13.07.2026, 16:03
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
heute fand in Netphen der Bürgerdialog statt. Gleichzeitig haben wir die gemeinsame Stellungnahme der Fraktionen zur Zukunft der Eissporthalle erhalten.
Wie erwartet, wurde unser Weg abgelehnt. Besonders enttäuschend ist, dass unsere neuen Erkenntnisse, Fragen und Lösungsvorschläge weder nachvollziehbar beantwortet noch beim Bürgerdialog vollständig dargestellt wurden.
Stattdessen wurde erneut dieselbe Erzählung wiederholt, die bereits vor Jahren durch Medienberichte und den früheren Bürgermeister geprägt wurde.
Das Abriss-Narrativ ist nicht belegt
Seit Jahren wird der Eindruck vermittelt, der vollständige Abriss der Eissporthalle sei beschlossen, vorbereitet und alternativlos.
Nach den uns bislang vorliegenden Unterlagen stimmt das so nicht.
Es gibt einen Beschluss zum Rückbau beziehungsweise zur Aufgabe der bisherigen Nutzung. Ein Rückbaubeschluss ist jedoch nicht automatisch ein konkreter Abrissbeschluss für das gesamte Gebäude.
Bis heute wurden uns nicht vorgelegt:
- ein eindeutig benannter Abrissbeschluss,
- eine konkrete Planung,
- eine Ausschreibung,
- ein Zeit- und Maßnahmenplan,
- eine nachvollziehbare Kostenberechnung,
- ein Schadstoffgutachten,
- eine denkmalschutzfachliche Bewertung.
Diese Unterlagen hatten wir bereits am 29.05.2026 angefragt. Eine konkrete Antwort oder Vorlage erfolgte nicht.
Wer öffentlich vom Abriss spricht, muss Beschluss, Planung, Kosten und fachliche Grundlagen vorlegen können.
Unsere Lösung wurde nicht dargestellt
Beim Bürgerdialog wurde erneut erklärt, die Stadt habe kein Geld und könne sich die Eishalle nicht leisten.
Dabei verfolgen wir ausdrücklich kein Modell, bei dem die Stadt dauerhaft Investitionen, Risiken und Betriebskosten übernehmen soll.
Unser Ansatz ist ein eigenständiges Träger- und Betreibermodell mit Trägerverein, Fördermöglichkeiten, Fachpartnern, Verbänden und einer Entlastung des kommunalen Haushalts.
Nach Rückmeldungen des Landessportbundes NRW und der Bezirksregierung Arnsberg kann eine pauschale Förderkonkurrenz mit kommunalen Projekten nicht angenommen werden. Für vereinsgetragene Sportinfrastruktur können eigenständige Förderwege bestehen.
Zusätzlich haben wir eine zunächst unentgeltliche technische und organisatorische Prüfung angeboten. Diese hätte weder eine Investitionsverpflichtung noch eine Vorentscheidung über einen späteren Betrieb bedeutet.
Es wäre zunächst darum gegangen, Zustand, Kosten, Fördermöglichkeiten und die Tragfähigkeit unseres Modells fachlich zu prüfen.
Sechs Wochen ohne Antwort
Unser Schreiben vom 29.05.2026 blieb rund sechs Wochen ohne inhaltliche Antwort des Bürgermeisters oder der Verwaltung.
Wir hatten neue Erkenntnisse mitgeteilt, offene Fragen benannt, einen Termin mit unseren Partnern vorgeschlagen und die Übergabe der Petition angesprochen.
Bis heute wurde weder ein Gesprächstermin noch ein Termin zur offiziellen Übergabe der Petition angeboten.
Eine Petition steht für Bürgerwillen, Ehrenamt und die Bereitschaft vieler Menschen, Verantwortung für ihre Stadt zu übernehmen.
Keine Unterlagen vorgelegt
Die Fraktionen erklären, externe Gutachter hätten ihnen ein umfassendes Bild der technischen, baurechtlichen, immissionsschutzrechtlichen und wirtschaftlichen Lage vermittelt.
Uns wurde bis heute nicht mitgeteilt:
- welche Gutachter gemeint sind,
- wann und mit welchem Auftrag sie tätig waren,
- welche Unterlagen erstellt wurden,
- welche Kostenannahmen verwendet wurden,
- und ob diese Bewertungen aktuell sind.
Wir behaupten nicht, dass solche Unterlagen nicht existieren.
Wir stellen fest:
Bis heute wurden sie uns nicht vorgelegt.
Sollten sie vorhanden sein, begrüßen wir ihre transparente Veröffentlichung.
Wir weisen die Stellungnahme zurück
Die gemeinsame Stellungnahme beantwortet unsere Fragen und Erkenntnisse nicht nachvollziehbar.
Sie erklärt nicht, warum eine kostenfreie Prüfung nicht ermöglicht, unser Modell nicht weiter geprüft und die zugrunde liegenden Unterlagen nicht offengelegt werden.
Deshalb weisen wir die Stellungnahme in der vorliegenden Form zurück.
„Eissport muss bleiben“ ist mehr als ein Name, den der Bürgermeister wohl gerne vergisst
Es geht um Sport, Kinder und Jugendliche, Vereine, Familien, Ehrenamt, regionale Identität und Bürgerwillen.
Wir beraten nun mit unseren Partnern, Verbänden und Unterstützern über die nächsten Schritte.
Dazu gehören die Klärung des tatsächlichen Beschluss- und Planungsstands, die Offenlegung der Entscheidungsgrundlagen und gegebenenfalls ein formeller Antrag auf Informationszugang.
Wir bleiben sachlich und transparent. Aber wir werden uns nicht länger mit pauschalen Aussagen zufriedengeben.
Wer belastbare Konzepte fordert, muss auch selbst belastbare Unterlagen vorlegen.
Abschließend bleibt was die Stadt Netphen angeht:
Das macht mich persönlich fassungslos und enttäuscht mich.
Vielen Dank für eure Unterstützung.
Instagram: Eissport_Muss_Bleiben
Eissport muss bleiben.
Ouday Tabbarah
Initiative „Eissport muss bleiben“