Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Wir fordern, dass der Unterhaltsvorschuss nicht bereits mit dem 16. Geburtstag endet.
Der Unterhaltsvorschuss muss mindestens bis zum 18. Geburtstag erhalten bleiben. Außerdem sollte geprüft werden, wie Kinder auch während ihrer ersten Ausbildung abgesichert werden können, wenn der unterhaltspflichtige Elternteil weiterhin nicht zahlt. Statt bei Alleinerziehenden und ihren Kindern zu sparen, muss der Staat mehr Geld, Personal und Zeit dafür einsetzen, ausstehende Unterhaltszahlungen konsequenter bei den Elternteilen einzufordern, die zur Zahlung verpflichtet sind.
Konkret fordern wir:
• Keine Kürzung des Unterhaltsvorschusses auf den 16. Geburtstag.
• Erhalt des Unterhaltsvorschusses mindestens bis zum 18. Geburtstag.
• Eine bessere Absicherung während der ersten Ausbildung.
• Konsequente Rückforderung bei den unterhaltspflichtigen Elternteilen, die nicht zahlen.
Begründung
Ich finde es ein Unding, ausgerechnet bei Alleinerziehenden und ihren Kindern sparen zu wollen. Wenn ein Elternteil keinen Unterhalt zahlt, dürfen am Ende nicht die Kinder und der Elternteil, der sie allein versorgt und großzieht, dafür bestraft werden.
Schon dass der Unterhaltsvorschuss bisher mit dem 18. Geburtstag endet, ist für mich nicht nachvollziehbar. Als würden ab diesem Tag plötzlich keine Kosten mehr entstehen. Auch die Unterhaltspflicht endet nicht automatisch mit der Volljährigkeit, sondern besteht während der ersten Ausbildung in der Regel weiter.
Zahlt der Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, weiterhin keinen Unterhalt, steigt der Staat mit dem 18. Geburtstag ebenfalls aus. Der alleinerziehende Elternteil bleibt dann mit den Kosten allein, obwohl die Unterhaltspflicht des anderen Elternteils weiterbesteht. Die Altersgrenze nun sogar auf den 16. Geburtstag zu senken, wäre ein deutlicher Schritt zurück. Ich bin alleinerziehende Mutter eines 17-jährigen Sohnes. Mich persönlich würde diese geplante Kürzung vermutlich kaum noch treffen. Trotzdem macht sie mich wütend. Ich habe meinen Sohn immer allein großgezogen, in sämtlichen Krisen die Verantwortung getragen, gearbeitet und Steuern gezahlt. Wie viele andere Alleinerziehende stehe ich jeden Tag auf, kümmere mich, fange auf, löse Probleme und ziehe einen zukünftigen Steuerzahler groß. Auch davon profitiert unsere Gesellschaft.
Von einer Familienministerin hätte ich erwartet, dass sie sich vor Alleinerziehende und ihre Kinder stellt, anstatt ausgerechnet bei ihnen zu kürzen.
Dieser Vorschlag zeigt für mich keinen Respekt vor dem, was Alleinerziehende jeden Tag leisten.
Kinder dürfen nicht dafür bezahlen, dass ein Elternteil seiner Verantwortung nicht nachkommt.
Weil Alleinerziehende auf den Vorschuss angewiesen sind.