30.06.2026, 08:05
Hallo Unterzeichner,
bevor wir zu dem offiziellen Teil kommen mit „Danke für Eure Unterstützung“ möchte ich eine sehr persönliche Einordnungen der beiden letzten Ratssitzungen und der gestrigen finalen Abstimmung über das Bodegelände (die ähnlich knapp ausging wie das gestrige Fussballspiel, aber wir haben besser gespielt) liefern.
Die von Heinrich Bätke CDU in Abwesenheit von Simon Müller geführte Sitzung des Bauausschusses am 17.06.26 liess schon erahnen, wo die Reise hingeht: die Fragen der der Einwohner zum Bodegelände wurden nicht separat beantwortet, sondern „gesammelt“, um dann in der Ratsdiskussion entweder gar nicht beantwortet oder von Frau Uphoff professionell wegmoderiert zu werden.
Auf Nachfragen oder Beschwerden hiess es dann „Hey, die Einwohnerfragestunde ist vorbei“.
Das war schon keine Sternstunde der Demokratie, aber der Umgang seitens der CDU mit den Bürgermeinungen stellte klar die Weiche für den gestrigen Abend:
wir als BI waren ja vorab mit allen Parteien im Gespräch (ausser der FDP und speziell Helge Mensching, die jede Kontaktaufnahme ignoriert haben) und wie man an der Entwicklung gesehen hat, waren die Grünen, die seit der wundersamen Aufstockung der Pläne auf 150 Wohnungen konsequent gegen das Projekt gestimmt haben sowie SPD/BSI und der parteilose Ortsbürgermeister Matthias Kenzler willens und in der Lage, zuzuhören und sich nach Faktenlage und neu gewonnenen Erkenntnissen und Argumenten ein differenziertes Bild zu machen und ihre Meinung, leider erst eine Minute vor zwölf, zu ändern.
Im Gegensatz dazu haben sich CDU/FDP dazu entschlossen, auf Angriffsmodus zu gehen und die Entwicklung und den Widerstand von 1.000 ihrer Wähler in Unterschriftenliste, 600 online und 77 detaillierte Eingaben konsequent zu ignorieren und argumentativ auf Punkt Null zurück zu gehen:
Wenn in der gestrigen Sitzung zum Beispiel Cord Burchard (FDP) die sehr dezidierte und ausgearbeitete Frage einer Bürgerin mit dem Argument wegwischt, die Pläne seien seit 2015 (da war es die DIBAG mit max. 80 Wohnungen) bekannt und unverändert, dann argumentiert er bewusst mit falschen Fakten oder aus Unkenntnis, jeden falls zeigt es, dass er unsere Argumentation und die Entwicklung des Geländes und der Diskussion darüber komplett ignoriert hat.
Den Vogel abgeschossen hat wiederum Heinrich Bätke, der einen erkennbar zugezogenen Bürger im Stil eines Feudalherren mal kurz darüber belehrte, dass „er schliesslich seit 10 Generationen in Isernhagen wohnt und tätig ist“ und allen anderen, die nicht die gleiche Lebenslinie aufweisen, damit faktisch das Recht auf Einspruch und andere Meinung absprach.
Wenn man mal davon absieht, dass Vertreter der SPD mehrfach von der Gegenseite bezüglich ihrer Argumentation als „AfD“ verunglimpft wurden, aber das hake ich mal unter „Wahlkampf“ ab.
Was können wir jetzt noch tun?
Wie das Abstimmungsergebnis von 17:18 zeigt, gibt es hier und jetzt die wohl einmalige Chance, bei der Kommunalwahl im September einen Wechsel zu erzwingen und das ewige „Weiter so!“ der CDU/FDP Fraktion inclusive der kompletten Ignoranz von 1.000 Wählerstimmen zu beenden.
Das Abstimmungsergebnis im Detail: FÜR den Bebauungsplan 18 Stimmen: CDU / FDP / Herbert Löffler (parteilos) bei 17 Gegenstimmen SPD/BSI / Bündnis 90/Die Grünen / Matthias Kenzler (parteilos).
Make your choice.
Danke für alles bis hierhin, es war eine sehr fordernde Zeit und wie schon gesagt: es ist unglaublich, was wir gemeinsam alles erreicht haben.
Aber wie zu befürchten war, hat man uns in der Nachspielzeit aus dem Turnier gekickt.