• Petition in Zeichnung - Antwort von Vizepräsident

    at 13 Jul 2020 16:12

    Sehr geehrter Herr Lüttkenhaus,



    vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich freue mich über jede studentischen Initiative, die dazu beitragen möchte, dass die Studienbedingungen für alle besser werden, und natürlich freue ich mich auch für Ihren Dank, den Sie für die Unterzeichner*innen Ihrer Petition aussprechen. Ihr AStA und die studentischen Mitglieder des Senats haben sich hier ebenfalls engagiert.

    Mein Eindruck ist, dass diese ca. 200 Unterzeichner*innen auch uns, d.h. vor allem die Dezernentin, Frau Dr. Bediako, ganz konkret auf ihre Anliegen aufmerksam gemacht haben. So konnten wir schnell tätig werden, wo trotz der umfangreichen Vorüberlegungen etwas übersehen worden ist. Der gesamte Prüfungsplan wurde vor Veröffentlichung hinsichtlich der so genannten Überschneidungsfreiheit für die im 2., 4. und je nach Studiengang 6. Semester eines Studiengangs vorgesehenen Modulabschlussprüfungen geprüft; in Einzelfällen ist bei einer Überschneidung Abhilfe geschaffen worden, bevor der Prüfungsplan veröffentlicht wurde. Ein Fall musste im Nachhinein korrigiert werden.

    In allen anderen Fällen, in denen sich Studierende beklagen, geht es entweder um eine Überschneidung mit einem Modul im Profilierungsbereich (Sprachen, zwei Fälle, eine Verschiebung der Sprachprüfungen ist angefragt) oder aber – und das ist die deutliche Mehrheit – um Modulprüfungen eines vorherigen Semesters, die die Studierenden nicht angetreten oder nicht bestanden hatten und/oder in denen sie nicht zum Nachschreibtermin angetreten waren. In allen diesen Fällen haben die Studierenden inzwischen die Möglichkeit, eine der beiden Klausuren jetzt anzutreten und die andere zum Wiederholungstermin zu schreiben.

    Der Vorwurf, dass das Fach Sport keine Wiederholungstermine für bestimmte Sportarten anbieten könne, greift zu kurz. Für die Vorbereitung auf eine praktische Sportprüfung oder deren Wiederholung muss Studierenden Zeit und Gelegenheit zum Trainieren angeboten werden. Die behördlichen Anordnungen haben ausreichendes Training jedoch lange nicht und anschließend nur in eingeschränktem Maß ermöglicht, so dass die relativ späten Terminierungen der praktischen Sportprüfungen den Studierenden im Gegenteil eine adäquate Vorbereitung ermöglichen sollen, auch wenn dies gelegentlich zu Lasten von Wiederholungsterminen gehen muss.



    Nicht von der Hand zu weisen ist der Vorwurf der späten Planung der Klausurphase und ihre zeitliche Dichte. Lange Zeit waren die Rahmenbedingungen für die Durchführung von Prüfungen unklar und wir benötigten auch erst eine entsprechende Ergänzungsordnung, die es uns ermöglicht, Online-Klausuren durchzuführen. Tatsächlich gibt es viele Klausuren in den ersten beiden Wochen (48, nur 17 finden im Lauf des August statt, eine am 7. September, anschließend sind zum Teil schon Nachschreibtermine angesetzt). Andererseits hat es durchaus Klagen von Studierenden gegeben, die eine Terminierung im August nicht hilfreich finden: Diese Termine überschneiden sich zum Teil mit notwendigen oder sie fallen in die Zeit, in der sonst Hausarbeiten oder Portfolios fertiggestellt werden.



    Wie Sie vielleicht an meinen knappen Ausführungen merken können: Wir sind uns der Verantwortung, die mit der Prüfungsplanung verbunden ist, bewusst und stoßen dabei leider auch an Grenzen, die sich aus den verschiedenen, teils sich widersprechenden Interessen ableiten.



    Nochmals meinen besten Dank für Ihre Initiative und allen, die ab nächster Woche in die Prüfungsphase eintreten schon jetzt viel Ruhe und dann vor allem Erfolg!



    Meine besten Grüße



    Kim-Patrick Sabla



    Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla

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