KEINE Baustraße und zweite Zufahrt zum Europaquartier, die durch Holtensen führen soll

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an:
Stadtrat Göttingen

834 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

834 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

  1. Gestartet 2023
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 05.10.2023
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Stadtrat Göttingen

Mit meiner Unterschrift befürworte ich das Veto der Bürgerinitiative „Im Achten für Holtensen“ (kurz BIIAH) gegen den Bau der Baustraße und einer zweiten Zufahrt, welche durch den Ort Holtensen geführt werden soll. Wir sind ausdrücklich gegen die Nutzung und den Ausbau der Straßen „Am Stadtwege“ und „Unterm Hagen“, da sie für alle BürgerInnen eine unzumutbare Belastung darstellen würde und die Errungenschaften der jahrelang vom Ortsrat und den Holtenser BürgerInnen erkämpften Ortsumgehung wieder zunichtemachen würde.
Stattdessen erwarten wir, dass die Stadtverwaltung und die Politik eine zufriedenstellende Lösung sowohl für die BürgerInnen in Holtensen, als auch für die BürgerInnen vom Holtenser Berg findet. Deshalb muss die Stadt weiter andere Alternativen prüfen und ggf. härter verhandeln und darf nicht ihr prestigeträchtiges, wenn auch gut gemeintes, Projekt über die Interessen der BürgerInnen stellen.
Diese Liste wird der Verwaltung der Stadt Göttingen und der Politik schnellstmöglich vorgelegt.
Wir als Bürgerinitiative stehen jederzeit für Fragen und Anregungen unter folgender Email zur Verfügung: imachtenfuerholtensen@t-online.de

Begründung

Die derzeit von der Stadt Göttingen geplante Straße würde direkt an einer verkehrsberuhigten Zone, in der Familien mit 50 Kindern wohnen und spielen und unmittelbar am Außenspielgelände eines Kindergartens entlang führen. Die Kindergartenkinder wären somit täglich dem Straßenlärm und der Feinstaubbelastung durch den zu erwartenden Verkehr ausgesetzt.
Zudem soll die Straße im weiteren Verlauf direkt durch einen Kleingartenverein geführt werden, so dass 10 Parzellen abgerissen werden müssten und die betroffenen Vereinsmitglieder dadurch ihre liebgewonnenen Gärten verlieren würden. Die von der Stadt als Ersatz vorgesehenen Ausgleichflächen können den Verlust nicht ausgleichen.
Keiner der Betroffenen ist bisher von Politik oder Stadtverwaltung in irgendeiner Form informiert worden. Es wird über die Köpfe der BürgerInnen hinweg entschieden.
Es wäre mit einer erheblichen Verkehrsbelastung (insbesondere wegen des Schwerlastverkehrs während der von der Stadt prognostizierten mindestens achtjährigen Bauzeit) für die AnwohnerInnen im Ort Holtensen zu rechnen.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 28.09.2023
Sammlung endet: 28.09.2024
Region: Göttingen Holtensen
Kategorie: Verkehr

Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Frau Langer,
     
    vielen Dank für Ihre ausführliche Nachricht und dafür, dass Sie Ihre Perspektive und Ihren konkreten Vorschlag so offen schildern. Ich kann gut nachvollziehen, dass Sie sich als Anwohnerinnen und Anwohner im Neubaugebiet übergangen gefühlt haben, und ich nehme ernst, was Sie über den Verlauf des Verfahrens schreiben.
     
    Zur Entscheidung für die zweite Zufahrt stehe ich, so wie ich es auch der Bürgerinitiative am Holtenser Berg zugesagt habe. Ebenso gilt für mich aber der Grundsatz aus meinem offenen Brief: Stadtentwicklung darf nicht zu Lasten der Lebensqualität bestehender Nachbarschaften gehen. Das gilt ausdrücklich auch für Ihre Straße Im Achten, die als verkehrsberuhigter Bereich geplant und als ruhiges Wohngebiet für Familien entstanden ist.
     
    An meinen Zusagen halte ich fest: Die zweite Zufahrt darf nicht als Baustraße für das Europaquartier genutzt werden. Und als Oberbürgermeister werde ich ein verbindliches Logistik- und Verkehrskonzept zur Bedingung machen, bevor mit dem Bau begonnen wird. Zu diesem Konzept gehört für mich auch die Frage, was geplante Sperrungen in Holtensen für Im Achten bedeuten. Das müssen wir vorher klären und nicht erst reagieren, wenn der Verkehr schon da ist.
    Die Vorplanungen in der Verwaltung laufen. Wann die Zufahrt gebaut werden kann, hängt angesichts der angespannten Haushaltslage aber auch von der Finanzierung ab. Diese Zeit sollten wir nutzen, um die Auswirkungen auf die angrenzenden Straßen sorgfältig zu betrachten. Entscheidend ist dabei auch der Zeitplan des Bauträgers. Als Oberbürgermeister werde ich ihn früh und verbindlich einfordern.
     
    Ihr Ziel, dass Im Achten nicht zur Abkürzungsstrecke wird, teile ich. Ob Findlinge oder eine andere Lösung, etwa umlegbare Poller, dafür der richtige Weg ist, möchte ich mir vor Ort ansehen, bevor wir das final planen. Dabei sind auch Fragen wie die Zufahrt für Rettungsdienst, Feuerwehr und Müllabfuhr zu klären. Als Oberbürgermeister würde ich die Situation in der sogenannten kleinen Verkehrskommission mit Verwaltung und Polizei prüfen lassen. Den neuen Ortsrat Holtensen möchte ich dabei einbinden, denn mir ist wichtig, hier eine Lösung mit den Menschen vor Ort zu finden und nicht über sie hinweg. Viele Mitglieder des Ortsrats kenne ich persönlich und bin zuversichtlich, dass sie Ihr Anliegen ernsthaft aufgreifen werden. Dazu gehört aus meiner Sicht auch, dass die schon heute stattfindenden unerlaubten Durchfahrten und die Missachtung der Schrittgeschwindigkeit in Ihrer Straße stärker kontrolliert werden.
    Wie in meinem Brief zugesagt, möchte ich Sie als Bürgerinitiative auch in die weitere Ausgestaltung der zweiten Zufahrt eng einbinden.
     
    Ganz konkret: Unabhängig vom Ausgang der Stichwahl würde ich mich gern mit Ihnen und weiteren Anwohnerinnen und Anwohnern zu einem Ortstermin Im Achten treffen, um mir die Situation gemeinsam mit Ihnen anzusehen. Dabei erzähle ich Ihnen auch gern, warum ich selbst in die Kommunalpolitik gegangen bin. Auch wir in Hetjershausen haben erlebt, wie es ist, wenn über einen Ortsteil hinweg entschieden wird. Das prägt bis heute meinen Anspruch, die Menschen vor Ort früh einzubinden.
     
    Auch Ihre weiteren Hinweise teile ich: mehr Präsenz des Ordnungsamts, sichtbare Polizeistreifen zu Fuß und mit dem Rad, gerade damit man sich auch abends in der Innenstadt sicher fühlt, und Baustellen, die koordiniert statt gleichzeitig laufen. Genau dafür möchte ich als Oberbürgermeister sorgen.
     
    Vielen Dank auch für Ihre persönlichen Worte und Ihr Vertrauen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr
Ehsan Kangarani

  • Brief von Ehsan Kangarani vor Stichwahl

    "Sehr geehrte Frau Langer,
     
    vielen Dank für Ihre ausführliche Nachricht und dafür, dass Sie Ihre Perspektive und Ihren konkreten Vorschlag so offen schildern. Ich kann gut nachvollziehen, dass Sie sich als Anwohnerinnen und Anwohner im Neubaugebiet übergangen gefühlt haben, und ich nehme ernst, was Sie über den Verlauf des Verfahrens schreiben.
     
    Zur Entscheidung für die zweite Zufahrt stehe ich, so wie ich es auch der Bürgerinitiative am Holtenser Berg zugesagt habe. Ebenso gilt für mich aber der Grundsatz aus meinem offenen Brief: Stadtentwicklung darf nicht zu Lasten der Lebensqualität bestehender Nachbarschaften gehen. Das gilt ausdrücklich auch für Ihre Straße Im Achten, die als verkehrsberuhigter Bereich geplant und als ruhiges Wohngebiet für Familien entstanden ist.
     
    An meinen Zusagen halte ich fest: Die zweite Zufahrt darf nicht als Baustraße für das Europaquartier genutzt werden. Und als Oberbürgermeister werde ich ein verbindliches Logistik- und Verkehrskonzept zur Bedingung machen, bevor mit dem Bau begonnen wird. Zu diesem Konzept gehört für mich auch die Frage, was geplante Sperrungen in Holtensen für Im Achten bedeuten. Das müssen wir vorher klären und nicht erst reagieren, wenn der Verkehr schon da ist.
    Die Vorplanungen in der Verwaltung laufen. Wann die Zufahrt gebaut werden kann, hängt angesichts der angespannten Haushaltslage aber auch von der Finanzierung ab. Diese Zeit sollten wir nutzen, um die Auswirkungen auf die angrenzenden Straßen sorgfältig zu betrachten. Entscheidend ist dabei auch der Zeitplan des Bauträgers. Als Oberbürgermeister werde ich ihn früh und verbindlich einfordern.
     
    Ihr Ziel, dass Im Achten nicht zur Abkürzungsstrecke wird, teile ich. Ob Findlinge oder eine andere Lösung, etwa umlegbare Poller, dafür der richtige Weg ist, möchte ich mir vor Ort ansehen, bevor wir das final planen. Dabei sind auch Fragen wie die Zufahrt für Rettungsdienst, Feuerwehr und Müllabfuhr zu klären. Als Oberbürgermeister würde ich die Situation in der sogenannten kleinen Verkehrskommission mit Verwaltung und Polizei prüfen lassen. Den neuen Ortsrat Holtensen möchte ich dabei einbinden, denn mir ist wichtig, hier eine Lösung mit den Menschen vor Ort zu finden und nicht über sie hinweg. Viele Mitglieder des Ortsrats kenne ich persönlich und bin zuversichtlich, dass sie Ihr Anliegen ernsthaft aufgreifen werden. Dazu gehört aus meiner Sicht auch, dass die schon heute stattfindenden unerlaubten Durchfahrten und die Missachtung der Schrittgeschwindigkeit in Ihrer Straße stärker kontrolliert werden.
    Wie in meinem Brief zugesagt, möchte ich Sie als Bürgerinitiative auch in die weitere Ausgestaltung der zweiten Zufahrt eng einbinden.
     
    Ganz konkret: Unabhängig vom Ausgang der Stichwahl würde ich mich gern mit Ihnen und weiteren Anwohnerinnen und Anwohnern zu einem Ortstermin Im Achten treffen, um mir die Situation gemeinsam mit Ihnen anzusehen. Dabei erzähle ich Ihnen auch gern, warum ich selbst in die Kommunalpolitik gegangen bin. Auch wir in Hetjershausen haben erlebt, wie es ist, wenn über einen Ortsteil hinweg entschieden wird. Das prägt bis heute meinen Anspruch, die Menschen vor Ort früh einzubinden.
     
    Auch Ihre weiteren Hinweise teile ich: mehr Präsenz des Ordnungsamts, sichtbare Polizeistreifen zu Fuß und mit dem Rad, gerade damit man sich auch abends in der Innenstadt sicher fühlt, und Baustellen, die koordiniert statt gleichzeitig laufen. Genau dafür möchte ich als Oberbürgermeister sorgen.
     
    Vielen Dank auch für Ihre persönlichen Worte und Ihr Vertrauen.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    Ihr
 Ehsan Kangarani"

  • Göttingen braucht Wohnraum. Gerade deshalb müssen wir beim Europaquartier vorankommen und zugleich von Anfang an darauf achten, dass die Belastungen für die Menschen in der Nachbarschaft nicht aus dem Blick geraten.

    Ich habe in den vergangenen Wochen viele Gespräche in Holtensen und auf dem Holtenser Berg geführt und dabei eines sehr deutlich zugesagt: Eine Zuwegung des Europaquartiers mit Schwerlastverkehr durch Holtensen wird es mit mir als Oberbürgermeister nicht geben.

    Diese Zusage meine ich ernst. Sie gilt nicht nur für die Zeit nach Fertigstellung des Quartiers, sondern ausdrücklich auch für die Bauphase. Die bestehenden Straßen in Holtensen sind keine geeignete Route, um über Jahre hinweg Baustellen- und Schwerlastverkehr aufzunehmen. Die damit verbundenen Belastungen durch Lärm, Verkehr und mögliche Schäden an der Infrastruktur sind den Anwohnerinnen und Anwohnern nicht zuzumuten.

    Für die Bauphase werde ich deshalb alles daransetzen, eine Baustellenzufahrt aus Richtung Bovenden zu ermöglichen. Dabei werde ich auch meine Kontakte und Netzwerke in Richtung Bovenden nutzen und das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen. Klar ist: Das wird nicht von allein gehen. Hier sind Verhandlungsgeschick, Beharrlichkeit und ein langer Atem gefragt. Genau dafür werde ich mich einsetzen.

    Bei einer möglichen zweiten Zufahrt zum Holtenser Berg möchte ich mich dagegen nicht vorschnell auf eine bestimmte Lösung festlegen. Ich bin offen für Gespräche und werde mir die aktuellen Planungen unmittelbar vorlegen lassen. Anschließend möchte ich gemeinsam mit den Verantwortlichen prüfen, welche Alternativen möglich sind und welche Lösung den Interessen der Menschen in Holtensen und auf dem Holtenser Berg am besten gerecht wird.

    Dabei geht es für mich nicht darum, eine einmal getroffene Planung um jeden Preis durchzusetzen. Entscheidend ist, dass wir am Ende eine gute, tragfähige und möglichst belastungsarme Lösung finden – sowohl für Holtensen als auch für den Holtenser Berg. Fragen der Erreichbarkeit, der Verkehrssicherheit und des Brandschutzes müssen dabei selbstverständlich mitgedacht werden.

    Gleichzeitig möchte ich für das Europaquartier eine gute soziale und generationenübergreifende Durchmischung erreichen – mit einem seniorengerechten Angebot ebenso wie mit Wohnraum und Strukturen, die auf Familien ausgerichtet sind. Gerade für den städtischen Teil des Geländes möchte ich ein Konzept realisieren, das unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird und ein lebendiges, gut durchmischtes Quartier entstehen lässt.

    Was ich den Menschen in Holtensen im persönlichen Gespräch zugesagt habe, gilt auch nach der Wahl: Schwerlastverkehr zum Europaquartier durch Holtensen wird es mit mir nicht geben. Und bei den weiteren Verkehrsfragen werde ich offen, gesprächsbereit und lösungsorientiert prüfen, welche Variante am Ende die beste für die Menschen vor Ort ist.
    Heißt: Bovenden für die Zuwegung während der Bauphase mit aller Kraft ermöglichen - und zweite Zufahrt nochmal kritisch auch mit Alternativen prüfen

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern