06.11.2026, 10:02
Sie entscheiden: Klimaschutz oder KI-Wahn?,
amerikanische Tech-Konzerne übernehmen in Europa immer mehr Macht. Seit Jahren treiben sie die Entwicklung künstlicher Intelligenz voran, obwohl selbst führende Vertreter der Branche vor den existenziellen Risiken dieser Technologie warnen. Jetzt wollen sie auch in Deutschland riesige Rechenzentren für KI-Anwendungen aus dem Boden stampfen. Solche Rechenzentren verbrauchen Unmengen an Energie und Wasser und versiegeln wertvolle Flächen – Ressourcen, die vielerorts schon heute knapp sind.
Doch damit nicht genug: Hinter verschlossenen Türen wirbt die Tech-Lobby nun für eine Aufweichung von Klima- und Umweltschutzstandards, damit sie beim Bau ihrer Monster-Rechenzentren keine Rücksicht mehr auf Klima und Umwelt nehmen muss. In den nächsten Wochen entscheidet der Bundestag über die künftigen Energiesparregeln für Rechenzentren. Die Regierung droht, vor der Macht der Konzerne einzuknicken. Das können wir nicht zulassen!
Schreiben Sie jetzt eine E-Mail an die zuständigen Bundestagsabgeordneten und fordern Sie mit uns: Klimaschutz statt KI-Wahn!
Bis 2045 könnte der Energieverbrauch von Rechenzentren bereits rund 13 Prozent des Endenergiebedarfs der deutschen Industrie ausmachen. Deutschland hat davon keinen Vorteil. Im Gegenteil: Die Profite streichen vor allem die großen Tech-Konzerne ein. Die Folgen für Mensch und Natur müssen wir hier vor Ort ausbaden:
- Für den Bau der Rechenzentren werden oft wertvolle Grünflächen versiegelt.
- Für die Kühlung der riesigen Server wird in vielen Rechenzentren Trinkwasser genutzt. Einige Rechenzentren setzen außerdem auf extrem klimaschädliche Ewigkeitschemikalien für die Kühlung.
- Für den hohen Stromverbrauch müssen neue Kraftwerke gebaut werden, nach dem Willen von Ministerin Katherina Reiche vor allem neue Gaskraftwerke.
Die geplanten KI-Rechenzentren setzen unsere Städte unter Druck und torpedieren den Ausstieg aus fossilem Gas. Bitte helfen sie uns, die Abschaffung von wichtigen Umweltschutzstandards zu verhindern!
Quelle: Newsletter - Umweltinstitut München e.V.