Region: Wesseling
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Offener Brief der Wesselinger Eltern zur Anpassung der Kita-Elternbeiträge

Petition richtet sich an:
Bürgermeister Ralph Manzke

959 Unterschriften

100 %
833 von 670 für Quorum in Wesseling Wesseling

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  1. Gestartet 20.07.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Bürgermeister Ralph Manzke

  • Ernsthafte Prüfung der Argumente und kritisches Hinterfragen der Entscheidung
  • Prüfung der Auswirkungen der Beitragserhöhung.
  • Offener Dialog mit betroffenen Eltern.
  • Transparente Kommunikation zu Entscheidungswegen.
  • Prüfung möglicher Entlastungs- oder Übergangslösungen.
  • Frühzeitige Beteiligung der Eltern bei zukünftigen Entscheidungen

Begründung

Die angekündigte Neuregelung der Kita-Elternbeiträge hat viele Familien tief verunsichert und erschüttert. Innerhalb kürzester Zeit haben sich zahlreiche Eltern zusammengeschlossen, um ihre Sorgen, Fragen und ihre Betroffenheit miteinander zu teilen. Dieser Brief ist Ausdruck dieser gemeinsamen Stimme.

Uns ist bewusst, dass Kommunen schwierige finanzielle Entscheidungen treffen müssen und dass auch Eltern ihren Beitrag zur Finanzierung einer guten Kinderbetreuung leisten müssen. Unser Anliegen richtet sich daher nicht gegen die grundsätzliche Möglichkeit einer Anpassung von Elternbeiträgen. Vielmehr stellen wir die Art und Weise der Umsetzung sowie das Ausmaß der Erhöhungen in Frage.

Viele Familien haben ihre beruflichen und privaten Entscheidungen auf Grundlage der bisher geltenden Beiträge getroffen. Arbeitszeiten wurden angepasst, Betreuungsverträge abgeschlossen und die eigene finanzielle Planung darauf ausgerichtet. Nun sehen sich zahlreiche Eltern innerhalb weniger Wochen mit erheblichen Mehrkosten konfrontiert. Für viele bedeutet dies eine finanzielle Belastung, die kurzfristig kaum aufzufangen ist.

Besonders kritisch sehen wir dabei, dass Wesseling nach unserem Eindruck innerhalb kurzer Zeit von einer Kommune mit vergleichsweise niedrigen Elternbeiträgen zu einer der teuersten im regionalen Vergleich geworden ist. Wir fragen uns, ob ein behutsameres Vorgehen mit mehreren Anpassungsschritten oder anderen Entlastungsmöglichkeiten geprüft wurde und ob ein milderes Mittel nicht ebenso geeignet gewesen wäre.

Darüber hinaus beschäftigt viele Familien die Frage, ob die Interessen der Elternschaft im Entscheidungsprozess ausreichend berücksichtigt wurden. Wurden die praktischen Auswirkungen auf Familien umfassend diskutiert? Wurde bedacht, welche Folgen eine so kurzfristige Umsetzung für die finanzielle Planung vieler Haushalte hat?

Ebenso stellt sich für viele Eltern die Frage, welche Möglichkeiten Familien nun überhaupt noch haben. Wie flexibel können Stadt und Träger reagieren, wenn Eltern feststellen, dass sie die bisher vereinbarte Betreuungszeit finanziell nicht mehr tragen können? Gibt es praktikable Lösungen für betroffene Familien oder müssen diese kurzfristig ihre Berufstätigkeit einschränken oder sogar aufgeben?

Gerade in Zeiten eines zunehmenden Fachkräftemangels erscheint uns diese Entwicklung besonders problematisch. Wollen wir wirklich in Kauf nehmen, dass Eltern – insbesondere Mütter – ihre Arbeitszeit reduzieren oder länger aus dem Beruf ausscheiden müssen, weil sich Kinderbetreuung nicht mehr finanzieren lässt? Wollen wir riskieren, dass Familien auf staatliche Unterstützungsleistungen angewiesen sind, obwohl sie eigentlich arbeiten möchten? Dies sind Fragen, die aus unserer Sicht weit über die reine Haushaltsplanung hinausgehen und die gesellschaftlichen Auswirkungen dieser Entscheidung betreffen.

Hinzu kommt, dass viele Familien in Wesseling in diesem Jahr bereits mehrfach mit steigenden finanziellen Belastungen konfrontiert wurden. Neben den erhöhten Kita-Beiträgen wurden unteranderem auch die Grundsteuer sowie die Hundesteuer angehoben. Für zahlreiche Familien entsteht dadurch der Eindruck, dass insbesondere die Mitte der Gesellschaft immer stärker belastet wird. Viele fragen sich mittlerweile ernsthaft, ob sie sich ein Leben in Wesseling langfristig noch leisten können.

Grundsätzlich stellt sich für viele Familien eine Frage: Wie kann es sein, dass andere finanziell stark belastete Kommunen – beispielsweise Gelsenkirchen – Wege gefunden haben, die Betreuung für Familien beitragsfrei anzubieten, während Wesseling die Elternbeiträge in so kurzer Zeit so deutlich erhöht? Warum gelingt es dort, Familien zu entlasten, während es in Wesseling offenbar nicht einmal möglich ist, die Beiträge auf einem stabilen Niveau zu halten?

Mit diesem Brief möchten wir jedoch nicht nur Kritik äußern. Wir möchten den Dialog suchen. Die große Zahl an Eltern, die diesen Brief unterstützt, macht deutlich, dass es sich nicht um vereinzelte Stimmen handelt. Hinter diesem Anliegen stehen Familien aus Wesseling, die Verantwortung übernehmen, arbeiten, Steuern zahlen, ihre Kinder hier aufwachsen sehen und das gesellschaftliche Leben dieser Stadt mitgestalten.

Wir erwarten daher, dass die Sorgen und Anliegen der betroffenen Eltern ernst genommen werden. Ebenso erwarten wir, dass die Auswirkungen der Beitragserhöhungen sowie mögliche Alternativen noch einmal sorgfältig geprüft werden. Eine so große Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern sollte bei Entscheidungen, die ihren Alltag und ihre finanzielle Existenz in erheblichem Maße betreffen, nicht nur informiert, sondern gehört werden. Familien sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Stadtgesellschaft – ihre Perspektiven verdienen es, frühzeitig in politische Entscheidungen einbezogen zu werden.

Wir wünschen uns deshalb einen offenen, ehrlichen und konstruktiven Dialog auf Augenhöhe. 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Initiative Wesselinger Eltern, Wesseling
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 20.07.2026
Sammlung endet: 19.01.2027
Region: Wesseling
Kategorie: Familie

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Warum Menschen unterschreiben

Wegen den kürzungen bei den Familien und weil alles immer teurer wird überlegen sich die meisten ob sie überhaupt noch Kinder bekommen sollen! Man kann sich Familie nicht mehr leisten.

Die Stadt Wesseling macht sich selbst immer unattraktiver. Nicht, dass sie an sich schon besonders attraktiv wäre, durchzogen von einer Autobahn, Bundesstraße und Straßenbahnlinie, die Wesseling rundherum laut und dreckig machen, kaum Naherholungsmöglichkeiten bietet und wenig Grundlage für den Einzelhandel hat.
Jetzt werden wir Familien noch zusätzlich geschröpft, um die jahrelange Misswirtschaft der Stadt auszugleichen!?
Denkt im Rathaus eigentlich auch mal jemand darüber nach, dass Familien für ALLES draufzahlen? Wir haben mehr Mäuler zu stopfen, müssen mehrere Körper einkleiden, die Kinder brauchen Spielsachen, Bücher, Hobbys und noch mehr! Wir müssen höhere Kosten für Versicherungen stemmen, in die Altersvorsorge unserer Kinder investieren und - ach Ja - Urlaub in den Ferien ist ja auch besonders billig!
Außerdem sind vier Personen plus X schwerlich in einem Smart zu transportieren und eine Zwei-Zimmerwohnung ist auch keine Alternative!
Und lass mal ein Kind längere Zeit krank werden, dann kann man nur hoffen, dass man mit seinen "Kind-krank"-Tagen auskommt. Ansonsten muss man sich vom Arbeitgeber UNENTGELTLICH freistellen lassen. Was ein Spaß!
Damit wir uns den ganzen Sch... überhaupt leisten können, sind beide Eltern BERUFSTÄTIG! Zeit für die eigene Kinder ist dadurch MANGELWARE! Schönen Dank auch, Herr Manzke!!!
Ich bin zutiefst schockiert und erzürnt über die neuen Beitragsstaffeln! Dass wir für die Betreuung unserer Kinder, die zukünftigen Steuer- und Rentenkassenzahler, überhaupt Beiträge zahlen müssen, ist schon blanker Hohn. Diese Erhöhungen in so engen Rastern setzt dem Ganzen aber noch die Krone auf!
So werden Sie bestimmt nicht wiedergewählt werden, Herr Manzke!

(Bearbeitet)

Da mit all den Gebühren-Erhöhungen die jungen Familien zu stark belastet werden.

Ich verstehe, dass die Gebühren angehoben werden müssen, wenn alles teurer wird. Aber wenn man aus dem Urlaub kommt und erstmal diese extremen Erhöhungen liest, ist man direkt bedient. In der höchsten Stufe mal eben fast 250 Euro mehr bezahlen zu müssen, und das quasi sofort, ist heftig. Das ist keine Summe, die man als Familie einfach so übrig hat. Da frage ich mich schon, wofür ich arbeiten gehe.

Betroffene Person mit Kindern in Kita und OGS

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