:
Rat der Stadt Lehrte

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Neuigkeiten

19.08.2026, 08:42

Vorfälle und Sicherheitsdefizite im Bahnhofsumfeld sind öffentlich bekannt, medial dokumentiert sowie Gegenstand der parlamentarischen Anfrage im Niedersächsischen Landtag (Drucksache 19/8472).


Neue Begründung:

Der Bahnhof Lehrte und sein unmittelbares Umfeld sind zentrale Orte, die täglich von zahlreichen Menschen genutzt werden. Gleichzeitig kommt es dort bzw. in unmittelbarer Bahnhofsnähe immer wieder zu erheblichen Sicherheitsproblemen. In diesem Jahr wurde in der regionalen Berichterstattung mehrfach über Straftaten im Zusammenhang mit dem Lehrter Bahnhof bzw. dessen Umfeld berichtet, darunter unter anderem räuberische Erpressung und schwere Körperverletzung. Auch sexualisierte Gewalt ist für Menschen in Lehrte keine abstrakte Gefahr. Eine junge Frau aus unserer eigenen Familie wurde in Bahnhofsnähe Opfer einer Vergewaltigung.

Wir möchten nicht, dass solche Vorfälle als unvermeidbare Begleiterscheinung eines öffentlichen Bahnhofs hingenommen werden.

Hinzu kommen wiederkehrende Probleme mit aggressivem Verhalten, Belästigungen, Vandalismus und erheblichen Verschmutzungen. Insbesondere das wiederholte Urinieren in die Fahrstühle führt zu unhygienischen Zuständen und offenbar immer wieder zu technischen Problemen und Ausfällen. Für ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, Eltern mit Kinderwagen und Reisende mit Gepäck sind funktionierende Aufzüge jedoch unverzichtbar.

Bereits im Juni 2022 wurde im Rat der Stadt Lehrte ein Antrag zur Prüfung einer dauerhaften Videoüberwachung des Bahnhofstunnels gestellt. Als Begründung wurden damals ebenfalls wiederholte Übergriffe auf Passanten sowie das dadurch entstandene Unsicherheitsgefühl der Bevölkerung genannt. Die beantragte Videoüberwachung sollte unter anderem dazu beitragen, Übergriffe aufzuklären und Täter anhand der Aufzeichnungen identifizieren zu können. Seitdem sind weitere Jahre vergangen. Die bestehenden Probleme sind damit jedoch nicht verschwunden.

Wir fordern deshalb, das Thema Videoüberwachung am Lehrter Bahnhof erneut aufzugreifen und alle rechtlich möglichen Maßnahmen für eine wirksame Überwachung und Verbesserung der Sicherheit zu prüfen und umzusetzen.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine pauschale Überwachung aller Bürgerinnen und Bürger. Eine mögliche Videoüberwachung soll selbstverständlich unter Einhaltung der gesetzlichen Datenschutzbestimmungen, mit klar definierten Bereichen, Speicherfristen und Zugriffsrechten erfolgen.

Unser Ziel ist ein Bahnhof, an dem sich Menschen – insbesondere Frauen, Jugendliche, ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität – sicher fühlen können.

Wir wollen nicht erst reagieren, wenn wieder jemand Opfer einer schweren Straftat geworden ist.

Wir wollen, dass gehandelt wird.

Quellen:

Offizielle Belege & Parlaments-Dokumente
Niedersächsischer Landtag – Drucksache 19/8472 (September 2025):

Thema: „Wie kann die Sicherheit im Bahnhofstunnel in Lehrte verbessert werden?“ (Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Heike Koehler, CDU).
Inhalt: In der Parlamentsdrucksache wird offiziell aufgeführt, dass es am Lehrter Bahnhofstunnel wiederholt zu Überfällen, Schlägereien, Bedrohungen sowie sexuellen Belästigungen kam und Pendler den Bereich nachts meiden. Es wird explizit das Fehlen einer Videoüberwachung und Notrufeinrichtung thematisiert.

Konkrete Vorfälle am & um den Bahnhof Lehrte

März 2024 – Raubüberfall und Körperverletzung:
Ein Mann wurde im Umfeld des Bahnhofs / der Fußgängerunterführung von Unbekannten angegriffen, körperlich verletzt und ausgeraubt.

November 2023 – Angriff auf eine Frau (Handyraub & Körperverletzung):
Eine Frau wurde im Nahbereich des Bahnhofs attackiert, geschlagen und ihres Smartphones beraubt. (Bundespolizei / Polizeidirektion Hannover).

Sommer / Herbst 2023 – Exhibitionistischer Vorfall am Gleisbereich:
Ein Mann belästigte Passanten und Reisende auf dem Bahnsteig/Gleisbereich durch exhibitionistische Handlungen. Die Bundespolizei wurde zur Beweissicherung und Fahndung eingeschaltet.

Juni 2025 – Schwerer sexueller Übergriff im direkten Umfeld (Hämelerwald / Anbindung Bahnschienen):
Ein Täter griff eine Frau an und flüchtete anschließend in Richtung der Bahngleise (Polizeimeldung PD Hannover vom 23.06.2025).

Vorfälle und Sicherheitsdefizite im Bahnhofsumfeld sind öffentlich bekannt, medial dokumentiert sowie Gegenstand der parlamentarischen Anfrage im Niedersächsischen Landtag (Drucksache 19/8472).


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 190


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