• Von: Antje Grüneberg mehr
  • An: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und ...
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Minderheitenschutz mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 1.072 Unterstützer
    977 in Deutschland
    Sammlung abgeschlossen

Syrische Flüchtlingsfamilien - Rayan muss bleiben

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Syrische Flüchtlingsfamilien die über sogennannte sichere Drittländer (Bsp.: Bulgarien) nach Europa eingereist sind, werden im Ankunftsland entgegen dem eigenem Willen in ein Asylverfahren gedrängt. Wenn sie dann aufgrund der dort herrschenden und seit mehreren Jahren durch anerkannte Organisationen (ProAsyl, UNHCR u.a.) dokumentierten systemischen Misstände und Mängel nach Deutschland weiterflüchten, fallen sie unter die sogennannten Dublin II bzw. Dublin III - Verordnungen und sollen nach dem gültigen und unzureichendem Asylrecht in diese Länder zurückgeführt werden. Hierbei sind kaum Ausnahmen möglich und der Einzelfall ist nicht relevant und in der Regel erfolgt die Rückführung ohne ausreichende Vorankündigung und Wahrung von Benachrichtigungspflichten und planbaren Reaktionszeiten.

Bildquelle: zeit.de

Begründung:

In dem konkreten Fall ist eine junge Familie aus Damaskus zunächst nach Bulgarien geflüchtet. Als Zielland sei jedoch Deutschland im Focus gewesen, da dorthin bereits Familienangehörige unterwegs gewesen seien. Auf der Flucht hat die 17-jährige Frau unter Beschuss Rayan entbunden. Im Grenzgebiet zwischen der Türkei / Bulgarien wurden sie von Grenzbeamten aufgegriffen und nach Bularien gebracht. Dort wurde die Familie genötigt einen Asylantrag zu stellen. Danach wurde die Familie in eine Art Gefängnis untergebracht, ohne ausreichende medizinische und hygienische Versorgung. Die Lebensmittelversorgung ließ auch zu wünschen übrig. Daraufhin erkrankte Rayan und die Eltern setzten ihre Flucht nach Deutschland fort. Hier fallen sie unter die Dublin II -Verordnung und sollen nach Bulgarien zurücküberstellt werden. Trotz bemerkenswerter und eigenverantwortlicher Intergrationsbemühungen, Organisation von Sprachkursen / Kitaplatz für Rayan / erste Arbeitsangebote / freies Wohnungsmarktangebot wird die Familie kriminalisiert und zwischen den Welten hin und her geschoben. Wo bleiben unsere in der Verfassung verankerten Grundrechte auf Menschenwürde und Gleichbehandlunsggrunsatz.
Dem vieldiskutierten Schreckensgespenst Demografiewandel zum Trotz, soll Rayan mit Familie aus Deutschland abgeschoben werden, obwohl sie schon seit Anfang Sommer 2014 unter uns wohnen. Das möchten wir mit Euch verhindern und fordern die Verantwortlichen auf unsere christlichen Werte und die Grundsätze unserer Demokratie zu achten. Nur ein klar definiertes und nachvollziehbares Asylrecht kann die Lösung sein. Ein normal gebildeter Bürger versteht die gültigen Verordnungen und Gesetze nicht.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Kaarst, 11.03.2015 (aktiv bis 10.05.2015)


Neuigkeiten

Die Familie von Rayan hat für weitere drei Monate eine Duldung erhalten und ist weiterhin von einer Rückführung nach Bulgarien bedroht. Im September 2015 wird Rayan ein Geschwisterchen bekommen. Mit mehreren EhrenamtlerInnen unterstützen wir die Familie ...

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Debatte zur Petition

PRO: Obwohl Bulgarien ein EU-Land ist und dort kein Krieg herrscht, ist die medizinische Versorgung miserabel - gerade für Flüchtlinge - was besonders für eine Familie mit Kleindkind dramatisch sein kann. Zumal hat die Familie begonnen, sich in Deutschland ...

CONTRA: Meines Wissens herrscht in Bulgarien (zum Glück) kein Krieg - Insofern wäre es absolut korrekt und dringend angebracht, dass die Familie komplett dort in BG das Asylverfahren durchläuft und somit vor diesem fürchterlichen Krieg in Syrien Schutz findet. ...

CONTRA: Die Petition ist allein dazu geeignet, ein Meinungsbild herzustellen. Irgendwelche positive Auswirkungen für die Familie wird sie nicht haben. Insbesondere können Politiker nicht in Verfahren nach den derzeit geltenden Gesetzen eingreifen. Frage: Warum, ...

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Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

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