Keine 10-geschossigen Betontürme im alten Vogelsdorf!

Petition richtet sich an
Bürgermeister Thomas Krieger

1.003 Unterschriften

Sammlung beendet

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Sammlung beendet

  1. Gestartet Juni 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Bürgermeister Thomas Krieger

Im alten Vogelsdorf soll auf dem Feld neben der Brücke ein Rechenzentrum, bestehend aus drei gigantischen Betontürmen mit den Maßen 65m x 90m x 28m entstehen. Jeder der einzelnen Betontürme ist deutlich größer als ein DDR 10-Geschosser.
Es gibt Alternativen für das Bauvorhaben – zum Beispiel im Industriegebiet oder hinter dem Möbelhaus Höffner. Die Planungen sind bereits im Gange. Daher fordern wir den Stopp dieser Planungen oder eine Verlegung auf einen der alternativen Standorte.

Begründung

Sachlage
Die Gemeindevertretung Fredersdorf-Vogelsdorf beschloss am 27.05.2025 mit den Stimmen der AFD, CDU und SPD die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 43 "Gewerbegebiet Triftweg/ Rechenzentrum Vogelsdorf".
Dort sind drei sehr hohe (28m) und massive (65m x 90m) Bauwerke geplant. Dazu kommen ein Umspannwerk und weitere Gebäude.  

Ortsbild und Mächtigkeit

  • Die umliegenden Häuser sind überwiegend 2-geschossige Einfamilienhäuser mit einer durchschnittlichen Höhe von 6-8m.
  • Das Rechenzentrum wird 28m hoch (plus evtl. notwendige Aufbauten, wie Schornsteine, Antennen usw.). Das ist 3-mal so hoch wie die umliegenden Häuser. Das prägt dann das Ortsbild. 10 Geschosse gehören nicht in einer Einfamilienhaussiedlung!
  • Die Dimensionen: (Nur) Eines der maximal drei Rechenzentren passt auf unseren Bahnhof, würde die gesamte Breite der Bahnstrecke überdecken und wäre 3-mal so hoch wie die Fahrstuhltürme. Gehen Sie doch einfach einmal zum Bahnhof Fredersdorf und stellen Sie sich dieses Betonmonster vor.
  • Vorschläge zu anderen Standorten wurden mit fadenscheinigen Begründungen abgelehnt, sind dem Investor wahrscheinlich zu teuer.

 
Die letzte große, entwicklungsfähige Gewerbefläche der Gemeinde wird „verschachert“.

  • Nur ca.110 Arbeitsplätze auf dieser riesigen Fläche zu schaffen ist viel zu wenig. Allein im Medizinischen Zentrum gegenüber werden auf einem Bruchteil der Fläche mehr Arbeitsplätze entstehen.
  • Die Bindung an einen Anbieter/eine Industrie macht abhängig und ist risikoreich. Entwicklung mit mehreren, kleineren Investoren ist in dieser Lage sinnvoller.
  • Die Steuereinnahmen werden bei einem Rechenzentrum nach Anteil der Beschäftigten aufgeteilt. Die meisten Beschäftigten sitzen in den an anderen Orten entstehenden Büros. Im Rechenzentrum arbeitet nur Wartungs- und Sicherheitspersonal (oft über Fremdfirmen). Da hier nur wenige Beschäftigte tätig sind, fallen die Steuereinnahmen im Verhältnis zum Potential der Fläche gering aus.

Seriosität, Leistungsfähigkeit und Erfahrung des Investors?

  • ZAE Projekt GmbH, der Investor hat eine leere Webseite.
  • Es ist ein Unternehmen mit 25.000 € Eigenkapital. Da ist ein Auto oft mehr wert.
  • Zweck des Unternehmens "Kauf und Verkauf von eigenen Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen“.
  • Bei einem ähnlichen Vorhaben ist der Investor wegen nicht eingehaltener Zusagen in Hoppegarten auf die Nase gefallen. Jetzt reden dort die Anwälte miteinander – Auf Kosten der Steuerzahler also den Einwohnern des Ortes.

Umwelteinflüsse, Lärmbelästigung und Emissionen

  • Das Rechenzentrum verbraucht unglaubliche 70MW. 
  • Auf den Dächern befinden sich Kühlungen. Diese müssen dann ca. 50 MW Wärme abführen. Das erzeugt entsprechend Lärm.
  • Dieselaggregate zur Notstromversorgung werden für Tests regelmäßig (wöchentlich) angeworfen. Das erzeugt nicht nur Lärm, sondern auch Abgase.
  • Es gibt kein gesetzliches Verbot der Errichtung so nah an Wohngebäuden. Sämtliche Auswirkungen, wie bspw. Schall und Immissionen werden geprüft und müssen rechtliche Grenzwerte einhalten. Diese Grenzwerte sind aber sehr hoch.
  • Das Wärmenetz für die Gemeinde wurde in Hoppegarten abgelehnt.
  • Der WSE ist jetzt schon an seinen Versorgungsgrenzen (Stichwort: Tesla Diskussion) und soll dann noch einen Verbraucher versorgen!?
  • Die Baufläche grenzt direkt an das Landschaftsschutzgebiet Fredersdorfer Mühlenfließ. Die Betontürme beeinflussen das Landschaftsbild erheblich.
  • Selbst der Bürgermeister bemängelt die schlechte Verkehrsanbindung über den Triftweg.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, NABU Fredersdorf-Vogelsdorf, Fredersdorf
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 21.06.2025
Sammlung endet: 04.01.2026
Region: Fredersdorf-Vogelsdorf
Kategorie: Bauen

Neuigkeiten

  • Leider zeigen sich die Gemeindevertreter von den 1.000 Unterschriften der Petiotion in den Ausschüssen unbeeindruckt. Papier ist geduldig....
    Deshalb brauchen wir Menschen, Menschen die protestieren, deutlich machen das es eben um uns, die Einwohner geht.
    Am Donnerstag den 22.01.2026 ist um 19:00 die Sitzung aller Gemeindevertreter im Rathaus. Bitte kommt (ein paar Minuten eher) und sagt den Gemeindevertretern Eure Meinung.
    Die Vorsitzende der Gemeindevertretung hat um 17:30 eine Bürgersprechstunde im Raum 1.05 im historischen Rathaus. Dort habt Ihr Zeit für ein persönliches Gespräch.

    Kommt vorbei und zeigt das hinter 1000 Unterschriften auch Menschen stehen.
  • Es geht um das gigantische Rechenzentrum auf dem Feld in Alt Vogelsdorf.
    Sowohl der Investor als auch der Bürgermeister hatten versprochen eine Informationsveranstaltung für die Vogelsdorfer durchzuführen. Leider ist das nicht geschehen. Im Januar soll aber bereits der Entwurf zum Bebauungsplan in der Gemeindevertretung bestätigt werden. Erst nach dieser Bestätigung soll eine Bürgerversammlung stattfinden. Das ist viel zu spät.

    Wir haben aber noch eine Chance. Am 10.Dezember um 19:00 findet im Speisesaal der FredVogel Grundschule (Tieckstraße 38) die jährliche Einwohnerversammlung statt. Die letzte Möglichkeit dem Bürgermeister mitzuteilen was die Einwohner über Flächenversieglung, Lärm, riesige Betontürme im Siedlungsgebiet usw. denken.

    Kommt bitte vorbei und sagt dem Bürgermeister Eure Meinung.

    P.S.
    Wir haben bereits 943 Unterschriften. Bitte an alle Bekannte weiterleiten und unterschreiben dann können wir die 1.000 toppen

    P.S. Ich ein gutes Gespräche mit der Vorsitzenden der Gemeindevertretung Stefanie Schmidt gesprochen. Sie wird anwesend sein, sich die Meinung der Einwohner anhören und sie beachten.

    Gruß Ralf Haida

Noch kein PRO Argument.

Technik und Natur müssen kein Widerspruch sein – sie können in Koexistenz existieren. Moderne Rechenzentren lassen sich nachhaltig und naturschonend planen, z. B. durch begrünte Dächer und gezielte Maßnahmen zum Vogelschutz. Pauschale Ablehnung verhindert sinnvolle Lösungen, bei denen Umwelt und Fortschritt gemeinsam profitieren.

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