Das Selbstbestimmungsrecht aller Menschen sollte unbedingt auch die Möglichkeit einschließen, selbst darüber bestimmen zu können, wann ein Mensch nicht mehr weiterleben möchte. Dazu müssen humane Instrumente zur Verfügung gestellt werden.

Begründung

Die Angst vor dem Tod umfasst weniger die Fantasie darüber, was danach kommen mag, als das Bewusstsein darüber, dass die letzten Lebensjahre sehr oft mit unerträglichem und langem Dahinsiechen verbunden sind. Den meisten Menschen würde ein Stein vom Herzen fallen, wenn sie wüssten, dass sie jederzeit den Wunsch nach einer Spritze, die alles beendet, ohne dies zu spüren, äußern könnten.

Stattdessen versteckt sich unser Staat noch immer hinter ethischen Bedenken, um der Krankheitsindustrie die lukrativen Gewinne zu garantieren, die mit dem langen Sterben in den Krankenhäusern gemacht werden.

Dabei könnte es so einfach sein: Wer alt und krank ist und seine Entscheidung bei vollem Bewusstsein trifft, weil eine Operation oder Therapie kaum eine Aussicht auf eine Verbesserung hat, oder weil sich der Patient nicht mehr operieren lassen möchte, dann sollte dieser letzte Ausweg gewährt werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Edgar Wetzig aus Clenze
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer

    Um in Deutschland in dieser Sache doch mal etwas bewegen zu können, sollten wir uns alle gemeinsam entweder einer bestehenden Organisation anschließen, die wir damit stärken. oder wir gründen selbst eine Organisation, das könnte ein gemeinnütziger Verein sein, der sich vielleicht zum Ziel setzt, Sterbewillige in die Schweiz zu bringen oder ähnliches. Wer das ähnlich sieht, kann gern Kontakt aufnehmen.

  • Liebe Mitstreiter

    Vor einigen Wochen gab es einen erzürnten Hund, der seine Besitzer zerfleischte und deshalb sanft eingeschläfert werden sollte. In Windeseile kamen mehr als 250.000 Unterschriften zusammen von Gutmenschen, die dafür demonstrierten, dass die Bestie weiterleben darf. Das war sicher ein großer Erfolg. Aber warum interessieren sich die Menschen nicht für ihren eigenen, sanften Übergang ins Jenseits, da sie doch ganz genau wissen, dass sie eines Tages sterben müssen?

    Vielleicht könnt Ihr mir dabei helfen, diese merkwürdige Gesellschaft noch zu verstehen?

  • Liebe Unterstützer

    Ich bin wahnsinnig enttäuscht von ungefähr 150 Unterschriften aus diesem 90 Millionen Volk. Ich war davon ausgegangen, dass dieses Thema sofort jeden angreift, weil jeder bekanntlich sterben muss und viele die letzten Monate älterer Angehöriger mit durchlitten haben, dass jeder den Link wie im Schneeballsystem sofort an alle seine Freunde und Bekannten weiterreicht. Aber nein, Sterben ist doch kein Thema für uns, das wird verdrängt, wieviel NOx aus einem Auspuff kommt, das ist doch viel wichtiger.

    Da kann ich nur sagen, und das gilt natürlich nicht für meine lieben Unterstützer, Ihr habt Eure Chance gehabt, Schluss aus, nun werdet Ihr alle elendiglich zugrunde gehen, und kein Arzt wird Euch von Eurem unerträglichen Leid befreien dürfen. Dann ist es eben so. Ich habe die Schnauze voll.

Pro

Ich stimme dem ersten Contra-Argument absolut zu. Da schreibt wirklich jemand, der von der Situation viel versteht. Mit meiner Petition hebe ich auch nur auf jene begrenzte Zahl von Fällen an, bei denen sich der sterbende Mensch viel zu lange unsäglich quälen muss ohne jede Aussicht auf eine spätere Besserung. Ich habe am Sterbebett meines Vaters gesessen, und ich wusste, dass er sich ein schnelleres Ende wünschte. Ungefähr 36 Stunden zitterte er noch wie Espenlaub und erlitt wegen der zunehmenden Blutverdickung mehrere Schlaganfälle, eine völlig überflüssige Quälerei, es waren Höllenqualen.

Contra

Ich habe viele Jahre in einem Hospiz gearbeitet und viele Menschen bei ihrer letzten "Prüfung", dem Sterben begleitet. In der Mehrzahl der Fälle habe ich verstanden, dass das Sterben ein natürlicher Prozess wie die Geburt ist, das zum Leben dazugehört. Jeder Mensch hat ein Recht darauf, sein Sterben so bewusst wie möglich zu erleben. Dies gilt uneingeschränkt für sehr alte Menschen, die im Wesentlichen gesund gelebt haben und einfach nur sehr müde für immer entschlafen. In den meisten Fällen besteht also gar keine Veranlassung von außen "nachzuhelfen". Es gibt aber auch die anderen Fälle.