"Nur noch, was dringend notwendig ist: Klinik behandelt keine Patienten mehr – mehr als 3000 Mitarbeiter in Quarantäne geschickt. Alle Mitarbeiter und Patienten getestet. Elf Personen mit gefährlicherer Briten-Variante infiziert. Dauer: unbekannt. Ob das Virus in der ganzen Region ist: unbekannt. Landrat: „Harter Schritt. ...
Bayreuth - Erstmals in der Geschichte Bayreuths ist eine ganze Klinik in Quarantäne. Schuld daran ist das Auftauchen der englischen Mutation des Corona-Virus."
Pandemien können unvorhersehbare Folge haben - dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden.
Der Skandal aber ist ein anderer!
Im Frühjahr sollten sich alle Krankenhäuser Deutschlands an der stationären Behandlung von Corona-Patienten beteiligen und wurden entsprechend finanziell unterstützt. Und das hat gut funktioniert, weil auch kleine Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung (die Mehrheit deutscher Krankenhäuser) an der Covid-Behandlung beteiligt waren. Damit waren die Lasten der Covid-Behandlung dann auch breit und flächendeckend verteilt.
Seit Herbst 2020 ist dies anders!
Ausreichende finanzielle Unterstützung für Corona-reservierte Betten erhalten nur Krankenhäuser der Maximalversorgung und der Schwerpunktversorgung. Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung sollen nach Wunsch des "Richtungspapiers zu mittel- und langfristigen Lehren - Zwischenbilanz nach der ersten Welle der Corona-Krise 2020" nach Möglichkeit nicht an der Corona-Behandlung beteiligt werden. sie erhalten seit Herbst2020 weniger oder keine Covid-19-Ausgleichsfinanzierung.
Das ist die Vorstufe zum weitreichenderen Vorschlag des Richtungspapiers, die Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung in Integrierte Versorgungszentren mit überwiegender ambulanter Ausrichtung umzuwandeln.
Das Beispiel des Klinikums Bayreuth macht deutlich, was ein solcher Konzentrationsprozess auf wenige Krankenhäuser der Schwerpunkt- bzw. Maximalversorgung auslösen kann:
1) Von einem Tag zum anderen fallen alle stationären Betten des Stadt Bayreuth aus
(Ausnahme Notfälle). Das ist ein immenser Ausfall an stationärer
Behandlungskapazität mitten in der Pandemie.
2) Alle Mitarbeiter sind in Quarantäne. das Personal, das fast 1 Jahr am Limit arbeitet,
muss jetzt weitere private Einschränkungen hinnehmen.
3) Die in Quarantäne befindlichen Mitarbeiter müssen trotzdem arbeiten. Zulässig ist
nur das Pendeln in Privatfahrzeugen zwischen Arbeit und Zuhause - eine riesige
Herausforderung!
Noch gibt es benachbarte Krankenhäuser, die im Frühjahr mit guten Ergebnissen Corona-Patienten behandelten und auch im Herbst zur Eindämmung der Pandemie beitragen können.
Das Beispiel von Bayreuth aber macht deutlich, was passieren kann, wenn sich die Corona-Behandlung und die Behandlung anderer schwerer Erkrankungen auf nur wenige Kliniken konzentriert.
Wir fordern die Gesundheitsberater und Bundesgesundheitsminister Spahn auf, jetzt umgehend jeden deutschen Klinikstandort zu erhalten und so zur Sicherheit der Bevölkerung beizutragen.
es gibt mehrere bundesweite Petitionen gegen Kliniksterben, die jeweils unterschiedliche Aspekte betrachten.
Am 27.01.2021 ist die Übergabe einer bundesweiten Petiton an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit ganz konkreten Forderungen geplant.
Autoren sind Gemeingut in BürgerInnenhand bzw. das bundesweite Bündnis Klinikrettung.
Wir bitten ausdrücklich:
- Unterstützen Sie auch diese Petition noch vor dem 27.01.2021.
- Sorgen Sie dafür, dass diese Petition mit hoher Beteiligung an das Bundesgesundheitsministerium übergeben werden kann.
- Geben Sie die Information an möglichst viele Freunde/Bekannte weiter.
es gibt mehrere bundesweite Petitionen gegen Kliniksterben, die jeweils unterschiedliche Aspekte betrachten.
Am 27.01.2021 ist die Übergabe einer bundesweiten Petiton an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit ganz konkreten Forderungen geplant.
Autoren sind Gemeingut in BürgerInnenhand bzw. das bundesweite Bündnis Klinikrettung.
Wir bitten ausdrücklich:
- Unterstützen Sie auch diese Petition noch vor dem 27.01.2021.
- Sorgen Sie dafür, dass diese Petition mit hoher Beteiligung an das Bundesgesundheitsministerium übergeben werden kann.
- Geben Sie die Information an möglichst viele Freunde/Bekannte weiter.
Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ begrüßt die Standortzusage des Bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek
Die Aktionsgruppe „Schluss mit Kliniksterben in Bayern“ begrüßt die Ankündigung des neuen bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek vom 14.01.2020 in den Nürnberger Nachrichten, angesichts der Corona-Pandemie im Moment keine Krankenhäuser in Bayern zu schließen. Dies ist die richtige Entscheidung zur Sicherung einer flächendeckenden und wohnortnahen Klinischen Versorgung der Bevölkerung mit hoher Qualität. Die Aktionsgruppe begrüßt auch die Ankündigung des Gesundheitsministers, sich für genügend qualifiziertes Personal, verbesserte Arbeitsbedingungen und verbesserte Bezahlung in den bayerischen Krankenhäusern einzusetzen.
In Bayern wurden im Jahr 2020 immerhin noch 4 Krankenhäuser an den Standorten Parsberg, Waldsassen, Vohenstrauß und Fürth geschlossen, drei Krankenhäuser nach Ausbruch der Corona-Pandemie. Das Bekenntnis des Bayerischen Staatsministers für Gesundheit und Pflege ist deshalb als radikaler Kurswechsel ausdrücklich zu begrüßen.
Die Aktionsgruppe will nun Taten sehen. Sie fordert konkret:
1. Die Bayerische Staatsregierung erfüllt ihre Zusage im Koalitionsvertrag, mit gezielten Strukturprogrammen in ländlichen Räumen eine wohnortnahe Krankenhausversorgung sicherzustellen, kleinere Standorte zu erhalten und weiterzuentwickeln. *1) Die Defizite der Krankenhäuser sind vom Freistaat zu finanzieren. Für ausreichende Personalausstattungen in den Krankenhäusern ist Sorge zu tragen.
2. Der Freistaat Bayern wird aufgefordert, sich bei der Bundesregierung für die Umstellung der Abrechnung über DRG-Fallpauschalen auf ein kostendeckendes Vergütungssystem einzusetzen.
3. Der Freistaat Bayern hat alle notwendigen stationären Investitionen der bayerischen
Krankenhäuser vollumfänglich zu finanzieren. *2)
Zitate des bayerischen Gesundheitsministers Klaus Holetschek : „Wir brauchen radikale Lösungen, was Arbeitsbedingungen angeht ebenso wie bei der Bezahlung. … Das wird richtig kosten. Die Frage ist: Was ist es uns wert? Wenn wir die Frage ehrlich beantworten, dann wird es teuer. … Unser System funktioniert nicht mehr richtig. Wir haben es zu sehr ökonomisiert. … Wir wollen im Moment kein Krankenhaus schließen. Gerade in der Pandemie spüren wir, wie wichtig eine dezentrale Versorgung ist. Und ich bin ein Verfechter der Krankenhäuser im ländlichen Raum.“ *3)
aktuell zeichnet sich in Bayern möglicherweise ein radikaler Kurswandel in der Krankenhauspolitik ab. Der neue Bayerische Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek verkündete am 14.01.2021 in den Nürnberger Nachrichten zur Sicherung bayerischer Krankenhäuser (Auszüge):
„Wir brauchen radikale Lösungen, was Arbeitsbedingungen angeht ebenso wie bei der Bezahlung. … Das wird richtig kosten. Die Frage ist: Was ist es uns wert? Wenn wir die Frage ehrlich beantworten, dann wird es teuer. … Unser System funktioniert nicht mehr richtig. Wir haben es zu sehr ökonomisiert. … Wir wollen im Moment kein Krankenhaus schließen. Gerade in der Pandemie spüren wir, wie wichtig eine dezentrale Versorgung ist. Und ich bin ein Verfechter der Krankenhäuser im ländlichen Raum.“
Sollten die Absichtserklärungen des bayerischen Gesundheitsministers Wirklichkeit werden, wäre der Erhalt bayerscher Krankenhäuser flächendeckend gesichert.
Die Aktionsgruppe "Schluss mit Kliniksterben in Bayern" wird alles daran setzen, das aus den Absichtserklärungen Wirklichkeit wird.
aktuell zeichnet sich in Bayern möglicherweise ein radikaler Kurswandel in der Krankenhauspolitik ab. Der neue Bayerische Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek verkündete am 14.01.2021 in den Nürnberger Nachrichten zur Sicherung bayerischer Krankenhäuser (Auszüge):
„Wir brauchen radikale Lösungen, was Arbeitsbedingungen angeht ebenso wie bei der Bezahlung. … Das wird richtig kosten. Die Frage ist: Was ist es uns wert? Wenn wir die Frage ehrlich beantworten, dann wird es teuer. … Unser System funktioniert nicht mehr richtig. Wir haben es zu sehr ökonomisiert. … Wir wollen im Moment kein Krankenhaus schließen. Gerade in der Pandemie spüren wir, wie wichtig eine dezentrale Versorgung ist. Und ich bin ein Verfechter der Krankenhäuser im ländlichen Raum.“
Sollten die Absichtserklärungen des bayerischen Gesundheitsministers Wirklichkeit werden, wäre der Erhalt bayerscher Krankenhäuser flächendeckend gesichert.
Die Aktionsgruppe "Schluss mit Kliniksterben in Bayern" wird alles daran setzen, das aus den Absichtserklärungen Wirklichkeit wird.
Die eigentlichen Forderungen im Ausschnitt lauten:
1. Die Bayerische Staatsregierung erfüllt ihre Zusage im Koalitionsvertrag, mit gezielten Strukturprogrammen in ländlichen Räumen eine wohnortnahe Krankenhausversorgung sicherzustellen, kleinere Standorte zu erhalten und weiterzuentwickeln. *2) Die Defizite der Krankenhäuser sind vom Freistaat zu finanzieren. Für ausreichende Personalausstattungen in den Krankenhäusern ist Sorge zu tragen.
2. Der Freistaat Bayern wird aufgefordert, sich bei der Bundesregierung für die Umstellung der Abrechnung über DRG-Fallpauschalen auf ein kostendeckendes Vergütungssystem einzusetzen.
3. Der Freistaat Bayern hat alle notwendigen stationären Investitionen der bayerischen Krankenhäuser vollumfänglich zu finanzieren.
Passend zur Petition "Stoppt den Einfluss der Gesundheitsberater auf Krankenhausreformen" erschien für 7,90 € ein Fachbuch mit dem Titel:
Aufschrei ländlicher Krankenhäuser in Deutschland
Einfluss der Gesundheitsberater auf verstärktes Kliniksterben in der Corona-Pandemie
Dieses Fachbuch gibt es jetzt auch als E-Book im Format EPub. Benötigt werden ein EBook-Reader oder alternativ eine Software zum Lesen von EPub. Mehrere Freeware-Programme sind im Internet verfügbar.