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Bild zur Petition mit dem Thema: Arzneimittelwesen - Deutlich sichtbarer Vermerk auf Medikamenten-Verpackungen bei bedeutenden Beipackzettel-Änderungen (insbes. f. Dauermedikamente) Arzneimittelwesen - Deutlich sichtbarer Vermerk auf Medikamenten-Verpackungen bei bedeutenden Beipackzettel-Änderungen (insbes. f. Dauermedikamente)
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
    Sprache: Deutsch
  • Sammlung beendet
  • 74 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Kurzlink

Arzneimittelwesen - Deutlich sichtbarer Vermerk auf Medikamenten-Verpackungen bei bedeutenden Beipackzettel-Änderungen (insbes. f. Dauermedikamente)

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Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass ab sofort bei bedeutenden Änderungen eines Beipackzettels, insbesondere von Dauermedikamenten, auf der Verpackung deutlich sichtbar ein entsprechender Vermerk anzubringen ist. Dies hat sofort nach der Änderung des Beipackzettels zu geschehen und ist nicht von Empfehlungen der EU abhängig zu machen.

Begründung:

Durch den aktuellen Valproat-Skandal wird deutlich, dass es in Deutschland leider viel zu lange dauert, bis teilweise lebensnotwendige Informationen zum Patienten gelangen. Durch diese einfache Änderung kann das vereinfacht werden.Valproat ist ein sehr wirksames Mittel gegen Epilepsie - nicht grundlos war es jahrzehntelang das Mittel erster Wahl. Als Antiepileptika handelt es sich bei Valproat natürlich um ein Dauermedikament, d. h. man nimmt es viele Jahre vielleicht sogar ein Leben lang. Seit 1962 ist die antikonvulsive Wirkung bekannt. Knapp 20 Jahre später fand man heraus, dass dieses Mittel schwere Miss- und Fehlbildungen und Dysmorphien bei Ungeborenen hervorrufen kann. 2004 wurde nachgewiesen, dass Kinder, die während der Schwangerschaft diesem Medikament ausgesetzt waren, deutlich häufiger an diversen seelischen und geistigen Behinderungen leiden, außerdem gab es deutlich öfter Sprachentwicklungsstörungen und Entwicklungsverzögerungen im Vorschulalter. 2014 - also unglaubliche 10 (!) Jahre später - wurde ein "Rote Hand Brief" herausgegeben, der Ärzte und Apotheker vor der Gefahr warnt. Valproat darf an Mädchen, weibliche Jugendliche und Frauen im gebärfähigen Alter nur noch verordnet werden, wenn kein anderes Antiepileptika mehr hilft - es ist das Mittel letzter Wahl. Jede Patientin muss ein entsprechendes Aufklärungsgespräch mit ihrem Arzt führen und dies auch unterschreiben. 2017 wurden die Zulassungsrichtlinien nochmals verschärft. Es gibt wohl zukünftig eine "Patientenkarte" in jeder Verpackung. Valproat war einst das Mittel erster Wahl und ist heute aufgrund neuer Forschungsergebnisse und neuer Erkenntnisse das Mittel letzter Wahl. Wirklich gar kein Patient liest sich bei einem Dauermedikament bei jeder Packung aufs Neue den Beipackzettel durch. Das liest man einmal am Anfang. Änderungen müssen einem Patienten vom Facharzt oder Apotheker mitgeteilt werden - sonst kann man die Medikamente auch im Supermarkt holen. Aber offenbar hat das deutsche System hier versagt und tut es noch. Valproat wird auch 2017 noch von deutschen Ärzten als Mittel erster Wahl neu verordnet bei einer neu aufgetretenen Epilepsie. "Alte Bestandspatientinnen" werden erst gar nicht informiert. Statistiken zeigen deutlich, dass auch nach dem "Rote Hand Brief" dieses Medikament fast in gleicher Höhe weiter verordnet wird.Die schwerst mehrfachbehinderten Kinder der Epileptikerinnen kosten dem Steuerzahler Unsummen in Form von Eingliederungshilfen für behinderte Menschen. Mindestens ein Elternteil muss seine Arbeitsstelle aufgeben. Dieser erhält nun Pflegegeld. Auf die Kinder warten nicht selten mehrere Operationen, unzählige Krankenhausaufenthalte, lebenslange Therapien ... um nur einige Punkte zu nennen. All dies kostet Geld des Steuerzahlers und für den Behinderten Kraft und Zeit und viel Nerven der Familie.Und alles nur, weil die Kommunikation nicht funktioniert hat. Die Frau hat es einfach nicht gewusst, sie wurde nie informiert.

26.04.2017 (aktiv bis 06.06.2017)


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