Welfare

Armutsgefährdung abschaffen: Licht an – 4 Forderungen gegen Armutsschatten

Petition is directed to
Ministerpräsident Niedersachsen und Mitglieder des Landtags
446 Supporters 371 in Lower Saxony
7% from 5.000 for quorum
  1. Launched 23/06/2021
  2. Time remaining > 7 Wochen
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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In Deutschland waren im Jahr 2019 15 Prozent der Bürger*innen von Armut bedroht. Das sind rund 13 Millionen Menschen! Armut findet in der Mitte der Gesellschaft statt und das ist kein Gefühl, sondern Fakt.

Betrifft mich nicht? Ein gefährlicher Trugschluss. Oft folgt der Armutsschatten ein Leben lang und wird dann unerwartet mit der Rente sichtbar. Fast jede*r kann betroffen sein, und zu wenigen gelingt es, ein Leben ohne Angst vor Verarmung zu leben. Dass dies so ist, ist Folge einer Politik, die Armutsrisiken seit Jahrzehnten ignoriert oder wissentlich in Kauf nimmt. Das nehmen wir nicht länger hin. Deshalb haben wir unsere Kampagne „Wie groß ist dein Armutsschatten?“ (www.armutsschatten.de) ins Leben gerufen. Denn: Es ist Zeit, endlich zu handeln!

Jetzt gemeinsam ein Zeichen setzen:

Es darf nicht sein,

dass man allein aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung armutsgefährdet ist.

Es ist skandalös,

dass man nach einem langen Arbeitsleben bei krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit armutsgefährdet ist.

Es ist ungerecht,

dass Alleinerziehende sich für die Betreuung und Erziehung der Kinder engagieren, einen Job meistern und am Ende armutsgefährdet sind.

Es ist nicht hinnehmbar,

wenn Jugendliche sich mit großem Engagement mit schlecht bezahlten Jobs über Wasser halten, aber letztendlich trotzdem für immer auf Sozialleistungen angewiesen sind.

So wollen wir Armutsgefährdung abschaffen:

Die Ursachen von Armutsgefährdung sind manchmal komplex. Wir haben vier konkrete Forderungen herausgearbeitet, deren Erfüllung zur Besserung der Bedingungen und damit zur Vermeidung von Armut führen.

 1. Jeder sollte kriegen, was er verdient: Mindestlohn rauf auf mindestens 13 Euro!

Wer befristete Arbeitsverträge hat, in einem Minijob/in Teilzeit arbeitet oder seine Ausbildung abgebrochen hat, ist besonders armutsgefährdet. Denn: Selbst wer in Deutschland Arbeit hat, ist nicht vor Armut geschützt. An dieser Stelle hilft ein gesetzlicher Mindestlohn von mindestens 13 Euro.

2. Alleinerziehende nicht alleine lassen: für alle drei Jahre Erziehungszeiten für die Rente berücksichtigen!

Alleinerziehende haben es oft besonders schwer: Sie stemmen die Kinderbetreuung alleine und können deshalb oft nicht in Vollzeit arbeiten. Außerdem sind typische Frauenberufe meistens schlecht bezahlt. Die Konsequenz: ein hohes Armutsrisiko und Armut im Alter. Bislang werden nicht bei allen die ersten drei Jahre der Erziehungszeit bei der Rente angerechnet. Das wäre ein wichtiger Schritt, um das Risiko zu senken.

 3. Mehr Jobs für Menschen mit Behinderung: Ausgleichsabgabe nicht nur verdoppeln!

Eigentlich gibt es eine Vorgabe, wie viele Menschen mit Behinderung ein Unternehmen einstellen muss. Viele halten sich aber nicht daran. Denn: Sie können die Quote umgehen, indem sie einen finanziellen Ausgleich zahlen. Das macht es vielen zu einfach und führt dazu, dass Menschen mit Behinderung doppelt so häufig arbeitslos sind wie Menschen ohne Behinderung. Somit sind sie extrem armutsgefährdet. Deshalb gilt: Wer sich als Arbeitgeber*in nicht für Menschen mit Behinderung einsetzt, der muss das spüren – Ausgleichsabgabe verdoppeln und Quote hoch auf 6%.

4. Im Alter und bei Krankheit: Rente darf nicht arm machen!

In einem reichen Land wie Deutschland ist die Armutsgefährdung von Rentner*innen sehr hoch – gerade bei Frauen und Menschen, die erwerbsgemindert sind. Trotz jahrelanger Arbeit erhalten sie nur eine geringe Rente. Das ist ungerecht und unwürdig! Deshalb muss die Grundsicherung im Alter verlässlich und schnell weiterentwickelt werden.

Reason

Die genannten vier Forderungen sind für uns erste wichtige Schritte in der Bekämpfung der Armutsgefährdung. Die Armutsschatten in der Gesellschaft dürfen nicht noch länger werden.

Deshalb fordern wir den Ministerpräsidenten Stephan Weil und die Mitglieder des Niedersächsischen Landtags auf, endlich tätig zu werden!

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Why people sign

  • Not public Braunschweig

    1 day ago

    Niemand ist vor Armut im Alter sicher. Es brauchen nur Naturkatastrophen sich ereignen, Vermögen verloren gehen und frühzeitig mit Krankheit oder Unfallfolgen zu kämpfen haben. Aber auch die staatlichen Leistungen wie Wohngeld und die verschiedenen Leistungen für Bildung und Teilhabe (BuT) werden zu schlecht propagiert

  • 2 days ago

    Damit endlich etwas für die sozial Schwächen getan wird

  • 3 days ago

    Gegen Altersarmut

  • Not public Hitzacker

    4 days ago

    Jede demokratische Gesellschaft muss sich um alle ihre Mitglieder kümmern, besonders um die 'Schwächeren. Wie kann eine so reiche Gesellschaft so viel Armut zulassen? Demokratie braucht Solidarität, sonst geht sie kaputt.

  • Groß-Umstadt

    7 days ago

    Ich wäre selbst Betroffene von Armut, wenn nicht meine Eltern ein gutes Einkommen hätten. Deshalb ist es mir auch wichtig, dass die Forderungen grade im Bezug von Behinderungen und Krankheiten umgesetzt werden und das die Sozialen Tätigkeiten aufgewertet werden.

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