Zukunft für Kirchhundem: Keine Windkraft-Umzingelung unserer Dörfer!

Petition richtet sich an
Bezirksregierung Arnsberg und Landrat Kreis Olpe

1.360 Unterschriften

Sammlung beendet

1.360 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet April 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Neuigkeiten


20.02.2026, 11:23

Liebe Unterstützende unserer Petition,

wir haben am 12.02.2026 unsere offizielle Rückmeldung auf den enttäuschenden Bescheid des Petitionsausschusses per Einwurfeinschreiben an den Landtagspräsidenten versandt.
Dieses Schreiben haben wir nun als PDF-Datei auf unserer Petitionsseite für Sie veröffentlicht.

Vielen Dank für Ihren Rückhalt!

Mit freundlichen Grüßen,
im Auftrag der Besorgten Bürger
Wolfgang Exner und Rainer Reichling



02.02.2026, 06:09

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Liebe Unterstützende unserer Petition,

die Antwort des Petitionsausschusses vom 20.01.2026 ist eingetroffen. Das Ergebnis ist niederschmetternd: Der Ausschuss räumt zwar ausdrücklich ein, dass unsere Gemeinde im Verhältnis zur Fläche überdurchschnittlich stark mit Windenergieflächen belegt wird, sieht aber dennoch keinerlei Möglichkeit, im Sinne unserer Petition tätig zu werden.

Unsere Heimat wird zum Kollateralschaden:

• Dialog ohne Wirkung: Wir haben unsere Volksvertreter auf allen Ebenen kontaktiert. Während Dr. Gregor Kaiser (MdL) immerhin das persönliche Gespräch mit uns suchte und uns zur Petition riet, blieb der Kontakt zu anderen, wie zum Beispiel Florian Müller (MdB) oder der NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, ohne jede Substanz.

• Inhaltsleere Ergebnisse: Das Resultat war überall gleich: Entweder erhielten wir unverbindliche Textbausteine oder es wurde auf Unzuständigkeit verwiesen. Auf unsere konkreten Probleme vor Ort – die drohende Umzingelung unserer vier Orte mit 80 bis 100 Windrädern – wurde in keinem Fall wirksam eingegangen.

• Zynische Verweise: Der Hinweis des Ausschusses, wir hätten uns im Vorfeld einbringen können, ist ein Schlag ins Gesicht. Wir haben uns von Anfang an intensiv eingebracht und alle politischen Institutionen kontaktiert – wurden aber im Ergebnis konsequent ignoriert.

Es drängt sich der bittere Verdacht auf: Die Zerstörung unserer Heimat wird für die finanziellen Interessen einiger Weniger politisch gewollt und billigend in Kauf genommen.
Das vollständige Antwortschreiben des Landtags haben wir für Sie als PDF hinterlegt.

Mit freundlichen Grüßen,
im Auftrag der Besorgten Bürger
Wolfgang Exner und Rainer Reichling



07.01.2026, 11:20

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Liebe Unterstützenden,

wir informieren Sie heute über die Veranstaltung des Kreises Olpe vom 16. Dezember 2025. Auf unserer Petitionsseite haben wir wichtige Dokumente bereitgestellt: Dort finden Sie die Präsentation des Kreises sowie unseren Fragenkatalog jeweils als PDF-Datei zum Nachlesen. Zudem sind Berichte von LokalPlus und dem Sauerlandkurier verlinkt.

Ernüchternde Erkenntnisse und große Besorgnis

Die Ergebnisse dieses Abends sind ernüchternd: Es herrscht nun die Gewissheit, dass der Spielraum für uns Bürger massiv beschnitten wurde. Unsere Einflussmöglichkeiten gegen eine Umzingelung durch 80 bis 100 Anlagen sind auf ein Minimum reduziert – ein enttäuschendes Ergebnis, da der Schutz unserer Heimat in der aktuellen Gesetzgebung kaum noch eine Rolle spielt.

Besonders kritisch bewerten wir folgende Punkte:

Verfahren im Eiltempo: In Windvorrangzonen soll das Genehmigungsverfahren in nur drei Monaten abgeschlossen sein – ohne Einwendungen der Bürger oder Erörterungstermine. Zum Vergleich: Eine einfache Baugenehmigung für eine Garage dauert häufig doppelt so lange. Dass hier im Zeitraffer über massive Eingriffe in Natur und Landschaft entschieden wird, ist für uns nicht nachvollziehbar.

Optische Bedrängung: Laut Gesetz ist eine optisch bedrängende Wirkung praktisch ausgeschlossen, wenn der Abstand die zweifache Höhe des Windrades (2H) beträgt. Ein so geringer Abstand zur Wohnbebauung macht uns Angst und ignoriert das tatsächliche Empfinden der Menschen.

Artenschutz nach Aktenlage: In Beschleunigungsgebieten müssen keine eigenen Kartierungen mehr vorgenommen werden. Da die Datenlage im Kreis Olpe lückenhaft ist, bedeutet das: Wo keine aktuellen Daten vorliegen, findet auch kein ausreichender Schutz der Arten statt.

Unzureichender Wasserschutz: Ein Abstand von lediglich 10 Metern zum Quellbereich ist aus unserer Sicht vollkommen unzureichend für unsere sensiblen Wassereinzugsgebiete.

Thema Infraschall: Enttäuschend ist, dass Infraschall im eigentlichen Genehmigungsverfahren überhaupt nicht thematisiert wird. Obwohl dies ein weiterer belastender Faktor ist, spielt er für die rechtliche Prüfung der Zulässigkeit offenbar keine Rolle.

Werteverlust von Immobilien: Bitter ist die behördliche Feststellung, dass ein Werteverlust bei Immobilien zwar eintreten kann, dieser aber rechtlich nicht zu berücksichtigen sei. Eigenheimbesitzer müssen die Folgen alleine tragen.

Betrachtet man die Gesamtdarstellung des Kreises Olpe zur Genehmigung von Windrädern, stellt sich uns die Frage: Zieht sich hier ein roter Faden hindurch, bei dem Hindernisse primär aus dem Weg geräumt werden sollen, um Verfahren ohne detaillierte Prüfung zu ermöglichen? Ein umfassender Schutz für Mensch, Tier und Natur scheint in dieser Herangehensweise kaum noch vorgesehen zu sein.

Über allem steht unsere größte Sorge: Die unwiederbringliche Zerstörung unserer Heimat.

Unsere nächsten Schritte:

Wir haben dem Kreis einen Fragenkatalog übergeben und erwarten eine Beantwortung bis zum 16. Januar 2026.

Mit freundlichen Grüßen,
im Auftrag der Besorgten Bürger
Wolfgang Exner und Rainer Reichling





12.11.2025, 08:46

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Liebe Unterstützende unserer Petition,

als Aktualisierung zu unserer Petition haben wir Links zu den nun veröffentlichten Karten des Kreises Olpe (Karte vom 29.10.2025) hier eingestellt. Diese zeigen die geplanten und teilweise bereits realisierten Windräder in unserer Region – konkret für unsere vier Dörfer Silberg, Brachthausen, Heinsberg und Albaum. Ergänzend haben wir einen Link zum GEO-Portal Siegen-Wittgenstein hinzugefügt, da die Windrad-Planung dort durch die grenznahe Bebauung in Hilchenbach und Kreuztal ebenfalls unsere Region betrifft.

*Hinweis:* Die Pressemeldung des Kreises Olpe zu den Karten stellen wir als PDF-Datei zur Verfügung.

Zusammenfassung der Zahlen:

• In der Gemeinde Kirchhundem sind 51 Windräder geplant oder bereits in Bau.
• Im grenznahen Bereich des Kreises Siegen sind es 36 Windräder.
• Insgesamt sind das 87 Windräder in der unmittelbaren Umgebung unserer Dörfer.
• Die Tendenz ist steigend, da die Planung fortlaufend ergänzt wird und in den Windvorrangzonen noch weitere Flächen zur Verfügung stehen.

Besonderheit: Von den 51 Windrädern in Kirchhundem liegen 31 außerhalb der ausgewiesenen Windvorrangzonen. Dies ist bemerkenswert, da uns von politischer Seite wiederholt versichert wurde, dass Windräder ausschließlich in Windvorrangzonen errichtet werden.

*Kurzer Kommentar zu den Karten:* Die Karten und das GEO-Portal bieten eine transparente Übersicht über die geplante und bereits umgesetzte Windkraftnutzung in unserer Region. Sie verdeutlichen, wie stark unsere Dörfer und die umliegende Natur betroffen sind.

Fazit:

Der Wahnsinn geht weiter – und das auf Kosten unserer Region. Die Menschen hier und die Natur scheinen keine Rolle zu spielen. Stattdessen dominieren Geld und Profitinteressen. Dass selbst die Zusagen der Politik, Windräder nur in ausgewiesenen Zonen zu errichten, ignoriert werden, zeigt: Es geht nicht um Vernunft, sondern um rücksichtslose Durchsetzung. Unsere Dörfer und die Landschaft werden geopfert – ohne echten Dialog, ohne Rücksicht.

webgis.kommunale.it/kreisolpe/windenergieportal/
www.kreis-olpe.de/geoportal
www.siegen-wittgenstein.de/Kreisverwaltung/Themen-und-Projekte/Geoportal/

Mit freundlichen Grüßen,
im Auftrag der Besorgten Bürger


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