149 Unterschriften
Petition richtet sich an: Stadt Mühlacker
Petition für den Erhalt der Alten Weberei in Lomersheim
Gegen die Ansiedlung eines Netto-Marktes in der Mühlackerstraße 77
In der Mühlackerstraße 77 in 75417 Mühlacker-Lomersheim soll ein Netto-Markt entstehen. Auf dem heutigen Wendler-Areal befinden sich derzeit mehrere Firmen und Gewerbebetriebe. Für das Bauvorhaben ist vorgesehen, Teile der Alten Weberei abzureißen. Die Weberei wurde bereits im Jahr 1843 gegründet und war über viele Jahrzehnte einer der wichtigsten Arbeitgeber in Lomersheim. Lange bevor das Wohngebiet „Im Hagen“ entstand, prägte die Fabrik bereits das Ortsbild und die Geschichte des Stadtteils. Von der industriellen Vergangenheit Lomersheims ist heute nur noch wenig erhalten. Trotz verschiedener Nutzungen des Geländes blieb die historische Backsteinmauer entlang der Mühlackerstraße über Jahrzehnte bestehen. Selbst als sich das 1875 gegründete Traditionsunternehmen Maunz dort 1987 ansiedelte, blieb das historische Gebäude erhalten. Mit dem geplanten Netto-Markt droht nun auch dieser letzte sichtbare Teil der Ortsgeschichte verloren zu gehen. Sogar auf Google Maps wird die Backsteinmauer der Weberei bereits als historische Sehenswürdigkeit geführt.
Neben dem Verlust eines bedeutenden historischen Bauwerks bestehen auch erhebliche Zweifel am Standortkonzept des geplanten Marktes. Zwar liegt das Wendler-Areal an der Hauptstraße, jedoch erreichen laut Betrachtung der fußläufigen Wege lediglich etwa 110 bis 180 Haushalte den Standort innerhalb von 200 Metern. Der bestehende „Nah und Gut Schelske“ in der Illinger Straße 59 erreicht dagegen im selben Radius etwa 180 bis 350 Einwohner. Laut der „Verträglichkeitsuntersuchung für die geplante Ansiedlung eines Lebensmittelbetriebs in Mühlacker/Lomersheim“ im Auftrag der Stadt Mühlacker wird zudem ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Schließung des bestehenden Lebensmittelmarktes wahrscheinlich sei:
„Da in Lomersheim bereits ein Lebensmittelbetrieb [...] ansässig ist, war die Nahversorgung [...] grundsätzlich gesichert [...] wobei jedoch eine Schließung des bestehenden Lebensmittelbetriebs in diesem Zuge mit gewisser Wahrscheinlichkeit zu erwarten wäre.“ (Quelle: Verträglichkeitsuntersuchung Dr. Acocella, 20.10.2025)
Da viele Menschen ihre Einkäufe ohnehin mit dem Auto erledigen, erscheint es fraglich, ob ein zusätzlicher Einzelstandort in Lomersheim sinnvoll ist. Für viele Bürgerinnen und Bürger wäre ein Standort in der Nähe der bestehenden Märkte in Mühlacker praktischer, da dort mehrere Einkaufsmöglichkeiten kombiniert werden können. Bereits jetzt äußern Einwohner aus Dürrmenz, dass sie nicht zum Netto nach Lomersheim fahren würden, da die Anbindung nach Mühlacker mit Bus und bestehenden Einkaufsmöglichkeiten attraktiver sei. Gleichzeitig ist mit einem deutlich höheren Verkehrsaufkommen in Lomersheim zu rechnen. Besonders die Mühlackerstraße und die Illinger Straße könnten zusätzlich belastet werden. Auch die ohnehin angespannte Parksituation dürfte sich verschärfen. Anwohner befürchten den weiteren Wegfall von Parkmöglichkeiten zugunsten des Verkehrsflusses.
Vor diesem Hintergrund fordern wir:
- den Erhalt der Alten Weberei und ihrer historischen Backsteinfassade,
- die ernsthafte Prüfung alternativer Standorte für den Netto-Markt,
- eine transparente Bürgerbeteiligung,
- den Schutz der historischen Identität Lomersheims,
- sowie eine nachhaltige Verkehrs- und Nahversorgungsplanung.
Lomersheim braucht Entwicklung mit Augenmaß — nicht den Verlust seiner Geschichte.
Begründung
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
15.05.2026
Sammlung endet:
14.11.2026
Region:
Mühlacker
Kategorie:
Bauen
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Neue SprachversionDebatte
Netto braucht man nicht wirklich. Aber die alte Weberei müsste sinnvoll genutzt werden, heißt möglichst voll vermieten. Zudem gehört dort wirklich mal etwas aufgeräumt.
Bullshit, Der kleine Laden ist viel zu teuer! Belebt Konkurrenz das Geschäft nicht?
Warum Menschen unterschreiben
Lomersheim sollte wie Enzberg und Lienzingen als Stadtteil von Mühlacker austreten und wieder als sebstständiger Ort ggf. sogar in einem anderen Landkreis zugehörig sein, etwa als Exklave.. Diese Bankrott-Orte insbesondere Mühlacker aber auch Pforzheim wie der ganze Enzkreis vertreiben auch engagierte Bürger sowie ehrenamtlich tätige und tun für Naturschutz, Tierschitz, Klimaschutz nichts bzw, sogar bauen diesen Schutz ab. Die Petition sollte sich nicht nur an die völlig aufgeblähte Stadt Mühlacker richten, sondern alle Ebenen darüber, etwa Regierungspräsidium Karlsruhe, Landesregierung usw., daß hier fatal gewirtschaftet wird. Wozu braucht man in Lomersheim noch einen Netto, wenn keiner mehr dorthin zum Einkaufen kommt, weil er kein Geld mehr hat und/oder schlecht mobil ist. Der Stadtbus ist eine Katastrophe, Apotheke?, Drogerie? Arzt?, Cafe?! Ein Freier Einzelhändler 2012 geöffnet, keine 6 Wochen durchgehalten, Gaststätten im Ortskern=0, Metzgerei=0, Bäckerei=0, Nah&Schlecht-Minimal-Sortiment, usw... Die Qualität der Nettomärkte als ""Markendiscounter" von Edeka ist der schlechteste Klein-Discounter, Schwarz/Lidl/Kaufland und alle gängigen Drogeriemärkte sind AfD-nah. Stadt Mühlacker ist an Eigentumsentwertung von Besitzern nicht nur von Grundstücken, sondern auch etwa von Automobilen schuld, da diese sowieso aus Zeitgründen oder wegen o.a. Defiziten das Auto brauchen, welches im Kriegsfall sowieso eingezogen wird oder sogar bei reinen E-Autos dank EU wertlos wird. Es wird Zeit, dass politische Entscheidungsträger sowie Kapitalmarktsprofiteure und Müllmafia schnellstens zum persönlichen Regress herangezogen werden, auch bei Gesetzesverstößen etwa gegen das Grundgesetz und weiterer Gesetze und sogar vorsätzlichen Falschinformationen.
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Wir sollten auch an alte Werten festhalten. Kultur ist wichtiger wie kommerzielle Aspekte.