Änderungen an der Petition

16.12.2015 22:23 Uhr

Es gab einen entscheidenden Tippfehler, auf den wir aufmerksam gemacht wurden: Im Begründungstext wurde der Name unseres Ministerpräsidenten versehentlich falsch wiedergegeben.
Neue Begründung: In Stuttgart, in ganz Baden-Württemberg und vermutlich auch im Rest von Deutschland pflegen wir, hier von der grün-roten Landesregierung und unserem grünen Oberbürgermeister gefördert und gefordert, eine wirklich großartige Kultur der Nachbarschaftshilfe für Flüchtlinge. Immer wieder heißt es von den Podien, wir Ehrenamtlichen seien essentiell wichtig dafür, die Herausforderungen der vielen Flüchtlinge zu bewältigen. Das sagen uns grüne Abgeordnete wie Muhterem Aras, die einst selbst als Kind aus der Fremde im Schwabenland ankam – und stimmt mit ihrer Regierung dennoch für den Westbalkan als sichere Herkunftsländer und für die daraus resultierenden Abschiebungen mitten im Winter.
Wir kennen viele Familien von dort, die in den letzten Jahren zu uns gekommen sind. Wir kennen die Menschen, die von Abschiebung bedroht sind, persönlich. Insbesondere Roma- Familien aus Bosnien, Serbien, im Kosovo usw. wurden in ihrer Heimat massiv diskriminiert, verfolgt und von Wohn-und Arbeitsplätzen vertrieben. Aus diesem Grund haben sie sich auf den Weg nach Deutschland gemacht. Sie alle sind in großer Sorge, wie sie zurück in ihren Herkunftsländern überleben sollen ohne Wohnung, ohne Arbeit und Einkünfte und das mitten in der Winterzeit. Wir teilen ihre Sorge und fordern deshalb dringend einen Winterabschiebestopp. Wir wollen keine Petition über einzelne Schicksale anstrengen, sondern fordern ein Zeichen der Humanität und der christlichen Nächstenliebe von Ihnen, Herr Kretschamen und ihrem Kabinett. Sie haben sich Teilhabe aller am Gemeinwesen auf die Fahnen geschrieben. Viele von uns haben Ihre Partei und damit Sie eben deshalb gewählt. Sie können den Unterschied machen in dieser Zeit.
Viele Menschen aus Bosnien, dem Kosovo oder Serbien haben sich in den letzten Jahren sehr gut und erfolgreich integriert. Sie sind genau die Nachwuchskräfte, die unsere Wirtschaft oder das Handwerk in vielen Bereichen sucht. Unabhängig davon, was für neu ankommende Flüchtlingen aus diesen Ländern gilt – wir fordern ein Bleiberecht für die Familien, die sich hier gut eingelebt und erfolgreich integriert haben.
Es ist uns einfach unerklärlich, wie man so viel von „Willkommenskultur“ reden kann und gleichzeitig eine unmenschliche „Abschieds-Unkultur“ praktiziert, indem man die Menschen, die bei uns Zuflucht gesucht haben, jetzt sogar unangekündigt abschiebt. Die Familien haben keine Möglichkeit, sich zu verabschieden, sie werden herausgerissen und abtransportiert. Wir, die wir viele Familien begleitet haben, bleiben fassungslos zurück.
Wir vertrauen darauf, dass Sie, Herr Kretschamen Kretschmann, und die gesamte Landesregierung, Ihren Einfluss in Baden-Württemberg und darüber hinaus in allen anderen Bundesländern geltend machen, um die Abschiebungen in Kälte und Elend zu stoppen. Wir vertrauen darauf, dass Sie Ihr Versprechen wahr machen, neben dem Asylrecht auch eine Regelung für geordnete Zuwanderung für diese Menschen geschaffen wird.