Die Petition ist bereit zur Übergabe - Wasserstandsmeldung

26.05.2015 20:06 Uhr

Die Familie von Rayan hat für weitere drei Monate eine Duldung erhalten und ist weiterhin von einer Rückführung nach Bulgarien bedroht. Im September 2015 wird Rayan ein Geschwisterchen bekommen. Mit mehreren EhrenamtlerInnen unterstützen wir die Familie weiter. Beide Elternteile nehmen regelmäßig an Sprachkursen teil und mit dem Familienvater ist bereits eine Kommunikation ohne Dolmetscher und Wörterbuch möglich. Zwischenzeitlich könnte eine Wohnung am freien Wohnungsmarkt organisiert, bezogen und zweckmäßig mit Spenden eingerichtet werden. Die kleine Rayan geht weiterhin in eine städtische Kindertageseinrichtung und entwickelt sich gut. Ein Arbeitsangebot bei einem örtlichen Gartenbaubetrieb musste der Vater aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen ablehnen, obwohl er liebend gern selber für den Familienunterhalt sorgen möchte. Der Petitionsantrag ist bei den zuständigen Behörden weiter anhängig und wir hoffen das Beste. Wir werden weiter für ein Bleiberecht der syrischen Flüchtlingsfamilie kämpfen. Demnächst soll in unserer Kommune eine offizielle Initiative zur Unterstützung von Flüchtlingen und Asylbewerbern durch engagierte EhrenamtlerInnen gegründet werden. Das erste Treffen hat bereits stattgefunden. Für die breite Unterstützung der Onlinepetition herzlichen Dank. Die gesammelten Unterschriften sollen zu gegebener Zeit an die zuständigen Behörden übergeben werde.

Änderungen an der Petition

17.03.2015 22:37 Uhr


Neuer Petitionstext: Syrische Flüchtlingsfamilien die über sogennannte sichere Drittländer (Bsp.: Bulgarien) nach Europa eingereist sind, werden im Ankunftsland entgegen dem eigenem Willen in ein Asylverfahren gedrängt. Wenn sie dann aufgrund der dort herrschenden und seit mehreren Jahren durch anerkannte Organisationen (ProAsyl, UNHCR u.a.) dokumentierten systemischen Misstände und Mängel nach Deutschland weiterflüchten, fallen sie unter die sogennannten Dublin II bzw. Dublin III - Verordnungen und sollen nach dem gültigen und unzureichendem Asylrecht in diese Länder zurückgeführt werden. Hierbei sind kaum Ausnahmen möglich und der Einzelfall ist nicht relevant und in der Regel erfolgt die Rückführung ohne ausreichende Vorankündigung und Wahrung von Benachrichtigungspflichten und planbaren Reaktionszeiten.

Bildquelle: zeit.de