Liebe Interessenten dieser Petition,

es gibt sehr viele Petitionen die sich mit dem Tierschutz beschäftigen und dringendere oder größere Probleme adressieren. Ich glaube aber, dass auch bei vermeintlich kleinen Dingen etwas getan werden muss. Kleine Missstände sind oft viel schneller behebbar, erfordern keine Revolution und bewirken – zumindest auf lokaler Ebene – oft ein Umdenken, welches wiederrum größeren Vorhaben den Weg bereitet. Aus diesem Grund hoffe ich, dass möglichst viele Personen diese Petition unterstützen.

Worum geht es? Die Petition fordert dass die Marktordnung der Stadt Oldenburg (in Oldenburg) geändert wird, damit zukünftig weder Ponykarussells auf dem Oldenburger Kramermarkt und ähnlichen Volksfesten, noch der Verkauf von lebenden Tieren auf den Wochenmärkten erlaubt sind. Vielen Dank!

Begründung

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Krogmann ,

mit diesem Schreiben möchte ich Sie im Namen aller Unterzeichnenden auffordern, sich für die Änderung der Satzung der Stadt Oldenburg (Oldb) über Wochenmärkte, Volksfeste und Spezialmärkte (Marktordnung) einzusetzen.

Ziel der Änderungen: 1) Kein Verkauf von lebenden Tieren auf dem Wochenmarkt. (Anpassung §3, Absatz 1, Zweiter Satz) 2) Kein Einsatz von Tieren auf Volksfesten, insbesondere Ponykarussells (Anpassung §3, Absatz 2, dritter Satz)

Begründung: Zu einer modernen Stadt die sich auch als „Übermorgenstadt“ bezeichnet passen diese Relikte aus vergangenen Zeiten nicht.

Zu 1) Der Verkauf lebender Tiere in einer belebten Marktumgebung mit Menschenansammlungen und der An- und Abtransport führt zu einer Stressbelastung, die nicht mit dem Tierschutz vereinbar ist. Es handelt sich hierbei um vermeidbares Tierleid, da durch direkten Hofverkauf oder Bestellung und Anlieferung zumindest unnötige Transportwege und die belastende Marktumgebung vermieden werden könnten. Ein weiterer Aspekt ist das Signal an unsere Kinder. Tiere sind keine Ware, die neben Gewürzen und Schmuck eingepfercht angeboten werden sollte. Der Kauf eines Nutz- oder Haustieres muss in angemessener Form erfolgen.

Zu 2) Die Änderung soll bewirken, dass auf Volksfesten keine Tiere mehr von den Schaustellern zum Einsatz kommen. Dies gilt nicht nur, aber insbesondere für Ponykarussells. Am Beispiel der Ponykarussells ist das Tierleid offensichtlich. Es ist unbestritten, dass das Laufen im Kreis eine für Pferde unnatürliche Bewegung darstellt, die zu einer ungleichen Beanspruchung der Gelenke, Bänder und der Wirbelsäule führt, was Schäden im Bewegungsapparat zur Folge hat. Lärm, Lichtspiele und Menschenmassen sind für das Fluchttier Pferd ebenso belastend wie das immer gleiche Bewegungsmuster. In vielen Städten ist daher ein solches Ponykarussell bereits verboten. Wir möchten sicherlich weder die betreibenden Personen schädigen, noch glauben wir, dass diese Ihre Tiere vorsätzlich schlecht behandeln. Im Gegenteil vermuten wir, dass diese alles machbare tun, um den Tieren im Rahmen der Möglichkeiten eine gute Pflege angedeihen zu lassen. Solche Attraktionen sind jedoch in Zeiten, in denen Tierschutz ein großes Thema ist, nicht mehr zeitgemäß und nur schwer mit einem modernen Umgang mit Tieren in Einklang zu bringen. Hier gilt es, auch im Namen unserer Kinder, zu vermitteln, dass der kurze Spaß auf Kosten der Tiere, der nicht nur während ihres Einsatzes, sondern auch langfristig, negative Auswirkungen auf die Tiere hat, leicht zu verschmerzen ist. Die Kinder könnten des Weiteren auf Reithöfen ein adäquateres Angebot für Ihr Interesse vermittelt bekommen.

Zusätzliche Informationen zum Beispiel Ponykarussell:

Merkblatt „Beurteilung von Ponyreitbahnen unter Tierschutzgesichtspunkten“ der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. www.tierschutz-tvt.de/fileadmin/tvtdownloads/merkblatt116.pdf

Tierrechtsorganisation Peta: www.peta.de/Ponykarussell#.WV9vT2fJa3c

Im Namen aller Unterzeichner/in

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Thorsten Würdemann aus Oldenburg
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Neuigkeiten

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