11.10.2026, 14:40
Können Stadträte gegensätzlich entscheiden und dennoch beide richtig liegen?
Krefeld und Kempen lassen sich gut vergleichen. Sie unterliegen beide einer Haushaltssperre und beide müssen u. a. ihre Schullandschaft optimieren. Zwischenzeitlich lagen die Grundsteuersätze in Kempen auch höher als in Krefeld. Man sieht Leerstände in Krefelds Hochstraße und in Kempen geht es auch nicht in der Burgstraße, dem ehemaligen Postamt oder dem kommende Hotel voran.
In Krefeld lässt man 2 Schulen auslaufen und hat am Ende 2 leere Schulen.
Kempen will in den nächsten Jahren an die 100 Mio. € in einen neuen Schulbau stecken. Dann hat Kempen eine leere Schule. Auf das weitere Erhöhen der Grundsteuern und das Verteuern des Wohnens in Kempen kann schon gewartet werden.
In Kempen lies man sich von einem „pädagogischen Konzept“ blenden. Das kannte wohl niemand und so musste es der Architekt erstellen und lies das auch nicht blicken. Eines der Gymnasien (LvD) reklamierte ihre eigenes Konzept, das in einem modernisierten Schulgebäude unter die Räder gelangen soll. In Krefeld sind das keine Überlegungen.
Wenn im Krefelder Stadtwald drei kranke Bäume gefällt werden müssen, dann ist festgelegt, dass die Bäume ersetzt werden. In Kempen erfolgt eine Amputation an unserer grünen Lunge. Die Baumsatzung der Grünen hatte die CDU abgeblockt. Verschattungskonzepte gibt es nicht. Die Schäden sieht man überall.
Sportstätten werden in Krefeld renoviert und verbessert. In Kempen wird die zentrale Sportanlage der anliegenden Schulen an den Stadtrand verlagert. Kempen investierte in ein Lärmschutzgebirge, statt in zusätzliche Sportdisziplinen. Wie das zum Konzept des Sportabiturs entgegenkommt, will sich auch nicht so recht erschließen.
Muss sich eine Stadt einen anderen Stadtrat zulegen?
Dr. Norbert Schweig, Kempen