331 Unterschriften
Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Christian Specht mit Gemeinderat
Wir fordern den Gemeinderat der Stadt Mannheim auf, die Koordinierungsstelle Mädchen*arbeit dauerhaft zu erhalten und die dafür notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen sicherzustellen.
Die 2024 eingerichtete Koordinierungsstelle schließt eine langjährige strukturelle Lücke in der Mannheimer Mädchen*arbeit. Sie bündelt Fachwissen, vernetzt Einrichtungen und entwickelt gemeinsam mit Fachkräften bedarfsgerechte Angebote für Mädchen* und junge Frauen*.
Die Stelle ist ein zentraler Baustein für Prävention, Gewaltschutz, Beteiligung und Chancengerechtigkeit für Mädchen*. Ende 2026 läuft diese befristete Stelle aus und soll aufgrund der aktuellen Haushaltsituation nicht weitergeführt werden.
Begründung
In Mannheim leben rund 24.000 Mädchen* unter 18 Jahren. Viele dieser Mädchen* erleben im Laufe ihres Lebens Ungleichbehandlung, Diskriminierung, psychische Belastungen und/oder geschlechtsspezifischer Gewalt. Mädchen*arbeit schafft Räume, in denen Mädchen* gestärkt werden, Unterstützung erhalten und ihre Interessen sichtbar werden.
Die Förderung von Mädchen* ist nicht nur eine gesellschaftliche Aufgabe, sondern entspricht gesetzlichen und politischen Verpflichtungen – unter anderem aus dem Grundgesetz, dem SGB VIII, der Istanbul-Konvention und den UN-Nachhaltigkeitszielen.
Die Koordinierungsstelle Mädchen*arbeit übernimmt seit 2024 eine zentrale Funktion für Mannheim:
- Sie vernetzt Fachkräfte aus Jugendhilfe, Bildung, Beratung, Kultur und Zivilgesellschaft.-
- Sie macht Bedarfe sichtbar und entwickelt gemeinsam mit dem Netzwerk neue Handlungsmöglichkeiten.
- Sie stärkt Prävention, Schutz und Empowerment von Mädchen*.
- Sie sorgt dafür, dass die Perspektiven von Mädchen* in politischen und gesellschaftlichen Prozessen berücksichtigt werden.
Gerade angesichts zunehmender Gewalt gegen Frauen* und Mädchen*, steigender psychischer Belastungen von Mädchen* und antifeministischer Entwicklungen braucht es stabile Strukturen und kontinuierliche fachliche Begleitung.
Ein Wegfall der Stelle würde bedeuten:
- Verlust einer zentralen Vernetzungs- und Koordinierungsstruktur,
- weniger Präventions- und Schutzangebote,
- geringere Beteiligungsmöglichkeiten für Mädchen*,
- Schwächung eines über Jahre aufgebauten Netzwerks.
Mädchen*arbeit braucht nachhaltige Strukturen – nicht kurzfristige Projekte. Mit der Sicherung der Koordinierungsstelle setzt Mannheim ein wichtiges Zeichen für Gleichstellung, Schutz und die Zukunft junger Menschen.
Ein breites Bündnis aus kommunalen und freien Trägern setzt sich nun aktiv für den Erhalt dieser Struktur in Mannheim ein. Hierfür benötigen wir jede Stimme.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
23.07.2026
Sammlung endet:
22.01.2027
Region:
Mannheim
Kategorie:
Soziales
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Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
Ich bin selbst in der Mädchen*arbeit aktiv und finde die Arbeit der Koordinierungsstelle unverzichtbar, wenn wir Mädchen* weiter stärken und schützen wollen. Von der Mädchen*arbeit profitieren alle, nicht nur die Zielgruppe. Nur die Koordinierungsstelle kann Wissen und Arbeit bündeln sowie die Qualität und Professionalität sicherstellen - davon bin ich überzeugt.
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im sozialen Bereich Stellen abzubauen ist ein Armutszeugnis für unseren Sozialstaat. Als zukünftige Sozialarbeiterin ist es mir wichtig zu betonen, WIE systemrelevant und schützenswert diese Arbeit ist.