• Von: Katholische junge Gemeinde (KjG) Nordrhein-Westfalen mehr
  • An: Schulministerin Sylvia Löhrmann
  • Region: Nordrhein-Westfalen mehr
    Kategorie: Bildung mehr
  • Status: Die Petition wurde eingereicht
  • In Bearbeitung
  • 1.577 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

35 Stunden & keine Minute länger – Schulzeit begrenzen!

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Die KjG in NRW kritisiert die Ausdehnung der täglichen Schulzeit. Diese geht zu Lasten von persönlicher Freizeit und außerschulischen Bildungsangeboten. Denn nicht nur in der Schule werden wichtige Lern- und Lehr-Erfahrungen gemacht, sondern auch außerhalb. Dies muss von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft wieder stärker anerkannt, von der Politik aber auch in konkrete Maßnahmen umgesetzt werden. Daher fordern wir:

* eine 35-Stunden-Woche für SchülerInnen - Die Schule muss ihren Bedarf an der täglichen Zeit junger Menschen auf das wirklich Notwendige begrenzen.

* einen Schulschluss um 16 Uhr - Unterrichtsplanung und Lehrplaninhalte sind so zu gestalten, dass alle SchülerInnen in der Regel alle schulischen Aufgaben inklusive Hausaufgaben bis spätestens 16 Uhr erledigen können.

* einen schulfreien Nachmittag pro Woche - Der schulfreie Nachmittag gilt ab 13 Uhr und ist landesweit, mindestens aber regional gemeinsam abzustimmen.

www.kjg-nrw.de
www.facebook.com/35stunden

Begründung:

* Es gibt einen deutlichen Trend zu mehr Unterrichtsstunden.

Ein Vergleich der Stundentafeln der Schuljahre 2002/03 und 2011/12 zeigt, dass die Mindestwochenstunden in allen Bundesländern erhöht wurden. Dies gilt für alle Schulformen. Vor allem die SchülerInnen an den Gymnasien haben deutlich mehr Unterricht als noch vor zehn Jahren.
Denn auch nach der Verkürzung der Schulzeit am Gymnasium – also dem Wechsel von G9 auf G8 – ist eine Voraussetzung für das Abitur gleich geblieben: 265 Mindestwochenstunden Unterricht. Das heißt: Bei G9 wurden diese Unterrichtsstunden noch auf neun Schuljahre verteilt, G8-SchülerInnen müssen nun die gleiche Menge an Unterricht in acht Jahren schaffen. (siehe 4. Bildungsbericht (2012), Kap. D2 Zeitaufwand für Schule, S. 76)

* Die Politik scheint einen Bildungsbegriff der wirtschaftlichen Verwertbarkeit zu favorisieren.

Schule und Studium werden mehr und mehr – zum Beispiel auch durch die Verkürzung von Schul- und Studienzeiten – als Durchlauferhitzer betrachtet, damit junge Menschen möglichst schnell dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Im Widerspruch dazu steht die breite Forderung der Politik nach mehr bürgergesellschaftlichem Engagement.

* SchülerInnen von G8-Gymnasien oder Ganztagsschulen engagieren sich weniger ehrenamtlich.

52% der G9-SchülerInnen übernehmen freiwillige Aufgaben und Tätigkeiten in einem Verein, einem Projekt oder einer Gruppe – aber nur 43% der G8-SchülerInnen. (Dabei ist es ganz gleich, ob ihr G8-Gymnasium eine Halbtagsschule oder eine Ganztagsschule ist.)
Ebenso deutlich wird es im Vergleich von SchülerInnen einer Halbtagsschule und denen einer Ganztagsschule (unabhängig von Hauptschule, Realschule, Gymnasium): 39% der HalbtagsschülerInnen sind ehrenamtlich aktiv, aber nur 29% der GanztagsschülerInnen.
Dies zeigt: Die Abnahme von frei verfügbaren Zeiten und eine intensiver werdende Schule führen bei Jugendlichen zu weniger ehrenamtlichem Engagement. (siehe 3. Bildungsbericht (2010), Kap. D5 Aktivitäten in außerschulischen Lernorten, S. 81)

* Bildung findet nicht nur in der Schule statt.

Außerschulische Lernorte wie die Kinder- und Jugendverbände sind für eine gelingende selbstbewusste Biographie unverzichtbar. Denn dort lernen junge Menschen freiwilliges Engagement und Verantwortungsübernahme. Sie lernen, sich selbst zu organisieren und in zweckfreien Räumen und Zeiten eigene Talente zu entdecken. Diese Zeiträume für freiwilliges und selbstbestimmtes Engagement werden ihnen aber durch die Ausdehnung der täglichen Schulzeit genommen.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Köln, 22.05.2014 (aktiv bis 21.08.2014)


Neuigkeiten

Ab sofort bieten wir Ihnen und euch eine Arbeitshilfe zum Download. Sie enthält Daten und Fakten als Argumentationshilfen, Erläuterungen zu unseren drei Forderungen sowie Fragen und Antworten rund um unsere schulpolitische Haltung. Unter diesem Link ...

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Debatte zur Petition

PRO: Sehr gut! G8 und die immer länger werdenden Schulzeiten machen unsere Mühen in der Jugendarbeit kaputt. Die Kinder haben kaum Zeit, neben Schule, Nachhilfe, Musik- & Sportangebote etwas anderes zu machen, wo sie ohne Druck Spaß haben können! Die Kinder ...

PRO: natürlich ist es schwierig zu sagen, dass die Oberstufe mit 35 Stunden auskommt. Wenn man Abitur macht, muss man viel Zeit investieren. Aber das ist in den letzten Jahren soo viel geworden. Ich war einer der letzten G9-Jahrgänge, und musste schon viel ...

CONTRA: Kann ich Ihnen sehr gerne beantworten. Dann erzählen sie mir mal bitte wo die "älteren" bitte überhaupt eine Ahnung haben wie es heutzutage in der Schule abläuft. Die Schule ist nunmal kein Vergnügen und muss sie auch nicht sein, da es in der Schule um ...

CONTRA: So Ich muss hier einfach mal meine Meinung abgeben zu dem was die Katholische Kirche bzw. Die KjG hier wieder für einen Beitrag leistet und versucht sich in alles einzumischen . Meiner meinung nach ist es extremst lächerlich, dass hier versucht wird die ...

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Petitionsverlauf

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