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Bild zur Petition mit dem Thema: Arbeitnehmerüberlassung - Anpassung des Arbeitsnehmerüberlassungsgesetzes im Hinblick auf die Anforderungen der IT-Beratungs-Branche Arbeitnehmerüberlassung - Anpassung des Arbeitsnehmerüberlassungsgesetzes im Hinblick auf die Anforderungen der IT-Beratungs-Branche
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Deutschen Bundestag
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Der Petition wurde nicht entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Beendet
  • 22 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Kurzlink

Arbeitnehmerüberlassung - Anpassung des Arbeitsnehmerüberlassungsgesetzes im Hinblick auf die Anforderungen der IT-Beratungs-Branche

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Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz die wichtigsten Kriterien Werkergebnis und Weisungsbefugnis sowie Kleinstaufträge und Leistungsart als Negativ-Kriterien im Hinblick auf die Anforderungen der Informationstechnik-Beratungs-Branche angepasst werden.

Begründung:

Sinnvolle Ergänzungen zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der (IT-)Beratungsbranche wären folgende Kennzeichen für Nicht-AÜG-Relevanz:* Festes sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis größer Beitragsbemessungsgrenze * Unterscheidung fachliche und disziplinarische Weisungsbefugnis* Zulässigkeit der Aufnahme von Leistungsstunden-Kontingenten Zusätzlich Entschärfung AÜG-Relevanz-Kriterien* Leistungsort: Nicht relevant bei infrastrukturbedingten Leistungsarten(z.B. IT-Infrastruktur)* Kleinaufträge und Leistungsart, sofern Teil eines größeren und in sich abhängigen Gesamt-Auftrages(z.B. Umsetzung eines Anwendungsfalles in einem IT-Projekt)Der im AÜG verankerte soziale Schutz gegen Ausbeutung über Leiharbeit spielt bei Beschäftigungsverhältnissen in der Beratungsbranche und den dort üblichen Gehältern jenseits der Beitragsbemessungsgrenze keine wesentliche Rolle. Auch die 2003 eingeführten Gleichstellungsansprüche und 2011 ergänzten Zusätze zum Mindestlohn sind für diese Branche nicht relevant. Im Gegenzug werden Projekte und technische Objekte unter der fachlichen Führung des Auftraggebers entwickelt, während die disziplinarische Hoheit beim Auftragnehmer verbleibt. Technologien, Vorgehensweisen und Prozesse haben sich seit der Einführung 1972 geändert. Agile Projektmethoden und evolutionäre Entwicklungsprozesse erfordern eine enge, kooperative Zusammenarbeit zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber. Diese kann oft nur am Leistungsort und aufbauend auf kleinen, dynamischen Arbeits-Einheiten erfolgen. Entsprechend müssen kleine Leistungs-Einheiten ohne AÜG-Konflikt kontingentierbar und kurzfristig beauftragbar sein. Werden die grundlegenden Voraussetzungen nicht geändert, so werden im Gegenzug noch mehr Software oder Infrastruktur "as a Service"(SaaS/IaaS) Leistungen nach Planung von mehr als 50% der von Studien befragten Unternehmen gesamthaft an weniger regulierte Märkte im nearshore/offshore Bereich ausgelagert werden.Die Sicherstellung der für einen internationalen Wettbewerb und von der EU geforderten wichtigen Faktoren Qualität, Innovation und Ausgangsposition auf den Weltmärkten sind gefährdet, wenn aufgrund der bestehenden Gesetzgebung state-of-the-art-Technologien nicht mehr anwendbar sind. Die deutsche Beratungsbranche als tragende Säule deutschen Fortschritts gerät hier zunehmend ins Hintertreffen, was zu einem Belastungsfaktor für die gesamte deutsche Wirtschaft wird. So fordern der Bundesverband Zeitarbeit und der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen sowie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, das AÜG und den Erlaubnisvorbehalt abzuschaffen. Ein aufgrund schlechterer Wettbewerbsbedingungen zunehmender Wegfall sozialbeitragspflichtiger Beschäftigung und Wegfall deutscher Kernkompetenz in Zukunftstechnologie-Bereichen kann unmöglich im Interesse deutscher Politik sein. Spätestens unter steigendem Kostendruck wird sich auch der Schutzgedanke des AÜG in das Gegenteil verkehren.

01.11.2015 (aktiv bis 04.01.2016)


Neuigkeiten

Pet 4-18-11-8101-026309 Arbeitnehmerüberlassung Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 05.09.2017 abschließend beraten und beschlossen: Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden konnte. Begründung Mit ...

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