wir möchten Sie über einen weiteren Schritt unseres Engagements informieren.
Wir haben bei der Bezirksregierung Arnsberg eine Fachaufsichtsbeschwerde eingereicht. Die Antwort der Bezirksregierung liegt inzwischen vor. Nach sorgfältiger Prüfung halten wir die darin enthaltenen Ausführungen in wesentlichen Punkten nicht für ausreichend. Daher werden wir die Angelegenheit weiterverfolgen und gegenüber der Bezirksregierung erneut Stellung nehmen. Die vollständige Fachaufsichtsbeschwerde sowie das Antwortschreiben der Bezirksregierung haben wir für Interessierte als PDF-Dokumente hinterlegt. Über weitere Entwicklungen werden wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden halten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen, im Auftrag der Besorgten Bürger Wolfgang Exner und Rainer Reichling
Aktueller Stand zum Windkraft-Ausbau rund um unsere Dörfer:
Neben den bereits in Bau befindlichen fünf Windrädern auf den Albaumer Höhen, wurden in der vergangenen Woche vom Kreis Siegen-Wittgenstein weitere vier Windräder am Hohen Wald/Silberg genehmigt.
wir haben am 12.02.2026 unsere offizielle Rückmeldung auf den enttäuschenden Bescheid des Petitionsausschusses per Einwurfeinschreiben an den Landtagspräsidenten versandt.
Dieses Schreiben haben wir nun als PDF-Datei auf unserer Petitionsseite für Sie veröffentlicht.
Vielen Dank für Ihren Rückhalt!
Mit freundlichen Grüßen,
im Auftrag der Besorgten Bürger
Wolfgang Exner und Rainer Reichling
die Antwort des Petitionsausschusses vom 20.01.2026 ist eingetroffen. Das Ergebnis ist niederschmetternd: Der Ausschuss räumt zwar ausdrücklich ein, dass unsere Gemeinde im Verhältnis zur Fläche überdurchschnittlich stark mit Windenergieflächen belegt wird, sieht aber dennoch keinerlei Möglichkeit, im Sinne unserer Petition tätig zu werden.
Unsere Heimat wird zum Kollateralschaden:
• Dialog ohne Wirkung: Wir haben unsere Volksvertreter auf allen Ebenen kontaktiert. Während Dr. Gregor Kaiser (MdL) immerhin das persönliche Gespräch mit uns suchte und uns zur Petition riet, blieb der Kontakt zu anderen, wie zum Beispiel Florian Müller (MdB) oder der NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, ohne jede Substanz.
• Inhaltsleere Ergebnisse: Das Resultat war überall gleich: Entweder erhielten wir unverbindliche Textbausteine oder es wurde auf Unzuständigkeit verwiesen. Auf unsere konkreten Probleme vor Ort – die drohende Umzingelung unserer vier Orte mit 80 bis 100 Windrädern – wurde in keinem Fall wirksam eingegangen.
• Zynische Verweise: Der Hinweis des Ausschusses, wir hätten uns im Vorfeld einbringen können, ist ein Schlag ins Gesicht. Wir haben uns von Anfang an intensiv eingebracht und alle politischen Institutionen kontaktiert – wurden aber im Ergebnis konsequent ignoriert.
Es drängt sich der bittere Verdacht auf: Die Zerstörung unserer Heimat wird für die finanziellen Interessen einiger Weniger politisch gewollt und billigend in Kauf genommen.
Das vollständige Antwortschreiben des Landtags haben wir für Sie als PDF hinterlegt.
Mit freundlichen Grüßen,
im Auftrag der Besorgten Bürger
Wolfgang Exner und Rainer Reichling
wir informieren Sie heute über die Veranstaltung des Kreises Olpe vom 16. Dezember 2025. Auf unserer Petitionsseite haben wir wichtige Dokumente bereitgestellt: Dort finden Sie die Präsentation des Kreises sowie unseren Fragenkatalog jeweils als PDF-Datei zum Nachlesen. Zudem sind Berichte von LokalPlus und dem Sauerlandkurier verlinkt.
Ernüchternde Erkenntnisse und große Besorgnis
Die Ergebnisse dieses Abends sind ernüchternd: Es herrscht nun die Gewissheit, dass der Spielraum für uns Bürger massiv beschnitten wurde. Unsere Einflussmöglichkeiten gegen eine Umzingelung durch 80 bis 100 Anlagen sind auf ein Minimum reduziert – ein enttäuschendes Ergebnis, da der Schutz unserer Heimat in der aktuellen Gesetzgebung kaum noch eine Rolle spielt.
Besonders kritisch bewerten wir folgende Punkte:
Verfahren im Eiltempo: In Windvorrangzonen soll das Genehmigungsverfahren in nur drei Monaten abgeschlossen sein – ohne Einwendungen der Bürger oder Erörterungstermine. Zum Vergleich: Eine einfache Baugenehmigung für eine Garage dauert häufig doppelt so lange. Dass hier im Zeitraffer über massive Eingriffe in Natur und Landschaft entschieden wird, ist für uns nicht nachvollziehbar.
Optische Bedrängung: Laut Gesetz ist eine optisch bedrängende Wirkung praktisch ausgeschlossen, wenn der Abstand die zweifache Höhe des Windrades (2H) beträgt. Ein so geringer Abstand zur Wohnbebauung macht uns Angst und ignoriert das tatsächliche Empfinden der Menschen.
Artenschutz nach Aktenlage: In Beschleunigungsgebieten müssen keine eigenen Kartierungen mehr vorgenommen werden. Da die Datenlage im Kreis Olpe lückenhaft ist, bedeutet das: Wo keine aktuellen Daten vorliegen, findet auch kein ausreichender Schutz der Arten statt.
Unzureichender Wasserschutz: Ein Abstand von lediglich 10 Metern zum Quellbereich ist aus unserer Sicht vollkommen unzureichend für unsere sensiblen Wassereinzugsgebiete.
Thema Infraschall: Enttäuschend ist, dass Infraschall im eigentlichen Genehmigungsverfahren überhaupt nicht thematisiert wird. Obwohl dies ein weiterer belastender Faktor ist, spielt er für die rechtliche Prüfung der Zulässigkeit offenbar keine Rolle.
Werteverlust von Immobilien: Bitter ist die behördliche Feststellung, dass ein Werteverlust bei Immobilien zwar eintreten kann, dieser aber rechtlich nicht zu berücksichtigen sei. Eigenheimbesitzer müssen die Folgen alleine tragen.
Betrachtet man die Gesamtdarstellung des Kreises Olpe zur Genehmigung von Windrädern, stellt sich uns die Frage: Zieht sich hier ein roter Faden hindurch, bei dem Hindernisse primär aus dem Weg geräumt werden sollen, um Verfahren ohne detaillierte Prüfung zu ermöglichen? Ein umfassender Schutz für Mensch, Tier und Natur scheint in dieser Herangehensweise kaum noch vorgesehen zu sein.
Über allem steht unsere größte Sorge: Die unwiederbringliche Zerstörung unserer Heimat.
Unsere nächsten Schritte:
Wir haben dem Kreis einen Fragenkatalog übergeben und erwarten eine Beantwortung bis zum 16. Januar 2026.
Mit freundlichen Grüßen,
im Auftrag der Besorgten Bürger
Wolfgang Exner und Rainer Reichling