Umwelt

Hände weg vom Dietenbachwald in Freiburg!

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Martin Horn, Freiburger Gemeinderat und Stadtverwaltung
4.682 Unterstützende 3.252 in Freiburg im Breisgau
162% von 2.000 für Quorum
4.682 Unterstützende 3.252 in Freiburg im Breisgau
162% von 2.000 für Quorum
  1. Gestartet Juli 2023
  2. Sammlung noch 3 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

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Freiburg baut einen neuen Stadtteil. Im Westen der Stadt werden 6.900 Wohnungen entstehen auf einer Fläche von 152 Hektar, hauptsächlich Ackerland. Auf dieser Fläche wächst auch wertvoller, artenreicher Wald. Vier Hektar davon sollen abgeholzt werden. Das darf und muss nicht sein!

Wir sind nicht gegen den neuen Stadtteil. Aber wir wehren uns dagegen, dass 3.500 Waldbäume gefällt werden.

Für viele Freiburgerinnen und Freiburger ist der Dietenbachwald in den Hitzesommern als kühle Oase unverzichtbar. Dort können Mensch und Tier sich aufhalten, während in den Parks, auf der Straße und auf den Balkonen unerträgliche Temperaturen herrschen. Die Bäume spenden Schatten und erzeugen Kühle. Erderwärmung, Klimawandel und Artensterben machen den Wald wichtiger als je zuvor.

Die Stadtverwaltung und die Mehrheit im Gemeinderat möchte diese natürliche Klimaanlage zerstören. Aber die Hitzetage in unserer Stadt werden häufiger. Wir fordern: Der Dietenbachwald soll unangetastet bleiben. Der neue Stadtteil soll mit dem Wald geplant werden, und nicht gegen ihn. Es gibt Plan-Alternativen bei gleicher Wohnungsanzahl. Freiburg braucht diesen Wald!

Belege für die oben geschilderten Sachverhalte und weiterführende Informationen finden sich hier:

https://www.freiburg.de/pb/495838.html (Seite der Stadt Freiburg i. Br. zum neuen Stadtteil Dietenbach)

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/suedbaden/stadt-freiburg-kauft-sparkassengesellschaft-wegen-dietenbach-100.html (SWR-Bericht über die Planungen zum neuen Stadtteil)

https://www.freiburg.de/pb/1631506.html (Rahmenplan für Dietenbach)

https://www.freiburg.de/pb/1314777.html (Umweltgutachten für Dietenbach)

https://biv.rieselfeld.org/arbeitskreise/dietenbach/ (Projektgruppe Dietenbach im BürgerInnenverein Rieselfeld)

https://www.meteoblue.com/en/products/cityclimate/heatmaps/freiburgimbreisgau#14.77/47.9916/7.8465 (Hitzekarte für Freiburg i. Br.)

http://haendewegvomdietenbachwald.de/presse/presseerklaerung-vom-13-september-2023/ (Pressemitteilung des Aktionsbündnisses "Hände weg vom Dietenbachwald" zur geplanten Gashochdruckleitung im Langmattenwäldchen, inklusive Grafik mit Vorschlag für einen anderen Verlauf der Leitung)

Begründung

Kühlung

Das Rieselfeld ist bereits heute ein sommerlicher „Hotspot“. An Hitzetagen ist der Dietenbachwald als Kühloase für die Menschen sehr wichtig. Vor allem Kindern und Seniorinnen und Senioren ermöglicht er den Aufenthalt im Freien, wenn hohe Temperaturen herrschen. Genauso werden auch die Menschen im neuen Stadtteil Dietenbach den Wald dringend brauchen.

Artenschutz

Der Dietenbachwald ist ein Mischwald mit außergewöhnlichem Artenreichtum, insbesondere an den Waldrändern. Die Bäume sind zum Teil mehr als 200 Jahre alt. Dort leben zahlreiche geschützte Tierarten, zum Beispiel Hirschkäfer, Haselmaus, Kuckuck und Bechsteinfledermaus. Wenn die Waldzonen wie geplant zerstört oder aufgelichtet werden, vernichten wir große Teile des Lebensraums dieser Tiere.

Klimaschutz

Der Dietenbachwald speichert CO2. Ihn zu zerstören ist unvereinbar mit dem Klimaschutz. In Zeiten der Klimakrise brauchen wir mehr Wald – und nicht weniger. Die Stadtverwaltung hat angekündigt, dass der neue Stadtteil klimaneutral werden soll. Das kann nicht gelingen, wenn für den Bau 3.500 Bäume abgeholzt und die Flächen dann versiegelt werden.

Unersetzbarkeit

Der Wald lässt sich nicht durch Ausgleichsflächen ersetzen. Für die Menschen im westlichen Freiburg ist eine aufgeforstete Fläche irgendwo außerhalb der Stadt nutzlos. 

Neue Waldflächen benötigen sehr viele Jahrzehnte, bis dort wieder ein vollwertiges Klima- und Ökosystem entstanden ist. Klimawandel und Artensterben geschehen aber jetzt und schreiten rasant voran. 

Die geplanten Neuanpflanzungen sind außerdem kostspielig und pflegeintensiv. Sie gestalten sich immer schwieriger, da die Resilienz frischer Pflanzungen wegen des Klimawandels abgenommen hat.

Fehlentscheidungen verhindern

Die Stadtverwaltung plant, einen Teil des Waldes als schmalen Streifen angrenzend an  Rieselfeld stehen zu lassen. Dieser zurechtgestutzte Streifen hat nicht die Fähigkeit, die Luft wesentlich abzukühlen. Stürme, Hitze und Dürre werden den dünnen Baumreihen dort derart zusetzen, dass aus dem gesunden Wald ein kränklicher Rest wird. Ein so schmaler Waldstreifen wird auf Dauer nicht überleben und seinen wertvollen Nutzen für Mensch und Tier verlieren. Und der städtebaulich erwünschte Waldstreifen zwischen den Stadtteilen Rieselfeld und Dietenbach wäre dann nicht mehr vorhanden.

Wort halten

Stadtverwaltung und Gemeinderat dürfen nicht gegen das eigene „Klima- und Artenschutzmanifest“ verstoßen, welches der Rat schon 2019 beschlossen hat. Wörtlich heißt es dort: „Der Gemeinderat erklärt die Eindämmung der Klimakrise und des massiven Artensterbens sowie deren schwerwiegende Folgen als städtische Aufgaben von allerhöchster Priorität.“ Die Rodungen in Teilen des Dietenbachwalds wären ein grober Verstoß gegen diesen Beschluss.

Fazit

Der Bau der Wohnungen samt Infrastruktur für die 16.000 Menschen, die bald in Dietenbach leben sollen, ist ohne großflächige Rodungen möglich. Die  40.000 m²  Wald, um die es geht, entsprechen gerade mal drei Prozent der gesamten Projekt-Fläche. Die Stadt kann den Dietenbachwald erhalten, ohne auf Bauvorhaben zu verzichten – Verwaltung und Gemeinderat müssen es nur wollen! Die bisherige Planung ist nicht mehr zeitgemäß. Planen mit Wald ist möglich. Darum: Hände weg vom Dietenbachwald!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Aktionsbündnis "Hände weg vom Dietenbachwald!" aus Freiburg
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer des Dietenbachwalds,

    wir wünschen Euch ein gutes Jahr 2024! Was wohl das neue Jahr für den Dietenbachwald bringt?

    Klar ist: Es besteht für Januar akute Rodungsgefahr.

    Denn voraussichtlich im Januar wird das Verwaltungsgericht in Mannheim entscheiden, ob die Stadt Freiburg mitten durch den Dietenbachwald eine Gasleitung verlegen darf. Die Stadt Freiburg wird, falls das Gericht es zulässt, so schnell wie möglich Bäume fällen. Das wissen wir aus Gesprächen mit Vertretern der Stadtverwaltung.

    Zur Erinnerung: Die Stadt Freiburg will eine 25 Meter breite und rund 120 Meter lange Schneise im Zickzack durch den Dietenbachwald schlagen lassen. Dort soll eine Gasleitung verlegt werden, die im Moment an anderer... weiter

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer des Dietenbachwalds,

    der Wald braucht Euch: Kommt alle zu unserer Fahrrad-Demo am Samstag, 14 Uhr!

    Am kommenden Samstag, den 25. November radeln wir gemeinsam für den Dietenbachwald. Denn schon drei Tage danach soll der Gemeinderat über den Flächennutzungsplan für den neuen Stadtteil Dietenbach abstimmen, der die Grundlage für die geplanten Rodungen werden soll. Wir wollen zeigen, dass wir damit nicht einverstanden sind.

    Fahrrad-Demo – Start: Samstag, 14 Uhr, Rempartstraße!

    Von dort radeln wir gemeinsam durch die Freiburger Innenstadt, dann ein Stück über die B31 und anschließend über Haslach in den Dietenbachwald.

    Dort beenden wir unseren Protest mit einer Kundgebung am Mundenhofparkplatz. An... weiter

Noch kein PRO Argument.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Erhalt von Wald muss nun endlich höchste Priorität auch in Deutschland haben, wir regen uns berechtigt auf über die Rodung des Regenwaldes in Südamerika und auf Borneo aber vor der eigenen Haustür wird die Kettensäge gnadenlos eingesetzt !!! Die politischen Verantwortungsträger müssen nun endlich begreifen, daß Bauen m i t der Natur und nicht g e g e n sie ablaufen darf.
Also, Kommunalpolitiker und Bauunternehmer gebt Euch nicht die
Blöße als Naturschänder hingestellt zu werden, sondern zeigt mal den
Bürgern, wie intelligent ihr sein könnt. Auch ihr, euere Kinder und Enkel seid Bürger die von der Naturzerstörung direkt betroffen sein werdet !!
Dipl.-med. Kay Kampfmeier

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