• Klinikum Bayreuth macht dicht - 3.000 Mitarbeiter in Quarantände

    at 26 Jan 2021 19:53

    Meldung kurier.de, 26.01.2021

    "Nur noch, was dringend notwendig ist: Klinik behandelt keine Patienten mehr – mehr als 3000 Mitarbeiter in Quarantäne geschickt. Alle Mitarbeiter und Patienten getestet. Elf Personen mit gefährlicherer Briten-Variante infiziert. Dauer: unbekannt. Ob das Virus in der ganzen Region ist: unbekannt. Landrat: „Harter Schritt. ...

    Bayreuth - Erstmals in der Geschichte Bayreuths ist eine ganze Klinik in Quarantäne. Schuld daran ist das Auftauchen der englischen Mutation des Corona-Virus."

    Quelle: www.kurier.de/inhalt.briten-virus-klinikum-bayreuth-macht-dicht-3000-in-quarantaene.018f4a30-de54-4fb0-8c66-f647600b624a.html

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    Verehrte Unterstützer(innen),

    Pandemien können unvorhersehbare Folge haben - dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden.

    Der Skandal aber ist ein anderer!

    Im Frühjahr sollten sich alle Krankenhäuser Deutschlands an der stationären Behandlung von Corona-Patienten beteiligen und wurden entsprechend finanziell unterstützt. Und das hat gut funktioniert, weil auch kleine Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung (die Mehrheit deutscher Krankenhäuser) an der Covid-Behandlung beteiligt waren. Damit waren die Lasten der Covid-Behandlung dann auch breit und flächendeckend verteilt.

    Seit Herbst 2020 ist dies anders!

    Ausreichende finanzielle Unterstützung für Corona-reservierte Betten erhalten nur Krankenhäuser der Maximalversorgung und der Schwerpunktversorgung. Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung sollen nach Wunsch des "Richtungspapiers zu mittel- und langfristigen Lehren - Zwischenbilanz nach der ersten Welle der Corona-Krise 2020" nach Möglichkeit nicht an der Corona-Behandlung beteiligt werden. sie erhalten seit Herbst2020 weniger oder keine Covid-19-Ausgleichsfinanzierung.

    Das ist die Vorstufe zum weitreichenderen Vorschlag des Richtungspapiers, die Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung in Integrierte Versorgungszentren mit überwiegender ambulanter Ausrichtung umzuwandeln.

    Das Beispiel des Klinikums Bayreuth macht deutlich, was ein solcher Konzentrationsprozess auf wenige Krankenhäuser der Schwerpunkt- bzw. Maximalversorgung auslösen kann:

    1) Von einem Tag zum anderen fallen alle stationären Betten des Stadt Bayreuth aus
    (Ausnahme Notfälle). Das ist ein immenser Ausfall an stationärer
    Behandlungskapazität mitten in der Pandemie.
    2) Alle Mitarbeiter sind in Quarantäne. das Personal, das fast 1 Jahr am Limit arbeitet,
    muss jetzt weitere private Einschränkungen hinnehmen.
    3) Die in Quarantäne befindlichen Mitarbeiter müssen trotzdem arbeiten. Zulässig ist
    nur das Pendeln in Privatfahrzeugen zwischen Arbeit und Zuhause - eine riesige
    Herausforderung!

    Noch gibt es benachbarte Krankenhäuser, die im Frühjahr mit guten Ergebnissen Corona-Patienten behandelten und auch im Herbst zur Eindämmung der Pandemie beitragen können.

    Das Beispiel von Bayreuth aber macht deutlich, was passieren kann, wenn sich die Corona-Behandlung und die Behandlung anderer schwerer Erkrankungen auf nur wenige Kliniken konzentriert.

    Wir fordern die Gesundheitsberater und Bundesgesundheitsminister Spahn auf, jetzt umgehend jeden deutschen Klinikstandort zu erhalten und so zur Sicherheit der Bevölkerung beizutragen.

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