Region: Wesseling
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Offener Brief der Wesselinger Eltern zur Anpassung der Kita-Elternbeiträge

Petition richtet sich an:
Bürgermeister Ralph Manzke

920 Unterschriften

100 %
798 von 670 für Quorum in Wesseling Wesseling

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  1. Gestartet 20.07.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Bürgermeister Ralph Manzke

  • Ernsthafte Prüfung der Argumente und kritisches Hinterfragen der Entscheidung
  • Prüfung der Auswirkungen der Beitragserhöhung.
  • Offener Dialog mit betroffenen Eltern.
  • Transparente Kommunikation zu Entscheidungswegen.
  • Prüfung möglicher Entlastungs- oder Übergangslösungen.
  • Frühzeitige Beteiligung der Eltern bei zukünftigen Entscheidungen

Begründung

Die angekündigte Neuregelung der Kita-Elternbeiträge hat viele Familien tief verunsichert und erschüttert. Innerhalb kürzester Zeit haben sich zahlreiche Eltern zusammengeschlossen, um ihre Sorgen, Fragen und ihre Betroffenheit miteinander zu teilen. Dieser Brief ist Ausdruck dieser gemeinsamen Stimme.

Uns ist bewusst, dass Kommunen schwierige finanzielle Entscheidungen treffen müssen und dass auch Eltern ihren Beitrag zur Finanzierung einer guten Kinderbetreuung leisten müssen. Unser Anliegen richtet sich daher nicht gegen die grundsätzliche Möglichkeit einer Anpassung von Elternbeiträgen. Vielmehr stellen wir die Art und Weise der Umsetzung sowie das Ausmaß der Erhöhungen in Frage.

Viele Familien haben ihre beruflichen und privaten Entscheidungen auf Grundlage der bisher geltenden Beiträge getroffen. Arbeitszeiten wurden angepasst, Betreuungsverträge abgeschlossen und die eigene finanzielle Planung darauf ausgerichtet. Nun sehen sich zahlreiche Eltern innerhalb weniger Wochen mit erheblichen Mehrkosten konfrontiert. Für viele bedeutet dies eine finanzielle Belastung, die kurzfristig kaum aufzufangen ist.

Besonders kritisch sehen wir dabei, dass Wesseling nach unserem Eindruck innerhalb kurzer Zeit von einer Kommune mit vergleichsweise niedrigen Elternbeiträgen zu einer der teuersten im regionalen Vergleich geworden ist. Wir fragen uns, ob ein behutsameres Vorgehen mit mehreren Anpassungsschritten oder anderen Entlastungsmöglichkeiten geprüft wurde und ob ein milderes Mittel nicht ebenso geeignet gewesen wäre.

Darüber hinaus beschäftigt viele Familien die Frage, ob die Interessen der Elternschaft im Entscheidungsprozess ausreichend berücksichtigt wurden. Wurden die praktischen Auswirkungen auf Familien umfassend diskutiert? Wurde bedacht, welche Folgen eine so kurzfristige Umsetzung für die finanzielle Planung vieler Haushalte hat?

Ebenso stellt sich für viele Eltern die Frage, welche Möglichkeiten Familien nun überhaupt noch haben. Wie flexibel können Stadt und Träger reagieren, wenn Eltern feststellen, dass sie die bisher vereinbarte Betreuungszeit finanziell nicht mehr tragen können? Gibt es praktikable Lösungen für betroffene Familien oder müssen diese kurzfristig ihre Berufstätigkeit einschränken oder sogar aufgeben?

Gerade in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels erscheint uns diese Entwicklung besonders problematisch. Wollen wir wirklich in Kauf nehmen, dass Eltern – insbesondere Mütter – ihre Arbeitszeit reduzieren oder länger aus dem Beruf ausscheiden müssen, weil sich Kinderbetreuung nicht mehr finanzieren lässt? Wollen wir riskieren, dass Familien auf staatliche Unterstützungsleistungen angewiesen sind, obwohl sie eigentlich arbeiten möchten? Dies sind Fragen, die aus unserer Sicht weit über die reine Haushaltsplanung hinausgehen und die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Entscheidung betreffen.

Hinzu kommt, dass viele Familien in Wesseling in diesem Jahr bereits mehrfach mit steigenden finanziellen Belastungen konfrontiert wurden. Neben den erhöhten Kita-Beiträgen wurden unteranderem auch die Grundsteuer sowie die Hundesteuer angehoben. Für zahlreiche Familien entsteht dadurch der Eindruck, dass insbesondere die Mitte der Gesellschaft immer stärker belastet wird. Viele fragen sich mittlerweile ernsthaft, ob sie sich ein Leben in Wesseling langfristig noch leisten können.

Grundsätzlich stellt sich für viele Familien eine Frage: Wie kann es sein, dass andere finanziell stark belastete Kommunen – beispielsweise Gelsenkirchen – Wege gefunden haben, die Betreuung für Familien beitragsfrei anzubieten, während Wesseling die Elternbeiträge in so kurzer Zeit so deutlich erhöht? Warum gelingt es dort, Familien zu entlasten, während es in Wesseling offenbar nicht einmal möglich ist, die Beiträge auf einem stabilen Niveau zu halten?

Mit diesem Brief möchten wir jedoch nicht nur Kritik äußern. Wir möchten den Dialog suchen. Die große Zahl an Eltern, die diesen Brief unterstützt, macht deutlich, dass es sich nicht um vereinzelte Stimmen handelt. Hinter diesem Anliegen stehen Familien aus Wesseling, die Verantwortung übernehmen, arbeiten, Steuern zahlen, ihre Kinder hier aufwachsen sehen und das gesellschaftliche Leben dieser Stadt mitgestalten.

Wir erwarten daher, dass die Sorgen und Anliegen der betroffenen Eltern ernst genommen werden. Ebenso erwarten wir, dass die Auswirkungen der Beitragserhöhungen sowie mögliche Alternativen noch einmal sorgfältig geprüft werden. Eine so große Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern sollte bei Entscheidungen, die ihren Alltag und ihre finanzielle Existenz in erheblichem Maße betreffen, nicht nur informiert, sondern gehört werden. Familien sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Stadtgesellschaft – ihre Perspektiven verdienen es, frühzeitig in politische Entscheidungen einbezogen zu werden.

Wir wünschen uns deshalb einen offenen, ehrlichen und konstruktiven Dialog auf Augenhöhe. 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Initiative Wesselinger Eltern, Wesseling
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 20.07.2026
Sammlung endet: 19.01.2027
Region: Wesseling
Kategorie: Familie

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Warum Menschen unterschreiben

Weil ich betroffen bin.

Jutta Illian

Leider sind die Kita Beiträge sehr gestiegen und wenn man dann noch arbeitet bleibt vom verdienst nichts über . Das kann ja nicht normal sein.

Die Beträge sind einfach zu hoch! Dies ist nicht das Ende und werden jährlich erhöht, das ist nicht tragbar für Familie außer wenn die Frau wieder gezwungen wird zu Hause zu bleiben, diese kann dann nicht in die Rente einzahlen und ist im Nachhinein wieder auf den Mann angewiesen! Da möchte ich nicht wieder hin! Alternative ist keine Kinder mehr zu bekommen… die dann in die Rente einzahlen!

Um eine Betreuung für alle Kinder zu sichern und es nicht davon abhängig zu machen ob man es sich leisten kann

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