Region: Osnabrück
Health

Anpassung der Maskenpflicht für Grundschüler in Stadt und LK Osnabrück

Petition is directed to
Bürgermeister
282 Supporters 101 in Osnabrück
Collection finished
  1. Launched 11/04/2021
  2. Collection finished
  3. Filed on 10 May 2021
  4. Dialog with recipient
  5. Decision

Liebe Eltern,

ab dem 13.4.2021 werden die verpflichtenden

Selbsttests für alle Schülerinnen und Schüler eingeführt. Ein weiterer Schritt in Richtung sicherer "Schulalltag" für unsere Kinder.

Da Stadt und LK Osnabrück die Maskenpflicht für die Grundschüler in verschärfter Form ausgedehnt hat, haben viele Eltern dank der Selbsttests nun die Hoffnung zum Wohle der Kinder, dass die Auflagen zum Tragen der Masken nun wieder an die Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen angepasst wird. Dort heißt es, dass Schülerinnen und Schüler im Primarbereich, d.h. an Grundschulen, nur auf den Gängen bzw. innerhalb des Klassenraumes, wenn sie sich nicht an ihrem festen Sitzplatz befinden, eine Maske zu tragen haben. So war es bei uns an den Schulen ja auch bis zu den Weihnachtsferien im Dezember 2020.

Zum Ende der Ferien haben die Stadt Osnabrück und der Landkreis mittels einer Allgemeinverfügung die Maskenpflicht bis zu den Halbjahreszeugnisferien, also bis Ende Januar 2021, einem Zeitraum von 14 Tagen, ausgeweitet. Unsere Kinder sollten für 2 Wochen auch am Sitzplatz und auf dem Schulhof die Masken tragen. Dies wird bislang im Rahmen der Allgemeinverfügung, immer wieder verlängert.

Für viele Kinder bedeutet dies, aufgrund der anschließenden erforderlichen Hortbetreuung, dass die Masken für 8 Stunden getragen werden müssen. Unzufriedenheit, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, Schwindel, usw. sind den Kindern wie Erwachsenen nicht unbekannt. Wenn nun auch der Aufenthalt an der frischen Luft draußen auf dem Schulhof nicht für ausreichend maskenfreie Zeiten sorgen kann, ist das für die Kinder sehr belastend. Die angeblich häufig eingebauten Maskenpausen können viele Kinder nicht bestätigen. Auch das Wechseln der Masken findet häufig nicht regelmäßig statt, da die Kinder dies schlichtweg vergessen.

In Anbetracht der Tatsache, dass der Frühling und der Sommer vor der Tür stehen und damit einher auch wärmere Temperaturen, ist für viele Eltern ein Grund zur Sorge. Insbesondere auch, weil die Kinder sich auf dem Schulhof viel bewegen, rennen und toben.

Daher wäre es doch wünschenswert, wenn auch unsere Kinder, so wie es das Land Niedersachsen ja auch vorsieht, sich draußen auf dem Schulhof maskenfrei bewegen können. Und auch im Klassenraum (dank der AHAL-Regeln und der nun auch stattfindenden Testungen) am Platz die Masken wieder ablegen können.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sich alle Eltern, die sich ebenfalls wünschen, dass die Kinder entsprechend der Landesverordnung, so wie sie es auch bis Dezember 2020 kannten, keine Masken mehr auf dem Schulhof und am Platz tragen müssen, an dieser Petition beteiligen. Ich denke, durch die vorhandenen Maßnahmen besteht ausreichend Schutz für unsere Kinder, so dass diese Forderung durchaus ihre Berechtigung findet.

Reason

Seit Monaten erfahren unsere Kinder einschneidende Veränderungen in ihrem alltäglichen Leben, sowohl im privaten als auch im schulischen Bereich. Ihr Leben ist aktuell geprägt von Einschränkungen und Verboten, Regeln und Zwängen. Das macht etwas mit den Kindern und dies darf nicht länger ignoriert oder geleugnet werden. Wir als Gesellschaft, als Eltern und auch Sie als Politikerinnen und Politiker haben die Pflicht, die Kleinsten und Schwächsten zu schützen! Selbstverständlich vor der Bedrohung durch das Virus, aber allen voran vor (Langzeit-) Schäden verursacht durch die Pandemie bedingten Maßnahmen. 

Nicht nur der Gesundheitsschutz unserer Kinder auf körperlicher, sondern auch auf mentaler wie seelischer Ebene sollte von hohem Stellenwert sein und den sehen wir gefährdet, wenn immer weitere Verpflichtungen und Maßnahmen auf die SuS zukommen und im Gegenzug nicht an gewissen Stellen gelockert wird, an denen durchaus gelockert werden könnte! Denn wenn es für Kinder im Grundschulalter zumutbar wäre, während der Schulzeit permanent einen MNS zu tragen, wäre dies sicher auch flächendeckend gefordert.

Da der Schaden vermutlich aber größer zu bewerten ist als der tatsächliche Nutzen, gilt die Verpflichtung zum Tragen eines MNS am Sitzplatz sowie auf dem Schulhof für SuS der Grundschulen laut Landesverordnung nicht.

Kopfschmerzen, Schwindel, verminderte Konzentrationsfähigkeit und Atemschwierigkeiten sind auch zahlreichen Erwachsenen als subjektiv empfundene Konsequenzen, die aus der Tragepflicht von Masken resultieren, nicht unbekannt und sind hier aus einer Vielzahl weiterer Nebenwirkungen exemplarisch aufgeführt. Viele von uns stellen zudem fest, dass sich die Kinder seit der Pandemie verändert haben: sie sind weinerlicher, verängstigt, entwickeln sich in manchen Bereichen zurück, sind aggressiv, verfallen in Depressionen, sind freud- und lustlos, haben Schlafstörungen, werden de-sozialisiert und sind schlichtweg verunsichert in den für sie so belastenden Zeiten. Und all diese Beobachtungen werden uns auch nachhaltig für einen langen Zeitraum begleiten.

Vor allem wenn man das Zeitgefühl der Kinder berücksichtigt, für die sich ein Jahr der Pandemie wie eine Ewigkeit anfühlt: So macht beispielsweise ein Jahr für ein sechsjähriges Kind bereits ein Sechstel seines Lebens aus. In der Verhältnismäßigkeit ist dies gleichzusetzen mit siebeneinhalb Jahren für eine 45- jährige Person. Das ist ein erschütternder Umstand, da wir hier von einem sehr langen, prägenden Zeitraum sprechen. Wir sind besorgt, dass die Lockdown-Folgen für unsere Kinder im Einzelnen, aber auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene um einiges gravierender sein werden, als die Gefahr, der sie durch Corona selbst ausgesetzt sind. Diese von uns realen Ängste und Befürchtungen, die auch von Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Kinder- und Jugendmedizin, von Erziehungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie von Psychologinnen und Psychologen erkannt und bestätigt werden, müssen ernst genommen werden. 

Die Schulleitungen weisen zwar immer wieder darauf hin, dass die Kinder bei genügend Abstand durchaus kurz ihre Masken abnehmen können, aber aufgrund ihres natürlichen Spieltriebs denken die Kinder quasi nie daran.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass es den SuS nichts ausmacht, permanent einen MNS tragen zu müssen. Kinder benötigen (pädagogische) Anleitung und sind nicht in der Lage, eigenverantwortlich an die Maskenpausen zu denken, weil ihnen naturgemäß so viel Anderes und für sie Wichtigeres im Kopf herumschwirrt. Dieser Umstand sowie die Tatsache, dass auch das Lehrpersonal sowie die Erzieherinnen und Erzieher in den Ganztagsbetreuungen die Kinder häufig nicht daran erinnern, die Masken zu wechseln, trägt ebenfalls zu unserer Beunruhigung über das Verhältnis von tatsächlichem Nutzen und potentiellen Schäden durch das Tragen vom MNS für Kinder im Primarbereich bei.

Kinder sind sehr anpassungsfähig, wobei die kindliche Anpassungsfähigkeit nicht gleichzusetzen ist mit der Akzeptanz der Maßnahmen. Denn leider haben sie ja keine Wahl und daher sehen wir Eltern uns in der Pflicht, uns für unsere Kinder stark zu machen.

Daher fordern wir Stadt und Landkreis Osnabrück auf, die Verpflichtung zum Tragen eines Mundnasenschutzes für Schülerinnen und Schüler im Primarbereich am Sitzplatz sowie auf dem Schulhof aufzuheben und die jeweilige Allgemeinverfügung entsprechend an die Corona- Verordnung des Landes Niedersachsen anzugleichen.

Thank you for your support, Sarah Guschmann from Osnabrück
Question to the initiator

News

  • Heute wurde die Petition offiziell eingereicht.

  • Sehr geehrte Unterstützende,

    die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.

    Wir bedanken uns für Ihr Engagement!

    Ihr openPetition-Team

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