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Bild zur Petition mit dem Thema: Angemessene Sanierung des Gignoux-Hauses (1764/65) in Augsburg Angemessene Sanierung des Gignoux-Hauses (1764/65) in Augsburg
  • Von: Dr. Gregor Nagler mehr
  • An: Oberbürgermeister Kurt Gribl
  • Region: Augsburg mehr
    Kategorie: Bauen mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 20 Tage verbleibend
  • 232 Unterstützende
    161 in Augsburg
    7% erreicht von
    2.300  für Quorum  (?)

Angemessene Sanierung des Gignoux-Hauses (1764/65) in Augsburg

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Ein Investor möchte im Inneren des Einzelbaudenkmals "Gignoux-Haus" Wände des 19. Jhs. mit Versatzstücken des 18. Jhs. in den Obergeschossen gegen das Veto des Landesamtes für Denkmalpflege herausbrechen. Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung am 14.12.2017 Zustimmung signalisiert. Das Gebäude soll zudem rückwärtig mit zwei Balkonen je Wohneinheit versehen werden. Den Farbbefund möchte der Investor nicht umsetzen. Nach einem offenen Brief mehrerer Historiker und Architekten will der Bauausschuss nun im April einen Ortstermin abhalten. Wir möchten eine neuerliche Diskussion im Bauausschuss anregen:

1) Den bestehenden Grundriss des Gebäudes (18./19. Jh.) so weit wie möglich zu erhalten und vor allem die Fragmente des 18. Jhs. (Türen mit Toile-de-Jouy-Motiven sowie Lamperien) zu erhalten bzw. ggf. zu sichern.

2) Auf die Balkone zu verzichten bzw. ihre Zahl zu reduzieren und formal zu ändern (z.B. französische Balkone).

3) Den barocken Farbbefund umzusetzen.

Begründung:

Das 1764/65 errichtete Gignoux-Haus ist eines der wichtigsten Baudenkmale in Augsburg und erinnert an Anna Barbara Gignoux, eine Kattunfabrikantin. Es gehört mit dem Schaezlerpalais, dem Koepf-Haus, sowie der Schüleschen Kattunfabrik (Hauptflügel) zu den herausragenden bürgerlichen Bauten seiner Zeit in dieser Stadt. Es ist die einzige Kattunfabrik, die so gut erhalten blieb; der Umbau des 19. Jh. mit dem Ziel, mehrere Wohnungen zu gewinnen, ist Teil des Denkmalwertes, zumal zahlreiche Fragmente des 18. Jahrhunderts in die Wände des 19. Jahrhunderts eingebaut sind und der gesamte Grundriss im 19. Jh. abgeändert wurde. Das Gignoux-Haus zeigt also eine Umnutzung des 19. Jhs. in der Kubatur und dem Grundriss des 18. Jahrhunderts.

Der Ausbruch von Wänden hätte vermutlich statische Auswirkungen, die noch stärkere Eingriffe in die Bausubstanz nach sich zögen. Die Zukunft der besonders hochwertigen Türen mit Malereien (vielleicht on Joseph Christ) und Lamperien ist unklar.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Augsburg, 30.03.2018 (aktiv bis 10.05.2018)


Neuigkeiten

www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Gignoux-Haus-Wie-die-Sanierung-weitergeht-id50914651.html

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Debatte zur Petition

PRO: Dieses Haus prägt in außergewöhnlicher Weise ein ganzes Stadtquartier mit und ist elementarer Teil des „kulturellen Gedächtnisses” der Stadt. Auch im Inneren Wertvolles zu erhalten, ist sinnvoll. Umnutzung muss nicht automatisch Umstrukturierung bedeuten: ...

PRO: Bin auch für die Sanierung. Um den modernen Erfordernissen gerecht zu werden ist es notwendig innen einen großen Moschee -Raum einzurichten für unseren Neubürger. Wir müssen das tun , wir haben das doch gewählt.

CONTRA: Das Haus sollte in seinem Äußeren erhalten bleiben. Aber innen können doch die Wände abgerissen werden. Um modern zu wohnen ist es erforderlich auch den Zuschnitt der Wohnungen zu verändern. heißt vergrößern.wir müssen dort muslimische Familien mit 5-8 ...

CONTRA: Ich muss euch jetzt mal eines schreiben. Auch ich bin dafür, dieses Haus weitestgehendst in seinem Zustand zu erhalten. Dass man aber nicht alles erhalten kann und die Zeit auch Fortschritte gemacht hat, ist ja wohl auch klar! Warum sollte man innenliegende ...

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Warum Menschen unterschreiben

Das Haus sollte im original erhalten bleiben.

Als Kunsthistoriker mit Aufbaustudium Denkmalspflege liegen mir die schützenswerten Gebäude meiner Heimat am Herzen und das Gignoux-Haus besonderes als Zeugnis einer emanzipierten Unternehmerin des 18. Jhs.und weil ich es von meinen Theaterbesuchen g ...

Das Gignoux-Haus soll in seinem Ursprungszustand erhalten bleiben !!!

Dieses Gebäude prägt mit seiner außergewöhnlichen Gestalt ein ganzes Viertel und ist damit ein Identitätsstifter. Die Erhaltung möglichst großer vorhandener Substanz – auch im Inneren – ist Teil eines Umgangs mit dem „kulturellen Gedächtnisses”. Umnu ...

Ich halte es für unverantwortlich, dass die letzten originalen Zeugnisse des "Augsburger Geschmacks" aus dem Stadtbild verschwinden

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