Die Petition wurde eingereicht

27.05.2014 20:42 Uhr

Heute wurde die Petition zur Erhaltung des Hauses der Begegnung/PTI dem Präses der EKiR, Manfred Rekowski, sowie dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe "Bildung", Ulrich Hurschmann, übergeben.
In den anstehenden Beratungen zur Zukunft des Hauses der Begegnung wird das Votum von rund 700 rheinischen Religionslehrerinnen und Religionslehrern eine wichtige Rolle spielen.
Ein herzlicher Dank an alle Unterzeichner für ihr Engagement und die vielen Kommentare, die deutlich machen: Der Religionsunterricht im Rheinland braucht eine kirchliche Heimat!

Änderungen an der Petition

18.02.2014 19:34 Uhr

Korrektur Tippfehler
Neue Begründung: Die Prioritätensetzung, die zum beabsichtigten Verkauf des Hauses der Begegnung führt, halten wir als Religionslehrerinnen und Religionslehrer eindeutig für falsch. Lehren und Lernen in Schule und Gemeinde zu fördern ist keine randständige Aufgabe, sondern gehört zu den Kernaufgaben einer Kirche, die zukunftsfähig sein und bleiben möchte. Die Landeskirche hat das Haus der Begegnung 1996 für genau diese Arbeit gezielt mit den entsprechenden baulichen Ausstattungen gestaltet (Bibliothek und Mediothek, flexibel nutzbare, technisch sehr gut ausgestattete Tagungsräume, eine ruhige und zugleich anregungsreiche Lern- und Arbeitsumgebung, gut organisierter Tagungs- und Übernachtungsbetrieb). Seither ist dort sehr erfolgreiche Arbeit geleistet worden, die insbesondere für Generationen von Religionslehrkräften der rheinischen Landeskirche als Partner des Religionsunterrichts Ort und Gesicht gegeben hat. Prägnant gesagt: Wer als Religionslehrkraft im PTI/Haus der Begegnung Gast sein durfte, hat verstanden: Die kirchliche Beauftragung für den Religionsunterricht ist nicht nur eine formale Pflicht. In der rheinischen Kirche hat der Religionsunterricht, hat jede Religionslehrerin und jeder Religionslehrer einen starken Partner, der sich wirklich kümmert. Von den einführenden und vertiefenden Tagungen während des Referendariats über die Vokationstagung bis hin zu thematischen Tagungen, die die praktische Arbeit der Fachkonferenzen begleitet begleiten und unterstützt unterstützen - man erlebt sich nicht mehr allein mit seinem Fach, sondern von einer starken Gemeinschaft getragen. Dass die Qualität des evangelischen Religionsunterrichts ohne diese Unterstützung Schaden nehmen würde, liegt auf der Hand. Die Unterstützung benötigt allerdings für ihre Wirksamkeit unbedingt auch weiterhin ein Gesicht, einen identifizierbaren, festen Ort der Begegnung, der für diese Aufgabe verlässlich gestaltet ist. Ein PTI als weitgehend virtuelle Einrichtung ohne entsprechendes Tagungshaus wäre nur noch eine Hülse, eine Alibieinrichtung ohne jedes Identifikationspotential - es könnte seine Aufgabe nicht mehr glaubwürdig wahrnehmen.

Im Rahmen der Sparbeschlüsse möchte die Kirchenleitung zur Absicherung zukünftiger Versorgungs- und Beihilfeansprüche die Kapitalbildung vorantreiben. Diese rein finanztechnischen Zielsetzungen wurden in der Vergangenheit als alternativlos ausgewiesen, um gravierende Um- und Rückbauprozesse zu rechtfertigen. So verständlich dieses Bestreben unter der Perspektive der Vorsorge ist - die Versorgungsproblematik ist nicht die entscheidende Zukunftsfrage der EKiR. Es ist an der Zeit, dass die Prioritäten wieder stärker inhaltlich von den Aufgaben der Kirche her bestimmt werden.

Für viele Kinder und Jugendliche ist der Religionsunterricht der einzige Ort, an dem der christliche Glaube evangelischer Prägung als Orientierung und Hilfe wahrgenommen werden kann. Er ist für einen wesentlichen Teil der nächsten Generation das Gesicht der Evangelischen Kirche im Rheinland. Sie sollte ihr Gesicht nicht aus Spargründen unkenntlich machen.