06.02.2026, 10:43
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
der Petitionsausschuss des Saarländischen Landtages schreibt bezüglich unserer Petitionseingabe:
"Der Ausschuss für Eingaben hat sich unter Berücksichtigung einer Stellungnahme des Ministeriums für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz mit Ihrer Eingabe betreffend Wirtschaftlichkeitsgrundsatz befasst.
Ergebnis:
Im Hinblick darauf, dass die ministerielle Prüfung Ihrer Angelegenheit zu einem parlamentarisch nicht zu beanstandenden Ergebnis geführt hat, sah sich der Ausschuss bei seiner Beschlussfassung veranlasst, die Stellungnahme der Regierung zu bestätigen und Ihre Eingabe für erledigt zu erklären.
... Die Behandlung Ihrer Eingabe ist damit abgeschlossen."
Bitte kopiert den unten abgedruckten Musterbrief und sendet ihn mit Eurem Namen an die nachfolgenden Adressaten:
( Ihr könnt die Adressaten en bloc kopieren und in die Adressliste einfügen )
p.fretter@landtag-saar.de,
k.groeber@landtag-saar.de,
praesidentin@landtag-saar.de,
poststelle@landtag-saar.de,
u.commercon@landtag-saar.de,
k.braun@landtag-saar.de,
J.Schmitt-Lang@landtag-saar.de,
j.doerr@landtag-saar.de,
c.schaufert@landtag-saar.de,
ministerin@umwelt.saarland.de,
veterinaerwesen@umwelt.saarland.de,
kabinett@umwelt.saarland.de,
d.emmert@umwelt.saarland.de,
k.herr@lav.saarland.de,
tierschutz@lav.saarland.de,
Wirtschaftlichkeitsgrundsatz: Förderpraxis von Tierversuchen und humanbasierter Forschung
Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist festzustellen, dass bisher weder auf Bundes- noch auf Landesebene transparent erfasst wird, in welchem Umfang staatliche Fördergelder in Tierversuche bzw. in tierversuchsfreie Forschung fließen. Es hat sich gezeigt, dass auch auf Länderebene bislang keine systematische Erfassung der Mittelverteilung erfolgt.
Auf Basis von verschiedenen zugänglichen Daten kommt man zum Ergebnis, dass momentan mindestens 99% der staatlichen Fördergelder in tierversuchsbasierten Forschungsvorhaben eingesetzt werden, während nur weniger als 1 % in tierversuchsfreie Forschung investiert wird. Dieser Umstand ist neben einer verantwortungsvollen Verwendung von finanziellen Mitteln auch im Hinblick auf einen Paradigmenwechsel hin zu einer modernen, humanbasierten Forschung, die Patienten schnell und ethisch korrekt zu Gute kommen kann, höchst problematisch.
Ein verantwortungsvoller und zukunftsfähiger Einsatz von Steuergeldern setzt eine Umschichtung bestehender Fördermittel von Tierversuchen hin zu tierversuchsfreier, humanbasierter Forschung voraus. Eine transparente Erfassung und Darstellung der aktuten Förderpraxis ist hierfür erste Voraussetzung.
Die Thematik der sog "Überschusstiere" muss erneut auf den Prüfstand damit dieser nicht mehr hinnehmbare Missstand beschleunigt beseitigt werden kann.
Humanbasierte Methoden sind wissenschaftlich wie ökonomisch klar im Vorteil. Eine konsequente staatliche Förderung ist daher sachlich geboten.
Die fehlende Transparenz der Fördermittelverteilung ist der zentrale Ansatzpunkt für einen politisch gesteuerten Systemwechsel hin zu tierversuchsfreier Forschung, die für die menschliche Gesundheit wirklich relevant ist.
Und last, not least; warum werden überhaupt noch Tierversuchslabore genehmigt, wenn man dauernd vom Rückgang der Tierversuche spricht.
Mit freundlichen Grüßen