Nach den Plänen der neuen NRW- Landesregierung sollen die 300.000 Kinder, die jetzt in die Klassen 4 bis 7 versetzt worden sind, nicht zu G9 wechseln dürfen. Gerade wir, Eltern und Großeltern dieser Kinder, haben mit vielen weiteren Bürgern in den letzten drei Jahren gegen das Turbo-Abi gekämpft und uns dafür eingesetzt, dass die verkürzte Schulzeit am Gymnasium wieder auf 9 Jahre verlängert wird. Und jetzt sollen genau die aktuell betroffenen Kinder nichts davon haben?!
Fordern Sie mit mir unsere Schulministerin Frau Gebauer auf, auch diese Kinder mitzunehmen und den Wechsel zu G9 im Sommer des nächsten Jahres für die Klassen 5 – 8 zu organisieren, indem Sie diese Petition hier unterzeichnen.

Hinweis: Unter einer E-Mailadresse können bis zu 5 Familienmitglieder unterzeichnen, also auch Ihr Partner/Ihre Partnerin, Ihre Eltern; und auch Minderjährige dürfen lt. Petitionsrecht unterzeichnen, wenn sie den Sachverhalt verstehen.

Leiten Sie bitte auch diese Petition per Mail und über Ihre sozialen Netzwerke weiter an alle davon Betroffenen und daran Interessierten, die Sie kennen, damit wir als möglichst große Gruppe unserer Forderung Nachdruck verleihen.

Begründung

Als Großvater eines Kindes, das jetzt in die Klasse 5 kommt, und als Lehrer am Gymnasium, der in der alltäglichen Praxis erlebt hat, welche negativen Folgen die ausschließlich wirtschaftlich begründete Schulzeitverkürzung hat, setze ich mich seit Jahren zusammen mit vielen anderen in der Bürgerinitiative "G9jetzt-nrw!" für mehr Zeit für Kinder ein. Jetzt endlich reagieren nach Hessen, Niedersachsen, Bayern und Schleswig-Holstein auch die Politiker in NRW und nehmen die unsinnige Schulzeitverkürzung zurück. Nur warum sollen erst in zwei Jahren nur die Kinder, die jetzt ins dritte Schuljahr kommen, von der Fehlerkorrektur profitieren?

Das Land Niedersachsen hat gezeigt, dass der Wechsel zu G9 innerhalb eines Jahres mit den Klassen 5 - 8 ohne größere Probleme funktioniert, indem man den Unterrichtsstoff der bestehenden Lehrpläne umverteilt und sich wieder mehr Zeit fürs Üben nimmt. Warum soll das nicht auch in NRW gehen? Es gibt keinen hinreichenden Grund, 300.000 Kinder auszuschließen. Neue Lehrpläne, in denen Kompetenzen auch wieder mit Inhalt gefüllt werden, mit einer Stärkung der Entwicklung von Medienkompetenz etc. können dann nach sorgfältiger Vorbereitung später und bei Bedarf schrittweise eingeführt werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gregor Schmitz aus Menden
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer!
    Vor gut einem Jahr haben wir den Versuch begonnen, mit Hilfe dieser Petition den Entscheidungsprozess für das neue G9-Schulgesetz dahin-gehend zu beeinflussen, dass mehr Kinder teilhaben dürfen. In einem ersten schnellen Schritt wurde im Juli 2017 die anfängliche Beschränkung auf die Stufe 5 auf eine weitere Jahrgangsstufe ausgeweitet. Dabei ist es dann aber geblieben, wie jetzt am 27.7.2018 im neuen Schulgesetz beschlossen wurde.
    Für unsere weitergehende Forderung, bei der Korrektur der G8-Fehl-entscheidung auch die Jahrgänge 7 und 8 mitzunehmen, haben wir mit unseren 14.000 Stimmen leider nicht den notwendigen Druck auf die Entscheidungsträger erzeugen können. Trotz des erheblichen Einsatzes einiger sehr aktiver Multiplikatoren haben wir – optimistisch gerechnet – höchstens 3% der unmittelbar betroffenen Eltern als Unterstützer gewinnen können – warum auch immer.
    Wie berichtet, hat Frau Ministerin Gebauer unsere Petition kühl ablehnend zur Kenntnis genommen; ihre Begründungsversuche in Briefen und in den Medien haben wir argumentierend entlarvt und zurückgewiesen, mit zunehmender Frustration.
    Auch die Eingabe beim Petitionsausschuss des Landes verlief mit der Weiterleitung an das zuständige Schulministerium im Sande.

    Der Versuch war es mir wert. Jetzt ist es aber Zeit, die vollendeten Tatsachen zu akzeptieren und sich auf offene Fragen zum neuen G9 zu konzentrieren. Denn das bekommen wir dank des Einsatzes von Marcus Hohenstein und seinen Mitstreitern der „g9-jetzt.nrw“-Initiative, wie aktuell der Spiegel gewürdigt hat.
    www.spiegel.de/plus/g8-warum-das-turbo-abi-gescheitert-ist-a-00000000-0002-0001-0000-000158616266

    Was ist jetzt zu tun?
    Kümmern Sie sich mit darum, dass engagierte Elternvertreter auch aus den neuen 5er Klassen in der Schulkonferenz vertreten sind, um die Interessen der künftig Betroffenen geltend zu machen.
    Falls es am Gymnasium Ihres Kindes zu einem Antrag kommt, bei G8 zu bleiben, kümmern Sie sich um umfassende Information und sorgen Sie mit für einen fairen Prozess transparenter Meinungsbildung. Achten Sie darauf, dass die Argumente von Landeselternschaft, Philologenverband u.a. für einen flächendeckenden Wechsel zu G9 berücksichtigt werden.
    Bei einer Entscheidung für G9 erscheint es verfrüht, eine vorausgreifende Entscheidung über die Verwendung der im Gesetz vorgesehenen 8 Ergänzungsstunden zu treffen, bevor nicht die entsprechenden Erlasse vorliegen. Die Problematik dieser Stunden wird in einem Video von Manuela Lindkamp ausführlich erläutert: www.g9-jetzt-nrw.de
    Hier eine Kurzinfo:
    Im neuen Schulgesetz ist für die Klassen 5 - 10 der G9-Gymnasien eine Stundenzahl von 188 Wochenstun-den beschlossen, von denen 8 als nicht für alle verpflichtende Ergänzungsstunden definiert sind. Genaueres wird erst demnächst in der neuen Ausbildung- und Prüfungsordnung festgelegt (APO SI). Nach allen vorliegenden Informationen wird die bisherige Regelung für den Umgang mit den 8 Ergänzungsstunden in der künftigen APO SI fortgeschrieben mit der Bestimmung, dass sie nicht für alle verpflichtend sind. Man muss davon ausgehen, dass die Schulkonferenz die Aufgabe bekommt, das jeweilige Konzept über die Verwendung und Festlegung zu beschließen. „Echter“ Halbtag mit 180 Std. wäre für viele Schüler möglich in Abhängigkeit vom Beschluss der Schulkonferenz über die Verwendung der 8 Ergänzungsstunden. So wird die Aussage des Koalitionsvertrags, ein Halbtag werde bei G9 wieder möglich, zwar eingehalten, aber die Einschränkung dieser Möglichkeit wird von der politischen Entscheidungsebene in die Verantwortung der einzelnen Schulkonferenzen und somit in hohem Maße dem Einfluss der Schulleitungen übertragen.
    Also ist dringend zu empfehlen, erst einmal die genaue Formulierung des Erlasses zu den Ergänzungsstun-den abzuwarten. Und wenn –wie bisher- die Verwendung für individuelle Förderung festgelegt wird, dann wird darauf zu achten sein, dass das tatsächlich ernst genommen wird und die Ergänzungsstunden nicht mit der Gießkanne auf fast alle Schülerinnen und Schüler verteilt werden, sodass für fast alle Nachmittagsunterricht nicht vermeidbar ist.
    Der häufig vorgetragene Einwand, in anderen Bundesländern gebe es für alle Schüler auch mehr als 265 Std. (KMK-Mindestvorgabe) und somit auch Nachmittagsunterricht in der Sek I, ist zurückzuweisen, da durch die erhöhte KMK-Verpflichtung in der SII auch in NRW schon 273 Std. anfallen. (180 SI + 93 SII im Durchschnitt)

    Ich werde jetzt diese Petition als nicht erfolgreich beenden und möchte mich bei allen Unterstützern herzlich bedanken, besonders bei den hochaktiven Multiplikatoren.

    Für Rückfragen stehe ich weiterhin unter der Mailadresse g9jetzt@gornie.de zur Verfügung.

    Sommerliche Grüße
    Gregor Schmitz

  • Liebe Unterstützer,

    Reaktionen aus dem Umfeld der beiden Mail-Adressaten machen deutlich, dass die Botschaft angekommen ist, aber jede weitere gleichlautende Mail nervig und damit kontraproduktiv wird.

    Viele Grüße

    Gregor Schmitz

  • Guten Abend liebe Unterstützer!

    Nein, es gibt leider immer noch keine inhaltliche Reaktion des Petitionsausschusses auf unsere Eingabe. Aber hartnäckig bleiben wir in Gesprächen und Mails an Abgeordnete am Ball.
    Deshalb leite ich den folgenden Brief aus Köln an Sie/Euch weiter.

    Viele Grüße

    Gregor Schmitz

    Liebe Freunde des G9-Abiturs,

    "Bei einer Weiterentwicklung zu G9 können neben der Eingangsklasse 5 auch weitere Jahrgänge in den G9-Bildungsgang überführt werden". (Quelle siehe Anhang)

    Dieses Versprechen wurde uns genau vor einem Jahr von der regierenden CDU gegeben, aber bis zum heutigen Zeitpunkt nicht eingehalten.

    Die G9-Initiative kämpft weiter für die Kinder der jetzigen Stufen 5. bis 7. der Gymnasien. Ist Ihr Kind dabei? Dann unterstützen Sie uns!

    Erinnern Sie Frau Kirstin Korte (Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Bildung, CDU) und Herrn Frank Rock (Ausschuss-Mitglied und Sprecher des Arbeitskreises für Schule und Bildung der CDU) mit einer E-Mail an dieses Versprechen.

    Denken Sie daran, dass Ihr Kind ansonsten in jeder Woche immer wieder Nachmittagsunterricht haben wird, wodurch Zeit fürs eigene systematische Lernen, sowie für eine freie Gestaltung des Nachmittags nach individuellen Schwerpunkten fehlt.

    Fordern Sie Frau Korte und Herrn Rock auf, sich für ihr Versprechen einzusetzen und auch Ihr Kind in den G9-Bildungsgang mitzunehmen, denn in der Presse ist täglich zu lesen, wie sehr die Schulleiter und die Lehrer die Rückkehr zu G9 begrüßen und da sollte Ihr Kind dabei sein dürfen und ebenfalls profitieren!

    Schreiben Sie an: kirstin.korte@landtag.nrw.de
    frank.rock@landtag.nrw.de

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Vielen Dank im Namen der Kinder!

    Christiane Pohl
    G9-ietzt-NRW - Regionalgruppe Köln

Pro

Ich habe in Niedersachsen aktiv für G9 gekämpft und war auch Mitglied in der sog. "Expertenkommission" des Kultusministeriums. Ich kann nur unterstreichen, dass die Umsetzung gleichzeitig für die Klassen 5 bis 8 inhaltlich und pädagogisch kein Problem ist und kurzfristig erfolgen kann. Denn diese Schüler haben ja in den bereits absolvierten Klassen 5 bis 8 eine höhere Stundenzahl gehabt, als es für G9 notwendig ist - sie haben somit einen inhaltlichen "Vorsprung" und keine Probleme mit der Umstellung.

Contra

G8, G9 ist doch egal, es muss richtig gemacht werden. Was bringt uns diese leidige Debatte um 1 Jahr mehr oder weniger. Genauso gibt es nämlich Bundesländer, in denen G8 seit Jahren funktioniert und, die auch im Bildungsvergleich führend sind. (s. Sachsen) Am Ende müssen alle Beteiligten in der Politik diese Entscheidung mit Sinn und Verstand auf ein stabiles Fundament stellen. Dann gelingt sowohl G8 als auch G9. Das heißt in erster Linie Geld in unsere Bildungslandschaft zu investieren und unser Bildungssystem nachhaltig zu entwickeln.