Seit mehr als 100 Jahren produzieren Beschäftigte in Berlin Lampen und Lichtprodukte. Damit soll jetzt Schluss sein: Osram hat die Lampensparte 2016 in das neue Unternehmen LEDVANCE überführt und dieses 2017 an chinesische Investoren verkauft. Statt aber das Geschäft wie versprochen auszubauen, wollen die neuen Inhaber unseren Berliner Standort nun bis Ende 2018 schließen.

Dagegen kämpfen wir: Wir wollen das Werk und seine Arbeitsplätze erhalten - schließlich leben mehr als 200 Familien von der Arbeit und den Einkommen, die wir hier bisher sicher verdienen konnten.

Daher bitten wir Sie, diese Petition zu unterschreiben und uns damit zu unterstützen. Vielen Dank.

Begründung

Wir sind ein Berliner Traditionsunternehmen: Seit mehr als 100 Jahren haben wir Beschäftigte des Lichtherstellers OSRAM von Berlin aus Lampen und moderne Lichtprodukte für die ganze Welt produziert. Im Juli 2016 spaltete die OSRAM GmbH das traditionelle Lampengeschäft ab und gründete die Tochterfirma LEDVANCE, um diese dann zu verkaufen.

Schnell fand Osram einen - wie die Geschäftsleitung behauptete - redlichen Käufer. Es handelt sich dabei um drei chinesische Investoren: IDG Capital, Yiwu State-Owned Assets Operation Center (Yiwa) und MLS, der ein Lampenwerk in China betreibt. Die Investoren, sagt die Geschäftsleitung, seien sehr interessiert an unserer Sparte. Ende Juli 2016 informierte die Geschäftsleitung die Beschäftigten, dass sie den Vorverkauf an die chinesischen Investoren für mehr als 400 Millionen Euro getätigt habe.

Die Geschäftsleitung von Osram lobte den Deal in den höchsten Tönen und betonte, wie gut sie zu uns passen würden. Am 1. März 2017 vollzog Osram den Verkauf und wir waren keine Tochterfirma der OSRAM GmbH mehr. Auch die Bundesregierung stimmte dem Verkauf zu.

Die LEDVANCE GmbH hat fünf Standorte in Deutschland: in Berlin, in Garching (Hauptsitz), in Augsburg und Eichstätt sowie mit der Tochterfirma Radium in Wipperfürth. Erst sah alles ganz gut für die Belegschaften aus, doch dann kam nach gerade einmal sieben Monaten der große Knall: Die Geschäftsleitung verkündete uns am 13.11.17 in Berlin, dass sie das Werk zum 31.12.18 schließen wolle. Die anderen Standorte sind ebenfalls von Schließung oder von erheblichen Einschnitten betroffen.

Seither kämpfen wir als Belegschaft um den Standort Berlin und um unsere Arbeitsplätze. Betriebsrat und Beschäftigte haben ein Zukunftskonzept erarbeitet, das wir mit der Geschäftsführung und den Eigentümern verhandeln wollen. Jetzt brauchen wir jede Hilfe, um unsere Verhandlungsposition zu verbessern. Dabei können Sie uns mit Ihrer Unterschrift unterstützen und Berlin als Industriestandort stärken.

Ein Dankeschön an alle, die hier ihre Unterschrift leisten und den Kampf für das Traditionsunternehmen, unsere Arbeitsplätze und die Berliner Industrie unterstützen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Betriebsrat Ledvance und IG Metall Berlin aus Berlin
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Pro

Das Know How muss in Deutschland bleiben. Es darf nicht zum Ausverkauf von deutschen Produkten kommen. Wir müssen auch an die Zukunft unserer Kinder denken!

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