Seit Jahren fordert die GEW gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Die Arbeit der Kolleg_innen hat sich in den letzten Jahren stark verdichtet. Der Heterogenität der Schüler und dem Anspruch einer individuellen Förderung begegnen die Grundschulen in ihrer Tradition als Schule für alle Kinder sehr innovativ - und das trotz unzureichender Ressourcen und zu hoher Pflichtstundenzahl.

Die Grundschulen haben mit ca. 90% den höchsten Frauenanteil bei den Lehrkräften.

Begründung

In einem Gutachten für die GEW kommen die Europa-Rechtswissenschaftlerinnen Prof. Dr. Eva Kocher, Dr. Stefanie Porsche und Dr. Johanna Wenckebach sowohl hinsichtlich der Ausbildung als auch hinsichtlich der tatsächlichen Tätigkeit von Grundschullehrkräften zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Besoldung nach A12 um eine mittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts handelt. Dies ist nicht länger hinnehmbar!

Die Auseinandersetzung mit dem Antidiskriminierungs-, dem Verfassungs- und Besoldungsrecht liefert dafür die Argumente.

Eine Monetäre "Aufwertung" des Gerundschullehrberufs könnte diesen Beruf auch für Männer attraktiver machen und eine wünschenswerte Parität der Geschlechter in der GrundschullehrerInnenschaft befördern. Denn die ungleiche Geschlechterverteilung unter den Lehrkräften befördert Geschlechterstereotypen in vielerlei Hinsicht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, GEW-Saarland aus Saarbrücken
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Pro

Ich arbeite in einer Grundschule. Obwohl ich keine Sonderpädagogin bin, muss ich auch Förderpläne, Anträge auf Schulbegleitung, Pädagogische Stellungnahmen für Psychotherapie etc. schreiben. Zusätzlich muss ich mich genau über verschiedene Behinderungen informieren (Trisomie 21, Autismus, Glasknochen…) und in jeder Stunde auf die speziellen Anforderungen eingehen. Natürlich gehören dazu Termine mit Ergotherapeuten, Psychotherapeuten, Fachkräften für die jeweilige Behinderung. Nochmal: Ich bin keine Sonderpädagogin.

Contra

Es ist schlichtweg unfair allen Lehrkräften das gleiche zu bezahlen, ohne dann die Wochenstunden anzupassen. Was wir viel eher brauchen sind gerechte Arbeitszeitmodelle (ähnlich wie in Hamburg), bei dem Lehrer mit Mehraufwand (Korrekturfächer, Organisation von Klassenfahrten, Klassenlehrer etc) entlastet werden und andere Lehrer ohne diesen Mehraufwand (z.B Sportlehrer an welcher Schulform auch immer) mit mehr Wochenstunden belastet werden. Einfach gleiches Gehalt für alle zu fordern macht die Besoldung nicht gerechter!