12. 11. 2025 1:56
Es wurde der Punkt 1 der Petition konkretisierte.
Neuer Petitionstext:
Wir fordern die Gemeinde Ahrensfelde auf,das geplanten Rechenzentrum im Ortsteil Eiche im Rahmen der 9. Änderung des Flächennutzungsplans sowie des Bebauungsplans „Rechenzentrum Eiche“ nicht weiterzuverfolgen bzw. in dieser Form abzulehnen.
BegründungDas geplante Rechenzentrum widerspricht wesentlichen öffentlichen und örtlichen Interessen. Nach Abwägung der vorliegenden Gutachten, Planunterlagen und Stellungnahmen ergeben sich insbesondere folgende Kritikpunkte:
1. Unverhältnismäßiger Energiebedarf und KlimazieleRechenzentrenKlimazieleDas gehörenRechenzentrum ist laut Projektunterlagen auf eine elektrische Leistung bis zu 100 MW ausgelegt.Damit gehört es zu den größtenenergieintensivsten Stromverbrauchern;Anlagen derBrandenburgs.Ein Jahresverbrauchderartiger eines solchen Zentrums übersteigt den der gesamten Gemeinde.Das Projekt gefährdet die lokalen Klimaschutzziele undEinzelverbrauch steht imin Widerspruchdeutlichem Spannungsverhältnis zu den Nachhaltigkeitsstrategien des Landes Brandenburgkommunalen und derlandesweiten EUKlimaschutzzielen.Die (EU-Green-Deal).Einevorliegenden kommunalePlanunterlagen zeigen keine nachvollziehbare Strategie zur Versorgung mit regenerativenerneuerbarer EnergienEnergie istoder wederzur gesichertEinbindung nochin planungsrechtlicheine nachgewiesen.kommunale Wärme- und Stromplanung.Auch das Abwärmekonzept bleibt auf einer theoretischen Ebene und benennt keine konkreten Abnehmerstrukturen.
2. Lärmbelastung und Schallgutachten
- Die geplante Lüftungs- und Kühlinfrastruktur erzeugt Dauergeräusche im Bereich von 50–60 dB(A) und damit deutlich über der für Wohngebiete zulässigen Nachtrichtlinie der TA Lärm (45 dB(A) nachts).
- Die Abstände zu bestehender Wohnbebauung in Eiche sind unzureichend; schalltechnische Abschirmungen sind nicht wirksam nachgewiesen.
- Die Vorhabensträger erklären zwar Schallwerte von unter 35dB(A) an Wohnhäusern zu realisieren, jedoch ist der Naherholungsweg Mehrower Weg durch diese Schallgeräusche 24/7 nachhaltig gestört.
3. Verkehr und Erschließung
- Das Vorhaben führt zu erheblichem Baustellenverkehr (Schwerlasttransporte, Betonmischer etc.) über mehrere Jahre.
- Die vorhandene Verkehrsinfrastruktur (Dorfstraße / Schulweg / Ahrensfelder Chaussee / Mehrower Chaussee) ist weder für Dauer- noch für Baustellenverkehr dieser Größenordnung ausgelegt.
- Die Baustrassenerschließung über das Feld ist nicht gesichert und stellt mit 10m Breite einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Natur dar
- Trassenführung für Starkstromleitungen über private Grundstücke sind nicht gesichert
4. Fehlender kommunaler Nutzen
- Rechenzentren schaffen kaum Arbeitsplätze, binden aber erhebliche Flächen und Infrastrukturkapazitäten.
- Die Gewerbesteuereinnahmen sind unklar und können durch zentrale Gewinnverlagerung minimiert werden.
- Ein kommunaler Mehrwert für Eiche oder Ahrensfelde ist nicht nachgewiesen.
5. Beeinträchtigung des Orts- und Landschaftsbildes
- Das geplante Bauvolumen (mehrere zehntausend m² Nutzfläche) verändert die offene Ortsrandlage massiv.
- Die ortsbildprägende Silhouette von Eiche würde dauerhaft gestört.
- Die Schornsteine der Notstromversorgung können bis zu 40m hoch sein
- zukünftige mögliche Wohnbebauung in der angrenzenden Nachbarschaft werden durch die Schallgeräusche dieses Projektes unmöglich
- Es wird durch Dieselabgabe eine erhebliche Geruchsbelastung durch Abgase geben
- Rechenzentren sind kritische Infrastruktur und potentielle Angriffsziele
6. Beteiligung und Bürgerwille
- Das Ortsbeiratsvotum soll den Bürgerwillen erfahren. Die öffentliche Diskussion soll die deutliche Ablehnung durch die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger zeigen
- Eine Petition mit breiter Unterstützung soll den Gemeindevertretern diesen Bürgerwillen verdeutlichen und in die politische Abwägung einfließen.
ForderungWir fordern daher die Gemeindevertretung der Gemeinde Ahrensfelde auf,
- die Planverfahren zum Rechenzentrum Eiche zu stoppen,
- alternative, gemeinwohlorientierte Nutzungen für das betroffene Areal zu prüfen, und
- die Bürgerinnen und Bürger in einem Bürgerentscheid über Großvorhaben dieser Art künftig verbindlich mitbestimmen zu lassen.
Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 262 (161 in Ahrensfelde)