• Änderungen an der Petition

    at 11 Oct 2019 14:55

    Forderung integriert, Forderung präzisiert


    Neue Begründung: Das Artensterben:
    Das Artensterben ist aktuell so präsent wie selten. Genau genommen befinden wir uns gemäß Biodiversitätsrat der Vereinten Nationen im größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren. Eben jener Rat veröffentlichte im Mai dieses Jahres, dass schon jetzt die Geschwindigkeit, in der Tier- und Pflanzenarten aussterben, zwischen zehn- und hundertmal höher sei als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre. Im globalen Bericht zur Lage der Artenvielfalt, den der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) im Mai in Paris veröffentlichte, steht: „Der Verlust von Arten, Ökosystemen und genetischer Diversität ist bereits jetzt eine globale und generationenübergreifende Bedrohung für das Wohlergehen der Menschheit.“
    Ökologische Zusammenhänge bilden eine Art „Spinnengewebe“ ein „interagierendes Netz“ komplexer Zusammenhänge.
    Sterben bestimmte Arten aus, dann merken „wir“ es nicht. Sterben „andere“ Arten aus, dann brechen Ökosysteme auseinander. Das Insektensterben (der vielen vielen Arten) zeigt es. Nahrungsketten brechen zusammen. Bestäubungsleistungen reduzieren sich.
    www.haz.de/Nachrichten/Wissen/Uebersicht/UN-Bericht-Eine-Million-Tier-und-Pflanzenarten-vom-Aussterben-bedroht
    www.tagesspiegel.de/wissen/weltweiter-oeko-check-so-schlimm-steht-es-um-die-artenvielfalt/24266298.html
    Die Wissenschaft:
    Es stellt ein Armutszeugnis für eine Demokratie dar, wenn (wie in diesem Falle geschehen) Stellungnahmen hochrangiger WissenschaftlerInnen aus Universität und Fachhochschule nicht berücksichtigt werden. Darüber hinaus wurden Empfehlungen von Bundesministerium, Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) oder dem Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung geflissentlich ignoriert.
    www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/1691874/bundesumweltministerium-kritisiert-gewaesserschutz-im-kreis-osnabrueck
    www.pressreader.com/germany/meller-kreisblatt/20190923/281483573100948
    Die Landwirte:
    Es gibt nicht „die Landwirte“.
    Eine Fülle von Landwirten macht sich bereits, zum Teil mit Privatgeldern, für eine höhere Artenvielfalt stark. Wäre ja auch komisch wenn nicht. Ohne Insekten keine Bestäubung -> keine Ernteerträge -> keine Erlöse.
    Der Schrei „nach der Politik“ ist im Einzelfall (von Produzent und Konsument) zu wenig.
    Anders formuliert: Es ist eine wichtige Aufgabe der Gesellschaft, Landwirte für die Bereitstellung von Randstreifen finanziell zu entschädigen. Gleichzeitig stellt es eine hervorgehobene Aufgabe dar, Bauern auf dem Weg zu nachhaltigen und ökologischen Produktionsmethoden finanziell zu fördern.
    Für „harte“ und „ehrliche“ Arbeit, 12 Monate im Jahr, mit wenig (oder keinem) Urlaub, auf dem Weg zu ökologisch sinnvollen Anbaumethoden, ist nun mal ein Preis angemessen, der durchaus auch deutlich über dem Preis im Supermarkt liegen kann. Den „Stimmzettel“ geben wir an der Ladentheke ab.
    Ausgezeichnet geht das z.B. im örtlichen Bioladen oder im Bereich der solidarischen Landwirtschaft (gibt es auch in Deiner Region): www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis/
    Ist diese Petition und der „Nach uns die Sintflut-Preis“ gegen die CDU und FDP im Allgemeinen gerichtet?
    Nein. Es handelt sich hier um einen sachlichen Bezug auf eine Einzelentscheidung (Gewässerrandstreifen im Landkreis Osnabrück).
    Eine Entscheidung, die nur Verlierer erzeugt
    Verlierer Nummer 1: Die biologische Vielfalt!
    Verlierer Nummer 2: Die Landwirte. In den sozialen Medien wird oftmals völlig zu Unrecht und frei von jeglichem sachlichen Maß auf „den Landwirten“ eingedroschen. Das ist falsch! Eine Entscheidung wie im Kreistag geschehen jedoch, wird genau diese „Meinungsmache“ fördern.
    Verlierer Nummer 3: Es gibt wohl kein besseres Instrument um bei der nächsten Kommunalwahl weitere Stimmverluste einzufahren. Herzlichen Glückwunsch den betroffenen Parteien zu so viel Selbstschädigung.
    Verlierer Nummer 4: Die ehrenamtlichen Artenschützer. In ihrer Freizeit arbeitet eine Vielzahl von Menschen (unterschiedlicher Naturschutzgruppen) aktiv an Verbesserungen für die Artenvielfalt. Allein im Projekt „Blumiger Landkreis Osnabrück“ z.B. haben in den in den letzten 3 Jahren unter Mitwirkung von über 1000 Personen intensive Maßnahmen stattgefunden. So wurden im Landkreis etwa 140 Blühwiesen in einem Umfang von etwa 300.000 m² geschaffen. Die Intensivarbeit gegen das Insektensterben wird durch die Entscheidung des Kreistages um Jahre zurückgeworfen.
    Verlierer Nummer 5: Der Landkreis und die Demokratie
    Imageschaden par Excellence. Im Landkreis Osnabrück ticken die Uhren noch anders. Und eine Demokratie dient hier (mutmaßlich) der Durchsetzung von Interessen einer Minderheit, nicht aber den Belangen des Arten- und Umweltschutzes!
    Die Forderung lautet klar und deutlich den 1-Meter-Beschluss rückgängig zu machen und einen 5-Meter-Randstreifen als Gewässerschutz zu deklarieren.

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 35 (19 in Landkreis Osnabrück)

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