Eine qualifizierte Berufsausbildung ist für alle Menschen unverzichtbar. Sie ist darüber hinaus zukunftsweisend für die Entwicklung der gesamten Gesellschaft. Der Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung muss für alle Jugendlichen ohne Warteschleife möglich sein. Dafür brauchen wir einen Rechtsanspruch auf Ausbildung. Ich unterstütze deshalb die Petition für eine Ausbildungsplatzgarantie an den Deutschen Bundestag.

Indoklás:

Rund jeder dritte Jugendliche (275000 von 824 626) hat im Jahr 2012 keinen Ausbildungsplatz erhalten. Notprogramme und Ausbildungspakte konnten und können den Ausbildungsplatzmangel nicht beseitigen. Das sog. Übergangssystem von Schule in Beruf verschlingt Milliarden, ist unübersichtlich und hindert hunderttausende junge Menschen einen richtigen Einstieg in das Berufsleben zu finden. Viele Jugendliche werden als „nicht ausbildungsreif“ abgestempelt. Sie durchlaufen das sog. Übergangssystem und drehen unnötige Warteschleifen auf einen Ausbildungsplatz. Besonders Migrantinnen und Migranten sehen sich bei der Ausbildungsplatzsuche benachteiligt. 1,5 Millionen junge Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren sind ohne Berufsausbildung. Gleichzeitig ist der Fachkräftebedarf nicht dauerhaft sicher gestellt.

Das Recht auf Ausbildung steht im UN-Sozialpakt und gilt somit international. Doch die konkrete Umsetzung kommt in Deutschland nicht voran. Der nunmehr schon 18 Jahren andauernde Ausbildungsplatzmangel zeigt: nur auf gesetzlicher Grundlage lässt sich das Ziel „Ausbildung für alle“ erreichen. Darin sind sich viele Expertinnen und Experten der Berufsbildung einig. Die Politik ist jetzt gefragt, konsequent eine Ausbildungsplatzgarantie zu verwirklichen. Deshalb muss der neu gewählte Bundestag so bald wie möglich einen Rechtsanspruch auf einen Ausbildungsplatz schaffen. Die Einführung einer Ausbildungsgarantie fordern auch: die Landesschülervertretungen von Thüringen, die Deutsche Gewerkschaftsbund - Jugend, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Landeselternbeiratrat Hessen und der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit.

Mehr Infos unter: www.ausbildung-fuer-alle.de

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Gießen, 20.05.2013 (aktiv bis 19.11.2013)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Landesschülervertretung Hessen -ból,-ből,-ról,-ről Gießen
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Der Rechtsanspruch auf Bildung soll sich nicht nur auf den Besuch einer allgemeinbildenden Schule und neuerdings auch einer Kindertageseinrichtung beschränken, sondern auch für die berufliche Erstausbildung gelten. Die schon seit mehreren Jahren hohe Zahl von jungen Menschen im Übergangsbereich und die mangelnde Perspektive auf einen Ausbildungsplatz sind ein zentrales gesellschaftliches Problem. Eine ?abgehängte Generation?, die keinen Einstieg in den Arbeitsmarkt findet, kann sich Deutschland vor allem aus sozialen Gründen nicht leisten.

Kontra

Ausbildungsgarantie?! Was bedeutet das denn für die Betriebe? Jeder Schüler, sei er auch noch so unzuverlässig und ungeeignet für den Job, muss beschäftigt werden? Letztendlich ist der Ausbildungsmarkt auch ein Markt. Wer bewiesen hat, dass er Leistung bringen kann, hat bessere Chancen. Ich selbst bin Auszubildender und sehe täglich die Arbeitsmoral an meiner Berufsschule. Für Betriebe ist diese manchmal eine echte Zumutung.