In Titz gibt es, eingegrenzt durch die Thomas-Mann-Straße und die Herderstraße, einen Spielplatz sowie ein Basketballfeld. Das Feld ist eben, der Korb ist stabil, es ist ruhig und sicher und es gibt Bänke, um sich hinzusetzen – kurz: eine super Sache. Der Platz wurde vor über einem Jahrzehnt neben dem Spielplatz gebaut und von den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen von Titz gerne genutzt. Es könnte alles so schön sein, wäre da nicht ein Makel:

den Korb gibt es nicht mehr.

Seit dem 30. Juni stehen nur noch Asphaltfläche und Bänke. Der Korb wurde komplett abmontiert und der Platz erscheint seltsam deplaziert und funktionslos. Fast täglich sehe ich Leute kommen. Sie haben den Ball unter dem Arm und ich sehe immer wieder den gleichen verständnislosen Blick: „Warum?“.

Gerade das zeigt, dass kaum jemand vom Abbau des Korbes weiß. Es gab keine Vorankündigung. Gar keine Information. Nicht einmal jetzt. Manchmal heißt es: „Die Anwohner haben sich beschwert“. Ich bin selber Anwohner und meine Familie und ich spielen gerne auf dem Platz. Also wer sind „die Anwohner“? Und reicht eine Beschwerde, um den Korb verschwinden zu lassen? Falls es Beschwerden gab, wäre es doch nur fair, auch einmal die andere Seite zu hören: die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die den Platz gerne genutzt haben, die Eltern, die ihre Kinder dort in einer geschützten Umgebung spielen lassen konnten und nicht zuletzt die Anwohner selbst.

Dazu kommt noch eine andere Sache: eine Altersbeschränkung. Denn seit neuestem ist der Basketballplatz nur noch bis 14 Jahre zugelassen. Das muss erst einmal sacken. Basketball bis 14 Jahre? Ich kenne keine 8-Jährige, die Korb um Korb wirft. Allerdings gehört der Basketballplatz neuerdings mit zum Spielplatz. Das Schild, das dessen Anfang markiert, steht nun vor dem Basketballplatz.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Dass Jugendliche nicht auf einen Spielplatz gehören ist klar, also gingen die Kinder dorthin und die Älteren zum Basketballplatz. Und wenn ein Kind auch Basketball spielen wollte? Dann hat man sich eben mit dem Werfen abgewechselt oder den Ball geteilt. Das Miteinander aller Altersgruppen auf dem Platz hat meiner Ansicht nach immer gut funktioniert.

Bei Nachfragen im Rathaus Titz wurde ein anderer Korb an einer anderen Stelle in Aussicht gestellt. Konkrete Pläne wurden aber leider nicht genannt. Der Korb an der Thomas-Mann-Straße ist allerdings sehr gepflegt und hervorragend angelegt. Ein anderer Korb verursacht Kosten, die vermieden werden könnten, wenn man den vorhandenen Platz weiter nutzt.

Es würde mich freuen, wenn der Korb wieder aufgebaut und allen Altersgruppen zugänglich gemacht würde. So war es das letzte Jahrzehnt. Es sollte zumindest möglich sein, einmal mit allen Betroffenen offen zu diskutieren.

Zur neuen Skateranlage schreibt die Gemeinde im Amtsblatt Nr. 9: „Somit ist Titz nun um eine Besonderheit reicher und erfährt eine erhebliche Aufwertung der Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche.“

Wenn sich die Gemeinde dort für Freizeitgestaltung einsetzt, warum nicht auch hier?

Begründung

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Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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  • Sehr geehrte Unterstützerin, sehr geehrter Unterstützer,

    ich habe Ihnen noch nicht berichtet, wie der Rat der Gemeinde Titz über meine Anregung zur Beibehaltung des Basketballkorbes an der gewohnten Stelle entschieden hat. Die Antwort darauf ist ebenso kurz wie ernüchternd: der Anregung wird nicht gefolgt.

    Der Korb, der bereits vor Übergabe der Petition seinen Standort wechselte, wird deshalb an seinem neuen Standort bleiben. "Wer am lautesten schreit, hat Recht" – kennen Sie dieses Sprichwort?

    Auch wenn diese Petition leider nicht zum Erfolg geführt hat, möchte ich mich bei Ihnen für Ihre Unterstützung in dieser Sache bedanken. Zuletzt wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2017.

    Viele Grüße

    Christian Kotulla

  • Die Petition wurde dem Bürgermeister übergeben. Weil die Gemeindeordnung keine Petitionen vorsieht, wurde die Petition zum Gegenstand einer "Anregung nach § 24 GO NRW" gemacht. Über diese Anregung wurde bei einer Gemeinderatssitzung entschieden.

Pro

Das Spielplatz- und Basketballgelände im Bereich Thomas-Mann-Straße, Herderstraße und Heinestraße ist eine wunderschön und zweckmäßig angelegte Anlage, die weit über ein Jahrzehnt lang von Alt und Jung, generationenübergreifend und friedlich genutzt wurde. Speziell beim Basketballfeld schauten kleine Kinder bei den "Großen" zu, die wiederum waren für die Kleinen da, zeigten z. B. stolz ihr Können und auch so mancher Erwachsene versuchte, den einen oder anderen Korb zu werfen. Reales Miteinander, das nun zerstört wurde, Korb weg - wer versteht das?

Contra

Tjo wenn so mancher anwohner nicht immer nur eum meckern würde, wenn sich abends auch mal jugendliche dort auf halten, müsste die gemeinde wahrscheinlich nicht zu solchen schritten greifen. Aber jetzt hat man sie ja zum schulhof versucht auszugrenzen. Hoffentlich reicht es dem senioren verein in titz. Obwohl das ja auch ziemlich nah an wohnhäusern ist...