Region: Potsdam
Traffic & transportation

Aufhebung der Sperrung der Leipziger Straße für den Fahrradverkehr

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Stadtverwaltung
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  1. Launched 25/09/2020
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Ab dem 29.09.2020 soll die Leipziger Staße aus Sicherheitsgründen für 7 Wochen für den Fahrradverkehr gesperrt werden. Wir haben dies mit großer Irritation zur Kenntnis genommen und bitten um eine kurzfristige Änderung dieses Beschlusses.

Reason

In der Templiner Vorstadt leben, insbesondere seit dem Bau der Wohngebiete „An der Fährwiese“, „Luisenpark“ und „Am Uferpark“, sehr viele Familien. Es gibt in der Templiner Vorstadt jedoch bisher weder eine Grundschule, noch einen Kindergarten, so dass die allermeisten dieser Familien täglich zu Stoßzeiten am Morgen und am Nachmittag über die Leipziger Straße in die Stadt pendeln. Zudem besteht durch das Gymnasium auf Hermannswerder und die Sportanlage des PSU an der Templiner Straße ein hoher An- und Abfahrtverkehr von Kindern und Jugendlichen aus anderen Potsdamer Stadtbezirken.

Klimaschutz ist ein unser Alltag begleitendes Thema. Auch die Stadt wirbt seit langem darum, den Autoverkehr in der Innenstadt zu reduzieren. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es zudem geboten, die öffentlichen Verkehrsmittel als geschlossene Räume mit hoher Personendichte möglichst wenig zu nutzen.

Durch die Baumaßnahmen am Leipziger Dreieck und an der Leipziger Straße sind sowohl der Auto- als auch der Busverkehr über diesen Knotenpunkt hinaus bereits seit Schuljahresbeginn nur sehr eingeschränkt und mit großer Verzögerung nutzbar. Zudem ist die direkte Buslinie 694, die von vielen Schülern auf Hermannswerder und Schulkindern aus der Templiner Vorstadt, die in ihre Einzugsschule am Humboldtring oder nach Babelsberg fahren, genutzt wurde, am Bahnhof unterbrochen und ein Umsteigen erforderlich. Dies ist für Grundschüler allein nur bedingt und mit einem deutlich höheren Sicherheitsrisiko möglich.

Viele Familien und Schüler sind daher in diesem Schuljahr auf alleinige Fahrradmobilität umgestiegen. Leider ist der Uferradweg, der hierfür die beste Verbindung in die Stadt wäre, seit Jahren gesperrt. Wenn nun die Fahrradmobilität an der Leipziger Straße für mehrere Wochen unterbrochen wird, ist ein geregelter Schüler- und Kitaverkehr aus der Templiner Vorstadt nicht mehr möglich.

Die Umleitung über den Brauhausberg wird aufgrund des steilen Anstiegs dort sicher nicht von den Kindern und Jugendlichen genutzt werden. Zudem ist das Verkehrsaufkommen auf dem Brauhausberg gerade zu den Randzeiten des Schul- und Arbeitstages sehr hoch. Die Comeniusschule auf dem Brauhausberg mit den dort an- und abfahrenden Fahrdiensten macht die Verkehrssituation dort oben auch auf dem Fuß- und Radweg zusätzlich unübersichtlich. Schüler, die mit dem Rad über den Brauhausberg fahren, müssten sich unten in den Verkehr auf der stadteinwärtsführenden überfüllten Heinrich-Mann-Allee zum Leipziger Dreieck einfädeln. All das macht diesen Weg sehr unattraktiv, gefährlich und wenig realistisch.

Die geplante „Gehweggasse“ wird daher in beide Richtungen sehr stark frequentiert sein. Familien mit kleineren Kindern sind auf dieser Strecke oft mit Lastenrädern und Fahrradanhängern unterwegs, auch Rollstühle müssen die Gasse passieren können – wird dies in beide Richtungen parallel möglich sein? Und wie ist dabei der zum Schutz vor Corona-Infektionen gebotene Sicherheitsabstand von 1,5 m zu gewährleisten?

Als Anwohner sehen wir dies sehr kritisch. Die zu erwartende Dichte von Personen und Fahrrädern/Anhängern/Kinderwägen/Rollstühlen in der „Gehweggasse“ vor allem im morgendlichen Schüler- und Berufsverkehr wird mit großer Wahrscheinlichkeit neben einer erheblichen Zeitverzögerung zu neuen Sicherheitsproblemen im Hinblick auf den Verkehr und den Infektionsschutz führen. Wir bitten daher dringend darum, diese Maßnahme neu zu überdenken. Praktikabel könnte aus Anwohnersicht eine Verkehrsregelung an der Gefahrenstelle durch Verkehrspolizisten oder Ampeln sein. Alternativ wäre auch eine Lösung mit zwei gegenläufigen Gassen, die jeweils nur in eine Richtung begangen oder befahren werden, denkbar.

Liebe Contra-Argumentierer, ich habe den Eindruck, dass keiner von Euch den Straßenabschnitt und die bisherige Vorgehensweise der Stadtverwaltung kennt. Zunächst ist dort so eng, dass zwei schiebende (von mir aus auch rollernde) Radfahrer kaum aneinander vorbeikommen. Weiterhin finden dort mehrfach/Tag Begenungen der Unheimlichen Art mit Motorrollern. PKW und Lieferwagen statt. Weiterhin hat der OB in einem Schreiben an die SVV "zugesichert", dass die Leipziger Straße immer (!!) behindertengercht nutzbar sein wird. Derzeit selbst für Fußgänger ohne Behinderung ein Abenteuer.

100m schieben ist nun kein Ding der Unmöglichkeit. Wenn dafür alle sicher ankommen, sollte man die 3min einfach einplanen.

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